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Heinz Schoppe unvergessen

By 10. Oktober 2025No Comments

Foto: Westend-Presseagentur

Am 7. Oktober wäre einer unserer Altvorderen 100 Jahre alt geworden – wir denken an Heinz Schoppe. Er gehört zu den Spielern, welche in den 50er Jahren die „Leutzscher Legende“ mit begründeten.

Als im Winter 1952 gleich sieben Stammspieler der BSG Chemie von der Armeemannschaft Vorwärts Leipzig teilweise unter Zwang, teilweise unter Versprechungen, abgeworben wurden, war guter Rat teuer. Die verbliebenen Stammspieler setzten sich aufs Rad oder fuhren mit dem Zug zu Spielen unterklassiger Mannschaften in der Umgebung, um zu schauen, ob sich geeignete Spieler finden lassen würden, welche die gelichteten Reihen auffüllen könnten. So kamen etliche neue Spieler nach Leutzsch, unter ihnen der damals 27-jährige Heinz Schoppe von Aktivist Böhlen.

Spielertrainer Walter Rose stellte Schoppe in die neu formierte Sturmreihe, wo er als halbrechter Stürmer spielte. In allen verbleibenden 18 Punktspielen wurde Schoppe eingesetzt und erzielte vier Tore. Unter dem Motto „Jetzt erst recht“ strömten nun bis zu 40 000 Menschen zu den Spielen, gespielt werden musste immer öfter in Probstheida, weil das heimische Stadion all die Menschen nicht mehr fassen konnte. 1953/54 wurde Schoppe vom neuen Trainer Alfred Kunze auf halbrechts und halblinks eingesetzt und wurde mit 14 Meisterschaftstreffern bester Torschütze der Chemiker.

Als 1954 fast alle Spieler zum neugegründeten Sportclub Lokomotive wechseln mussten und Chemie sein Oberliga-Spielrecht verlor, landete auch Schoppe im Stadion des Friedens, wo die Spiele ausgetragen wurden. Bis 1958 spielte er dort und bestritt 76 Oberligaspiele (18 Tore) für den SC Lok, zudem standen 45 Oberligaspiele für Chemie zu Buche. Im September 1954 bestritt er das B-Länderspiel Polen – DDR (1:2) und stand mit dem SC Lok im Endspiel um den Pokal.

Beim 2:1-Sieg nach Verlängerung über den SC Empor Rostock erzielte er das zwischenzeitliche Ausgleichstor. Von 1959 bis 1962 spielte Schoppe für die Leipziger BSG Motor Gohlis Nord in der drittklassigen II. DDR-Liga.

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