Skip to main content
AppnewsERSTESPIELBERICHT

Nach Mega-Powerplay: 4:0-Testspielsieg gegen Halberstadt

By 6. Februar 2026No Comments

Foto: Höllenreiter

In einem intensiven und kräftezehrenden Testspiel haben die Chemiker gegen Germania Halberstadt mit 4:0 (4:0) gewonnen. Wie schon gestern gegen Dessau ließ Trainer Alexander Schmidt seine Chemie-Elf die kompletten 90 Minuten durchspielen.

Aufgeboten wurden diesmal diejenigen Spieler, die gestern nicht zum Einsatz gekommen waren. Eine also auf allen Positionen veränderte Chemie-Mannschaft musste sich in den Anfangsminuten erst mal gegen kecke Halberstädter stemmen, die sich keineswegs hinten reinstellten und erkennen ließen, warum sie zur Spitzengruppe der Oberliga gehören.

Nachdem die Anfangsviertelstunde auf Augenhöhe verlief, die Germanen gar leichte Vorteile hatten, drehten die Grün-Weißen dann plötzlich so richtig auf. Nach mehreren gut, weil direkt vorgetragenen Angriffen küsste ein Schuss von Nils Lihsek den Pfosten und prallte anschließend an ein Bein und von dort ins Tor. Der Spielbericht sagt „Eigentor von Julien Huber“, doch die 295 Chemie-Fans rund um den Kunstrasen wollten gern Stanley Ratifo als Torschützen gesehen, der den Treffer mehr oder weniger erzwang (14.).

Danach ging es Schlag auf Schlag. Ratifo trieb im Konter den Ball schnell nach vorn und legte im richtigen Moment für den mitgesprinteten Tim Hoops auf, der zum 2:0 abschloss (17.). Dann brachte Fynn Seidel einen Freistoß aus dem Halbfeld zielgenau in die Gefahrenzone, wo Rodriguez Fantozzi am höchsten stieg und per Kopf auf 3:0 erhöhte (23.). Doch damit nicht genug: Als die Kugel durch den Strafraum sprang und Ex-Chemiker Marcel Kohn diese gerade herausschlagen wollte, spritzte plötzlich Kay Seidemann dazwischen und wurde getroffen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Janik Mäder sicher (32.). Seidemann selbst hatte auch das Tor auf dem Fuß, verzog jedoch leicht. Ein fünftes Tor vor der Halbzeitpause wäre möglich gewesen, als Mäder im Strafraum umgerissen wurde, der Pfiff jedoch ausblieb (42.). Trotzdem: Ein teilweise irres Tempo der Chemie-Elf, das Spaß machte.

Halberstadt entschied sich für den langen Gang in die Kabine. Der hatte sich gelohnt, denn die Korrekturen schienen zu fruchten. Die Germanen schüttelten die Rückschläge gut aus den Knochen, waren im Durchgang zwei wieder auf der Höhe – auch, weil ihr Schlussmann Lukas Cichos einen 30-Meter-Hammer von Fantozzi noch gerade so um den Pfosten wickelte (47.).

In der Folge neutralisierten sich die Kontrahenten über weite Strecken. Den Chemikern merkte man die harten Trainingswochen mit jeder gespielten Minute mehr an, die Genauigkeit ging etwas ab. Hinzu kamen Fouls im eigenen ersten Drittel, die Konsequenz waren potenziell gefährliche, aber eigentlich unnötige Freistoßsituationen. Nach vorn hingegen blieben Großchancen Mangelware. Die beste Gelegenheit hatte Ratifo, der eine Seidemann-Flanke mit der Fußsohle reinzaubern wollte (67.).
So war der Halbzeit- gleichzeitig der Endstand. Der Applaus der Fans beim Schlusspfiff dennoch hörbar, denn den Kraftakt ohne Entlastung durch Auswechslungen meisterte auch die „heutige Chemie-Elf“ insgesamt mit Bravour.

BSG Chemie Leipzig – VfB Germania Halberstadt

BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann, Lorenz Hollenbach, Rodriguez Fantozzi, Tim Hoops, Janik Mäder (C), Julian Bell, Nils Lihsek, Fynn Seidel, Stanley Ratifo, Kay Seidemann, Cyrill Akono; Ersatzbank: Oliver Saiz, Paul Mroske

VfB Germania Halberstadt: Lukas Cichos (C), Daniel Heinrich, Pascal Hackethal, Paul Grzega, Emilio Stobbe, Silvio Rust, Fabio Ertmer, Dustin Arnold, Jano Conrad, Julien Huber, Marcel Kohn; Ersatzbank: Paul König, Fabian Guderitz, Leon Wiedenbein, Davis Boateng, Edhem Hujdurovic, Felix Genschmar, Fabian Zeidler, Joel-Pascal Klaschka, Leon-Joel Platz, Vinicius Kuffner Sandri, Paul Kühnhardt

Tore: 1:0 Julien Huber (ET, 14.), 2:0 Tim Hoops (17.), Rodriguez Fantozzi (23.), Janik Mäder (FE, 32.)

Schiedsrichter: Miriam Schwermer, Albert Lehmann, Clemens Bartlau

Zuschauer: 295 im Alfred-Kunze-Sportpark (Kunstrasen)

Teilen: