Foto: Franz Engler
Unsere BSG muss weiter auf die ersten Punkte der neuen Saison warten. In Greifswald lagen die Fünfeckträger bereits zur Pause hoch zurück und konnten somit nichts Zählbares mit ins Leutzscher Holz nehmen. Am Ende sahen die 2184 Zuschauer:innen im Volksstadion ein 3:0 (3:0) zwischen dem Greifswalder FC und der BSG Chemie Leipzig.
Nach der Auftakt-Niederlage gegen den 1.FC Magdeburg II folgte das erste Auswärtsspiel der Saison beim Greifswalder FC. Der Ostsee-Club verlor ebenfalls den Auftakt (0:1 in Chemnitz) und erlebte ebenso wie die Chemiker einen großen Umbruch im Kader. Nun sollte aus Hausherrensicht das erste Erfolgserlebnis folgen. Das galt es für die Mannschaft von Trainer Adrian Alipour zu verhindern, der seine Elf auf keiner Position veränderte.
Greifswald dominant und früh in Führung – Chemie verpasst die Antwort
Die Partie begann mit einer frühen Verletzung auf Greifswalder Seite: Rudolf Ndualu musste, nachdem er unglücklich in einem Zweikampf mit Philipp Wendt im Rasen stecken blieb, ausgewechselt werden (5., Gute Besserung!). Den ersten Abschluss verzeichnete Fynn Seidel, der aus der Distanz über das Tor schoss (8.).
Danach kamen die Hausherren immer besser ins Spiel und drängten auf den Führungstreffer. Erst köpfte Atilgan freistehend über das Tor (10.), dann verhinderte Julian Weigel mit einer großartigen Grätsche gegen Richardson den Gegentreffer (15.). Doch danach war auch er machtlos: Einen langen Ball nahm Atilgan diesen technisch anspruchsvoll mit der Hacke mit und knallte ihn unhaltbar unter den Querbalken – 1:0 Greifswald (16.).
Chemie zeigte jedoch eine gute Reaktion auf das Gegentor und hatte die Top-Chance auf den schnellen Ausgleich: Valon Aliji erlief einen Fehlpass der Greifswalder, umkurvte Jakubov, aber Kaizer grätschte ihn den Ball weg, bevor er ins leere Tor einschieben konnte; auch der anschließende Querpass auf Seidel wurde von Eder weggegrätscht (20.). Im Anschluss wurden die Gastgeber aber wieder gefährlicher.
Zunächst schoss Bokake daneben (25.), danach Richardson drüber (26.). Auch Günay wurde bei seinem Abschluss noch entscheidend gestört (30.). Als das Spiel langsam Richtung Pause verlief, leistete sich die chemische Abwehr einen fatalen Fauxpas: Böggemann spielte einen Querpass im eigenen Strafraum zu kurz, sodass Richardson diesen erlief und auf Atilgan querlegte, der nur noch einschieben musste (38.). Und es kam noch dicker für die Leutzscher: Eine Ecke von Bokake köpfte Kaizer unbedrängt zum dritten Treffer noch vor der Pause ein (45.).
Ereignisarme zweite Hälfte mit Kontrolle der Greifswalder
Zur Pause kam Lukas Griebsch für Philipp Wendt (46.). Die Hausherren nahmen nun den Fuß etwas vom Gaspedal und verwalteten die Führung. Chemie war auf eine sichere Defensive bedacht. Trotzdem kamen die Gastgeber noch zu einige Chancen: Erst parierte Böggemann einen Atilgan-Kopfball glänzend (60.), dann traf Hüther nur das Außennetz (73.). Die Grün-Weißen tauchten durch einen Kopfball von Maxime Langner nochmal gefährlich vom Greifswalder Tor auf (75.), doch die besseren Gelegenheiten hatte trotzdem der GFC. Richardson traf jedoch nur das Außennetz (78.) und beim Kopfball von Vierling hatte wieder Böggemann seine Finger im Spiel (79.). Im Verlauf der zweiten Hälfte feierten noch die beiden in der Woche verkündeten Neuzugänge Jean-Marie Nadjombe und Robin Friedrich ihr Debüt für Chemie. Danach war Schluss.
Eine rabenschwarze erste Halbzeit war am Ende eine zu große Hypothek für die Chemiker. Auch im zweiten Durchgang fehlte es offensiv an Ideen. So steht man weiterhin noch ohne Punkte in der Saison da. Das nächste Spiel der Chemiker ist in etwa anderthalb Wochen. Dann ist die BSG beim Chemnitzer FC gefordert. Anpfiff ist am Mittwoch, den 13.08.2025, um 19 Uhr.
GREIFSWALDER FC – BSG CHEMIE LEIPZIG 3:0 (3:0)
Greifswalder FC: Jakub Jakubov – Jannis Farr, Steffen Eder, Edgar Kaizer, Tristan Wagner – Joseph Richardson (86. Theo Harz), Lucas Vierling (MK), McMoordy Hüther (74. Oliver Daedlow) – Rudolf Ndualu (6. Diren-Mehmet Günay, 74. Lukas Lämmel), Osman Atilgan, Grace Bokake (86. Fatlind Memaj); Trainer: Timur Binerbay
BSG Chemie Leipzig: Luca Böggemann – Rajk Lisinski (63. Jean-Marie Nadjombe), Julian Weigel (72. Lorenz Hollenbach), Marc Enke, Philipp Wendt (46. Lukas Griebsch) – Valon Aliji, Tim Kießling (63. Julius Hoffmann) – Fynn Seidel, Janik Mäder (MK), Maxime Langner – Stanley Ratifo (63. Robin Friedrich); Trainer: Adrian Alipour
Tore: 1:0 Osman Atilgan (16.), 2:0 Osman Atilgan (38.), 3:0 Edgar Kaizer (45.)
Gelbe Karten: Lucas Vierling, Osman Atilgan / Stanley Ratifo, Janik Mäder
Schiedsrichter: Benjamin Strebinger (Erfurt), Marko Wartmann, Paul Baudis
Zuschauer: 2.184 im Volksstadion Greifswald (davon ca. 500 Chemie-Fans)



