Foto: Moritz Heidenblut
Die Chemiker haben ihr Auswärtsspiel bei Hertha Zehlendorf sehr erfolgreich gestaltet. Beim Tabellenletzten erwiesen sich die Fünfeckträger offensiv effizient und defensiv stabil. Somit sahen die 1183 Zuschauer:innen im Ernst-Reuter-Sportfeld ein 0:5 (0:2) zwischen dem FC Hertha 03 Zehlendorf und der BSG Chemie Leipzig.
Wenige Tage nach dem Last-Minute-Punkt bei der VSG Altglienicke waren die Chemiker zum Nachholspiel bei Hertha Zehlendorf gefordert. Das Spiel aus der Hinrunde wurde zuvor viermal abgesagt. Das Schlusslicht der Staffel entließ wenige Stunden vor Anpfiff noch den Trainer. Für die Partie übernahmen die beiden bisherigen Co-Trainer Marco Böning und Niko Klarkowski. Im Vergleich zum 1:1 in Fürstenwalde nahm Alexander Schmidt zwei Änderungen vor: Anton Bulland und Janik Mäder begannen für Rajk Lisinski und Julius Hoffmann.
Chemie hinten sicher, vorne eiskalt
Die Partie begann verhalten. Kein Team wollte den ersten Fehler machen. Dennoch gingen die Leutzscher früh in Führung: Nils Lihsek brachte einen Chip-Ball in den Sechzehner, wo Cyrill Akono vor Alexios Dedidis am Ball war und per Bogenlampe der Ball sich ins Netz senkte (17.).
Mit der frühen Führung im Rücken ließen die Grün-Weißen nur wenig zu, kamen aber offensiv nur selten in die gefährlichen Räume. Kurz vor der Pause brach dann wieder Akono durch, wurde durch Sven Reimann im Strafraum gelegt – Elfmeter Chemie! Janik Mäder verwandelte eiskalt (39.).
Die Gastgeber wurden nun erstmals aktiv, aber Nicolas Hebisch setzte einen Abpraller über das Tor (43.). Somit ging es mit der Zwei-Tore-Führung in die Pause.
Chemie schraubt das Ergebnis in die Höhe
Direkt nach der Halbzeit sorgten die Fünfeckträger für klarere Verhältnisse: Wieder setzte Lihsek einen Mitspieler per Steckpass in Szene, diesmal verwertete Mäder frei vor Dedidis zum dritten Treffer (46.).
Wenige Minuten später schwächten sich die Hausherren selbst: Dedidis wurde außerhalb des Strafraums an die Hand geschossen – Handspiel vom Torhüter, der daraufhin des Feldes verwiesen wurde (53.). Den fälligen Freistoß von Lihsek landete am Pfosten (56.).
Die BSG spielte die Überzahl nun auf dem Rasen aus. Erst hielt Dmytro Karika gegen Anton Bulland (63.), dann traf der eingewechselte Rajk Lisinski nach Vorlage von Maxime Langner (68.).
In den Schlussminuten wurde erst ein Treffer von Joker Tim Bunge aufgrund einer Abseitsposition abgepfiffen (75.), dann unterlief Zehlendorf-Verteidiger Jake Wilton ein Eigentor (76.). Auch Julius Hoffmann hatten einen Treffer auf den Fuß, scheiterte aber erst an Karika (83.), dann schoss er freistehend über den Kasten (90.+2). Dann war Schluss.
Die Chemiker gewannen das Kellerduell äußerst souverän bei Zehlendorf. Eine sehr reife Leistung, sowohl defensiv als auch offensiv. Das führte zum höchsten Sieg der BSG in der Regionalliga seit der Neugründung. Das nächste Spiel der Chemiker ist kommenden Sonntag, den 12.04.2026. Dann empfängt die BSG den 1. FC Lokomotive Leipzig zum Derby. Anpfiff ist um 14 Uhr.
FC Hertha 03 Zehlendorf – BSG Chemie Leipzig 0:5 (0:2)
FC Hertha 03 Zehlendorf: Alexios Dedidis – Ernes Smailovic, Sven Reimann (55. Dmytro Karika), Jake-Robert Wilton (MK) – Louis Schulze, Ron Wachs (46. Iba May), Diren-Mehmet Günay, Ben Schulz (55. Shinji Yamada) – Nicolas Hebisch (73. Nathan Wicht) – Niklas Doll (73. Patrick Abe), Noah Jones; Trainer: Rainer Meitzner
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Julian Bell (64. Rajk Lisinski), Tim Hoops, Rudolf Sanin, Philipp Wendt – Nils Lihsek, Fynn Seidel, Anton Bulland (64. Maxime Langner) – Janik Mäder (MK, 64. Jean-Marie Nadjombe), Cyrill Akono (71. Tim Bunge), Stanley Ratifo (71. Julius Hoffmann); Trainer: Alexander Schmidt
Tore: 0:1 Cyrill Akono (17.), 0:2 Janik Mäder (39., Foulelfmeter), 0:3 Janik Mäder (46.), 0:4 Rajk Lisinski (68.), 0:5 Jake-Robert Wilton (76., Eigentor)
Gelbe Karten: Ernes Smailovic, Sven Reimann
Rote Karte: Alexios Dedidis (Handspiel zur Torverhinderung)
Schiedsrichter: Henry Müller (Cottbus), Jakob Scheibner, Tobias Behm
Zuschauer: 1183 im Ernst-Reuter-Sportfeld (davon ca. 900 Chemie-Fans)



