Die Chemiker um Maxime Langner holten in Überzahl einen Punkt in Erfurt. (Foto: Kevin Colditz)
Unsere BSG hat die englische Woche mit einem Zähler bei Rot-Weiß Erfurt beendet. Lange Zeit agierten die Fünfeckträger in Überzahl, gerieten dennoch in Rückstand, konnten diesen aber noch zu einem Punkt drehen. Somit sahen die 7821 Zuschauer:innen im Steigerwaldstadion ein 2:2 (1:1) zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und der BSG Chemie Leipzig.
Vier Tage nach dem Last-Minute-Sieg gegen den Chemnitzer FC waren die Chemiker beim nächsten Top-Team der Liga gefordert. Mit Rot-Weiß Erfurt wartete ein weiterer harter Brocken auf die Leutzscher, der unter der Woche auch bekannt gab, eine Drittligalizenz beantragt zu haben. Um den Schwung aus dem Erfolg gegen den CFC mitzunehmen, nahm Alexander Schmidt eine Änderung vor: Lorenz Hollenbach begann für Marc Enke.
Chemie früh in Überzahl
Die Partie begann mit einem echten Aufreger: Janik Mäder wurde von Laurenz Dehl mit offener Sohle auf Knöchelhöhe getroffen. Schiedsrichter Sirko Müke zückte für das harte Foul die Rote Karte (6.). Chemie war direkt von der frühen Überzahl euphorisiert und drückte schnell auf den Führungstreffer.
Rudolf Sanin kam nach einem Freistoß zum Kopfball, aber Lorenz Otto parierte (8.). Kay Seidemann legte wenige Minuten später den Ball am herausstürmenden Otto vorbei, wurde aber im letzten Moment von RWE-Kapitän Til Schwarz abgegrätscht (13.). Kurz darauf eroberte Valon Aliji im gegnerischen Sechzehner den Ball, aber sein Querpass auf Mäder kam nicht durch (16.).
Dieser Chancenwucher der BSG wurde fast bestraft, als die Blumenstädter kurz darauf zum Konter ansetzten, aber Sejdo Durakov zielte über den Kasten (17.). Wenig später lag der Ball dann im Erfurter Netz, aber der Treffer von Mäder wurde wegen eines Handspiels abgepfiffen (18.). Danach beruhigte sich das Spielgeschehen. RWE übernahm zunehmend die Kontrolle und kam per Obed Ugondu zur nächsten Chance, aber Marcel Bergmann parierte seinen Heber (29.).
Kurz vor der Pause dann aber die Führung für Chemie: Maxime Langner flankte in den Strafraum, Stanley Ratifo irritierte Otto, weswegen der Ball ins Tor durchflog (37.). Der Vorsprung hielt aber nicht lange: In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs hämmerte Benjika Caciel den Ball aus der Distanz in den Winkel – Ausgleich (45.+1). Danach war Pause.
Seidel kontert Caciel
Die Hausherren kamen besser aus den Kabinen: Wieder hatte Caciel zu viel Platz vorm Strafraum. Sein Schuss flog im krummen Bogen gegen den Innenpfosten und von da ins Netz (53.). Die Führung für die Mannschaft von Trainer Fabian Gerber verunsicherte die Chemiker, ehe Alexander Schmidt nach etwas mehr als einer Stunde umstellte.
Erst unterlief Schwarz fast ein Eigentor, als er einen Freistoß aus dem Halbfeld der Chemiker knapp über das eigene Tor verlängerte (64.), dann gelang den Grün-Weißen der Ausgleich: Fynn Seidel setzte einen Freistoß aus spitzem Winkel in den Knick (70.)!
In den Schlussminuten kamen beide Teams noch zu Gelegenheiten. Erst klärte Julian Bell eine Flanke vorm einschussbereiten Ugondu (84.), dann hielt Bergmann einen Schuss des Erfurter Angreifers (85.). Dann wurden die Chemiker nochmal gefährlich. Nils Lihsek schoss nach einem Solo über das Tor aus der Distanz (88.), darauf fehlte dem eingewechselten Rodriguez Fantozzi bei seinem Kopfball nicht viel zur erneuten chemischen Führung (90.+2). Dann war Schluss.
Die Leutzscher erkämpfen sich einen Punkt in der Landeshauptstadt Thüringens. Wieder bewies man Moral, indem man einen Zähler nach Rückstand holte. Somit schließt man die englische Woche mit vier Punkten ab. Das nächste Spiel der Chemiker ist kommenden Freitag, den 13.03.2026. Dann ist man beim BFC Dynamo gefordert. Anpfiff ist um 19 Uhr.
FC ROT-WEIß ERFURT – BSG CHEMIE LEIPZIG 2:2 (1:1)
FC Rot-Weiß Erfurt: Lorenz Otto – Ben-Luca Moritz, Til Schwarz (MK), Maxime Awoudja, Benny Boboy – Sejdo Durakov (71. Raphael Assibey-Mensah), Benjika Caciel, Marco Wolf (80. Pablo Santana Soares), Laurenz Dehl – Romarjo Hajrulla (80. Falcao), Obed Ugondu; Trainer: Fabian Gerber
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Julian Bell, Lorenz Hollenbach, Rudolf Sanin (62. Cyrill Akono), Valon Aliji (46. Rodriguez Fantozzi) – Janik Mäder (MK, 75. Tim Kießling), Maxime Langner (87. Tim Hoops), Fynn Seidel, Nils Lihsek, Kay Seidemann (46. Julius Hoffmann) – Stanley Ratifo; Trainer: Alexander Schmidt
Tore: 0:1 Maxime Langner (37.), 1:1 Benjika Caciel (45.+1), 2:1 Benjika Caciel (53.), 2:2 Fynn Seidel (70.)
Gelbe Karten: Sejdo Durakov, Benny Boboy, Fabian Gerber (Trainer Erfurt), Patrick Ecke (Torwarttrainer Erfurt) / Valon Aliji, Maxime Langner (gesperrt beim BFC Dynamo), Stanley Ratifo, Lorenz Hollenbach
Rote Karte: Laurenz Dehl (grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Sirko Müke (Neustrelitz), Christoph Dallmann, Michael Bernowitz
Zuschauer: 7821 im Steigerwaldstadion (davon ca. 1000 Chemie-Fans)



