Foto: Moritz Heidenblut
Am kommenden Wochenende findet mit der Chemie-Elf und der Leutzscher Hölle endlich wieder zusammen, was zusammengehört. Das erste Heimspiel des noch jungen Fußballjahres 2026 wartet gleich mit einem echten Highlight auf, reich an Emotion und Tradition. In der Hinrunde konnten die Grün-Weißen dem bis dahin dominanten Tabellenführer als erste Mannschaft der Liga den Zahn ziehen. Vor heimischer Kulisse will das Team von Alexander Schmidt nun erneut gegen die Saalestädter punkten.
Unsere Gäste haben die Spitzenreiterposition zwar mittlerweile abgeben müssen und sind selbst nur noch in die Verfolgerrolle, dennoch stehen die Rot-Weißen im oberen Tabellendrittel in Lauerstellung. Der Neustart am vergangenen Wochenende glückte mit einem Erfolg gegen den Greifswalder FC. Sowohl im oberen als auch im unteren Tabellendrittel geht es an diesem Wochenende in Leutzsch um Punkte, Punkte, Punkte: Zum 24. Spieltag der Regionalliga Nordost empfängt die BSG Chemie Leipzig am kommenden Sonntag, 1. März 2026, um 14 Uhr den Halleschen FC im Alfred-Kunze-Sportpark.
Der Winter in Halle: Geht noch was für den HFC?
Der Hallesche FC geht als Tabellenvierter in diesen 24. Spieltag, zurzeit reiht man sich mit 38 Zählern aus 21 absolvierten Partien hinter dem Spitzentrio aus Probstheida, Jena und Erfurt ein. Der Abstand auf den Tabellenführer beträgt satte elf Punkte, was die Hallenser in diesem – und eigentlich jedem kommenden – Spiel mehr oder minder zum Siegen verdammt, möchte man die Minimalchance im Kampf um die Meisterschaft nicht vollends abschreiben müssen. Besondere Erinnerungen ruft dabei das Hinspiel an der Saale hervor: Das torlose Remis zwischen HFC und Chemie (0:0) störte den punktverlustfreien Lauf der Rot-Weißen zu Saisonbeginn (sechs Spiele, sechs Siege) offenbar entscheidend und nachhaltig.
Am Kader sahen Sportdirektor Daniel Meyer und Trainer Robert Schröder im Winter keinen Nachholbedarf, lediglich der Transfer von Cyrill Akono nach Leipzig-Leutzsch steht zu Buche. In der Mehrheit der Testspiele behielt man gegen die BSG Stahl Brandenburg (8:1), den VfB Germania Halberstadt (4:0) und Tasmania Berlin (4:0) stets die Oberhand; in einem aufgrund des Spielausfalls vor 14 Tagen gespielten Test gegen Ligakonkurrent Eilenburg trennte man sich 2:2 (1:1).
Dieser Test lag zwischen den beiden Ligaspielen der Hallenser, die das Team von Robert Schröder beide für sich entscheiden konnte: Sowohl gegen den FC Rot-Weiß Erfurt (1:0) als auch gegen den Greifswalder FC (2:0) hielt man sich schadlos und behielt jeweils drei Punkte an der Saale; Malek Fakhro bzw. Niclas Stierlin und Fabrice Hartmann besorgten die Treffer. Somit bestätigen die Hallenser auch im neuen Jahr ihre Form aus dem alten Jahr – sie sind mittlerweile seit sieben Ligaspielen ohne Niederlage bei 13:5 Toren – und kommen als ein Top-Team der Liga ins Leutzscher Holz, mit dem zu rechnen sein muss.
Immer voran BSG: Chemie, AKS, Leutzscher Hölle
Obwohl an den Kernbergen gegen den Tabellenzweiten das erwartet schwere Spiel zu sehen war, hatten sich alle Grün-Weißen den Re-Start in die Saison anders vorgestellt – umso mehr, als in diesem erwartet schweren Spiel eine vitale und präsente, engagierte und überzeugte Leutzscher Mannschaft auf dem Rasen zu sehen war. Nichtsdestotrotz haben 800 Chemie-Fans im Stadion und zahllose an den Empfangsgeräten eine Mannschaft gesehen, die „ein ordentliches Spiel gemacht hat, alles reingeworfen hat, gekämpft hat, gefightet hat, den Ausgleich gemacht hat,“ wie Cheftrainer Alexander Schmidt lobend hervorhob und was positiv für die Partie am Sonntag stimmt. „Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie eine gute Mannschaft sind, dass sie mit Spitzenteams mithalten und gegen diese auch etwas holen können,“ so der Coach.
Nach dem gestrigen Sieg der Eilenburger über Jena finden sich die Chemiker nun mehr auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder, allerdings mit zwei gespielten Partien weniger als der Konkurrent um den Klassenerhalt. Der BFC Dynamo unterlag derweil im Heimspiel Hertha BSC II, das Heimspiel der Greifswalder gegen Magdeburg II wurde witterungsbedingt abgesagt. Es bleibt also eng und unberechenbar im Tabellenkeller.
Was den Kader anbelangt, können Alexander Schmidt und Marcus Jeckel nahezu aus den Vollen schöpfen. Tim Kießling ist wieder zurück im Kader, und auch bei Philipp Wendt und Julian Weigel könnte es bereits wieder für Einsatzminuten reichen, was das Trainerteam vor die Qual der Wahl stellt. Unabhängig der personellen Konstellation in der Startaufstellung geht es für die Chemiker in diesem und auch den in unmittelbarer Folge anstehenden Spielen knallhart um Punkte im Tabellenkeller.
Im Rücken hat die Chemie-Elf wie immer ihre unvergleichlichen Fans in Grün und Weiß, die im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark die Rückkehr ihres Teams ins heimische Wohnzimmer zelebrieren werden. Gerade bei einem durch Tradition und andere Rivalitäten geprägten Kontrahenten darf sich das Leutzscher Holz auf ein volles Haus und frenetischen Support freuen, der die Spieler auf dem Platz mit dem kleinen Bisschen grün-weißer Magie versorgen und tragen soll, auf dem Weg zu einer erfolgreich gestalteten Premiere auf und neben dem Platz. Und dann wird es bestimmt auch etwas mit den drei Punkten für die Leutzscher Legende.
Oder, so Alexander Schmidt knapp: „Wir müssen einfach alles geben – und viele Dinge gehen dann ganz automatisch.“
Forza, BSG!
Zum 24. Spieltag der Regionalliga Nordost empfängt die BSG Chemie Leipzig am kommenden Sonntag, 1. März 2026, um 14 Uhr den Halleschen FC im Alfred-Kunze-Sportpark. Die Partie steht unter der Leitung von Referee Eugen Ostrin, neben ihm komplettieren Chris Rauschenberg, Benjamin Strebinger sowie Christopher Gaunitz (als 4. Offizieller) das Schiedsrichterteam. Für all diejenigen Chemikerinnen und Chemiker, die am Sonntag nicht dabei sein können, begleiten unser App-Ticker und unser Fanradio Fünfeck.FM das Spielgeschehen wie gewohnt live und direkt. Ebenso ist die Partie im Kostenpflichtigen Streamingangebot von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung empfangsbar.



