Die BSG Chemie Leipzig informiert über den Rücktritt von Uwe Thomas und Daniel Heinze aus der Sportlichen Leitung. Vorstand und Aufsichtsrat bedanken sich bei beiden und erklären die Hintergründe.
Unmittelbar nach Abpfiff des Heimspiels gegen den Greifswalder FC haben Uwe Thomas, Mitglied der Sportlichen Leitung, und Daniel Heinze, Mitglied der Sportlichen Leitung und Teammanager der 1. Mannschaft, ihren sofortigen Rücktritt von allen Funktionen bekanntgegeben.
Vorstand und Aufsichtsrat bedanken sich bei Uwe Thomas und Daniel Heinze für ihre langjährige leidenschaftliche, ehrenamtliche beziehungsweise nebenberufliche Arbeit. Beide hatten die Sportliche Leitung im Dezember 2024 zusammen mit David Bergner und Frank Engel übernommen. Schon von Dezember 2021 bis Juni 2024 waren beide Teil des „Quadriga“ genannten sportlichen Leitungsteams gewesen.
Die BSG Chemie Leipzig stellt in aller Kürze die Ereignisse dar, die zu dieser Entwicklung geführt haben:
Im August 2025 hatte der Vorstand die Sportliche Leitung über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt, die Sportliche Leitung perspektivisch wieder hauptamtlich zu besetzen – ein Schritt, den bereits im Jahr 2024 der damalige Vorstand mit der Einstellung von Steffen Ziffert gegangen war. Auch der amtierende Vorstand und Aufsichtsrat sind davon überzeugt, dass es nur mit einer hauptamtlich besetzten Sportlichen Leitung gelingen kann, die BSG Chemie Leipzig in einer Regionalliga weiter zu festigen, die Jahr um Jahr stärker und professioneller wird.
Uwe Thomas kündigte daraufhin an, dem Verein noch bis zum Ende der Saison zur Verfügung zu stehen und sich anschließend von seinem Amt zurückzuziehen. Der Vorstand leitete danach den Prozess zur Auswahl eines geeigneten hauptamtlichen Sportlichen Leiters ein. Zu diesem Zweck wurde ein professionell begleitetes Bewerbungs- und Auswahlverfahren aufgesetzt, das seither konsequent verfolgt wird, um die bestmögliche Besetzung sicherzustellen.
Um der neuen Sportlichen Leitung die aktive Mitwirkung an der Vorbereitung und insbesondere an der Kaderplanung für die Saison 2026/27 zu ermöglichen, soll die Position bereits in der Winterpause besetzt werden. Damit zieht der Verein eine Konsequenz aus den Erfahrungen der Vorbereitung auf die Saison 2024/25, in der dem kurzzeitig amtierenden Sportlichen Leiter Steffen Ziffert zu wenig Zeit für eigene Akzente geblieben war. Über diesen Zeitplan war die Sportliche Leitung informiert.
Zugleich war die Sportliche Leitung über den Stand des Bewerbungs- und Einstellungsverfahrens auf dem Laufenden. Mit der Freistellung von Adrian Alipour als Cheftrainer stand zudem außer Frage, dass der neue Sportliche Leiter im Sinne eines sauberen Starts auch die Besetzung des Trainerpostens mit begleiten soll.
In den vergangenen Wochen stellte sich zunehmend heraus, dass Uwe Thomas und Daniel Heinze die Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Sportliche Leitung künftig hauptamtlich besetzen zu müssen, nicht teilen.
Wir stellen deutlich fest: In der Einschätzung, dass auf der Trainerposition ein neuer Impuls notwendig war, bestand zwischen Vorstand und Sportlicher Leitung Einigkeit.
Der Verein führt derzeit Gespräche mit geeigneten Kandidaten für die Besetzung der Sportlichen Leitung. Das Verfahren soll zeitnah abgeschlossen werden.
Wir sind Uwe Thomas und Daniel Heinze sehr dankbar für viele Jahre leidenschaftlichen Einsatzes. Ihre Verdienste für den Verein sind und bleiben unbestritten. Beide sind absolute Herzblutchemiker. Nun gilt es für den Verein, diese äußerst kritische Situation voller Tatenkraft anzugehen. Hierfür werden wir Menschen für Chemie gewinnen, die diese schwere Aufgabe voller Überzeugung angehen werden.
Die erste Halbserie und der Rückrundenstart haben darüber hinaus deutlich gezeigt, dass unsere Mannschaft personelle Verstärkung benötigt, um wettbewerbsfähig zu sein – und das nicht nur wegen des großen Verletzungspechs. Die BSG Chemie Leipzig wird hierfür all ihre Kräfte aufbieten, ohne ihren seit dem Neuanfang 2008 verfolgten Kurs des soliden Wirtschaftens zu verlassen.
Darüber hinaus werden Gespräche mit den Spielern geführt. Nur, wer bereit ist, in ausnahmslos jedem Moment einhundert Prozent zu geben, kann weiter Teil der „Mission Klassenerhalt“ und damit unseres weiteren Weges sein.
Bei der Überwindung dieser Krisensituation zählen wir weiterhin auf die gesamte Chemie-Familie, die den Verein auf beispiellose Weise unterstützt.



