Foto: Sebastian Bloch
Unsere BSG muss auf bittere Weise weiterhin auf die ersten Punkte der Saison warten. Beim Chemnitzer FC egalisierten sich beide Mannschaften lange Zeit, ehe zwei Joker für den Sieg der Gastgeber sorgten. Somit sahen die 8143 Zuschauer:innen im Stadion an der Gellertstraße ein 1:0 (0:0) zwischen dem Chemnitzer FC und der BSG Chemie Leipzig.
Elf Tage nach der herben 0:3-Niederlage in Greifswald waren die Fünfeckträger beim Chemnitzer FC gefordert. Letzte Saison fand die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda vor allem in der Rückrunde gut zusammen, kam dabei meist über eine sichere Defensive, die im Sommer punktuell verstärkt wurde. Diese galt es für die Chemiker zu knacken. Damit dies gelingen sollte, änderte Adrian Alipour seine Elf auf zwei Positionen: Jean-Marie Nadjombe und Robin Friedrich begannen für Valon Aliji und Stanley Ratifo.
Munterer Auftakt mit jeweils einer Top-Chance auf beiden Seiten
Die Partie begann ohne große Abtastphase, sondern beide Teams suchten ihre Mittel im Offensivspiel. Die erste Gelegenheit hatte der CFC in Person von Tom Baumgart, dessen Distanzschuss Luca Böggemann im Nachfassen parierte (12.). Auf der Gegenseite wurde es hingegen richtig gefährlich: Nadjombe wurde auf der rechten Seite freigespielt. Dessen Flanke klärte Tobias Müller vorm einschussbereiten Maxime Langner (13.).
Nach der Trinkpause bei hitzigen Temperaturen wurden die Hausherren stärker. Erst verfehlte wieder Tom Baumgart das Tor aus der Distanz (27.), dann zimmerte Leon Damer einen Volley an die Latte (31.). Die letzte Chance im ersten Durchgang hatten aber wieder die Leutzscher, jedoch stellte der Distanzschuss von Fynn Seidel Daniel Adamczyk im CFC-Tor vor keine größeren Probleme (45+2.). Somit ging es torlos in die Kabinen.
Chemie mit besserem Start in Halbzeit zwei, Chemnitz mit dem besseren Ende
Die Grün-Weißen kamen gut aus der Kabine und sorgten kurzzeitig für eine kleine Drangphase zu Beginn des zweiten Durchgangs. Der eingewechselte Lukas Griebsch kam nach einer Flanke von Fynn Seidel an den Ball, jedoch blockte Johannes Pistol seinen Schuss kurz vor der Linie (51.). Auf der Gegenseite parierte Böggemann einen Distanzschuss von Dejan Bozic (54.).
Es entwickelte sich mit zunehmender Spieldauer ein immer intensiveres Spiel mit vielen Zweikämpfen. Torchancen blieben eher Mangelware. Böggemann hatte kurzzeitig Probleme bei einem Damer-Freistoß, konnte diesen dann aber schlussendlich entschärfen (76.). Auf der anderen Seite brach der eingewechselte Stanley Ratifo nach einem Steckpass von Robin Friedrich durch, wurde aber im allerletzten Moment von Johannes Pistol beim Abschluss abgegrätscht (77.).
Kurz vor Schluss dann aber der späte Lucky-Punch für die Himmelblauen: Stockinger setzte Jonas Marx in Szene, der sich im Zweikampf mit Marc Enke durchsetzte, Luca Böggemann umkurvte und zum späten 1:0 für den CFC traf (86.). Die Chemiker waren um eine Antwort bemüht und warfen alles nach vorne, kam aber nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor. In der Nachspielzeit verhinderte Jean-Marie Nadjombe per Block gegen Marx den zweiten Gegentreffer (90+2.). Danach war Schluss.
Chemie verliert äußerst bitter beim Chemnitzer FC, jedoch war eine Steigerung im Vergleich zum Saisonauftakt erkennbar. Daran gilt es anzuknüpfen. Das nächste Ligaspiel ist am Freitag, den 22.08.2025 um 19 Uhr. Dann empfängt die BSG den SV Babelsberg 03. Vorher bestreiten die Chemiker noch ein Testspiel am Freitag, den 15.08.2025, gegen Drittligist Erzgebirge Aue. Anpfiff ist um 19 Uhr.
CHEMNITZER FC – BSG CHEMIE LEIPZIG 1:0 (0:0)
Chemnitzer FC: Daniel Adamczyk – Johannes Pistol, Felix Müller, Julius Bochmann, Martial Ekui – Niclas Erlbeck, Tobias Müller (MK, 61. Tobias Stockinger) – Leon Damer (68. Maurizio Grimaldi), Tom Baumgart (81. Artur Mergel), Domenico Alberico (81. Jonas Marx) – Dejan Bozic; Trainer: Benjamin Duda
BSG Chemie Leipzig: Luca Böggemann – Marc Enke, Julian Weigel (87. Julius Hoffmann), Philipp Wendt (80. Lorenz Hollenbach) – Jean-Marie Nadjombe, Janik Mäder (MK), Tim Kießling, Rajk Lisinski (46. Lukas Griebsch) – Fynn Seidel (58. Valon Aliji) – Robin Friedrich, Maxime Langner (58. Stanley Ratifo); Trainer: Adrian Alipour
Tore: 1:0 Jonas Marx (86.)
Gelbe Karten: Domenico Alberico, Dejan Bozic, Niclas Erlbeck / Marc Enke, Maxime Langner, Julian Weigel, Robin Friedrich, Tim Kießling, David Bergner (sportl. Leitung)
Schiedsrichter: Lukas Pilz (Halle), Max Kluge, Patrick Kluge, Christian Schlömann
Zuschauer: 8143 im eins-Stadion an der Gellertstraße (davon ca. 1500 Chemie-Fans)



