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Leutzscher Meisterschule zur Refinanzierung der originalen Meisterelf

By 15. Juni 2024Juli 5th, 2024No Comments

Die Betonfiguren unserer Meistermannschaft von 1964, die seit 1999 im Alfred-Kunze-Sportpark stehen, kennt Ihr natürlich alle. Vor Start der vergangenen Saison wurde den Spielern Alfred Kunze zur Seite gestellt. Künster Günter Schumann, der bei dieser Einweihung zu Besuch in Leutzsch war, hatte das Kunstwerk allerdings ursprünglich aus Pappelholz geschnitzt.

Diese originale Holzelf geht in den Besitz der BSG Chemie Leipzig über und so kann nicht nur ein Stück Fußball-, sondern auch Kulturgeschichte für die Nachwelt gesichert werden. Für die Refinanzierung haben 19 renommierte Leipziger Künstler*innen einzigartige Kunstwerke geschaffen, die unsere Vereinsgeschichte, den Zauber des Alfred-Kunze-Sportparks und die Leutzscher Fankultur aufgegriffen und präsentieren ihre Interpretation in handgedruckten Editionen, jede in einer limitierten Auflage von 64 Blättern.

Am Vorabend des Freundschaftsspiels gegen den 1. FC Union Berlin, am 5. Juli 2024, findet die Ausstellung dieser „Leutzscher Meisterschule“ unter der Tribüne im Alfred-Kunze-Sportpark statt. Vor Ort und anschließend im Fanshop habt Ihr die Chance, die limitierten Blätter für je 100,- € zu erwerben, Euch damit ein Stück Leutzscher Kunst und Geschichte zu sichern und gleichzeitig die Initiative zu unterstützen. Da der Leutzscher Meisterschule so einige große Namen zugehörig sind, freuen sich sicherlich nicht nur fußballliebende Kunstkenner*innen oder kunstinteressierte Fußballfans, sondern auch weitere Sammler*innen über diese Gelegenheit.

Bis dahin wollen wir Euch täglich ein Werk vorstellen. Beginnen werden wir mit dem Buch „Leutzsch 64“ von Clemens Meyer und Hans Aichinger, das bereits beim Festakt im Felsenkeller vorgestellt wurde. Auch das Buch ist ab dem 5. Juli 2024 erhältlich – für 19,64 €.

Seid gespannt!

Dass Chemie mehr ist als Fußball, ist uns allen bekannt. Es ist Familie, Freundschaft und Gemeinschaft. Aber eben auch Kunst und Kultur. Herzlichen Dank für diese besondere, kreative und wirklich hochkarätige Unterstützung!

Neuerscheinung „Leutzsch 64“

Genau 60 Jahre nach dem ersten Meistertitelgewinn der BSG Chemie Leipzig im Jahr 1964 haben Fans des Vereins ein Buch veröffentlicht. Der Titel: „Leutzsch 64“.Das Besondere dabei sind vier fiktive Geschichten des Leipziger Schriftstellers Clemens Meyer rund um den Fußball und die Geschichte im „Leutzscher Holz“. Illustriert wurden diese Anekdoten von dem Maler Hans Aichinger, ebenfalls aus der Messestadt. Die Zeichnungen fangen meisterhaft die Emotionen und Dynamik der Szenen des Buches ein. Jedes Bild zeichnet dabei eine eigene Geschichte und umrahmt damit die Texte wunderbar.

Das Buch ist nicht nur ein nostalgischer Rückblick auf die glorreichen Tage des Vereins, sondern auch ein Zeugnis der fortwährenden Begeisterung und Unterstützung der Fans, die den Geist von Chemie Leipzig bewahren. Es soll kommende (Fan)-Generationen inspirieren und ist ein lebendiges Dokument der unerschütterlichen Treue und des Gemeinschaftsgefühls, die diesen besonderen Verein prägen. Dieses Buch ist ein wertvolles Sammlerstück für jeden Fußballfan. Es erinnert uns daran, dass Fußball nicht nur ein Sport ist, sondern eine Quelle der Gemeinschaft, der Inspiration und der Hoffnung.

Das Fanbuch „Leutzsch 64“ in einer Auflage von 1964 Exemplaren ist ab dem 5. Juli 2024 auch über den Verein zu beziehen.

‚ALF – Der Außerirdische (Alfred Kunze – 1964) I’
Corinne von Lebusa und Moritz Schleime
24×30, High-End-Digitaldruck, 2024

Die gemeinsam geschaffene Arbeite ‚ALF – Der Außerirdische (Alfred Kunze – 1964) I’ von Corinne von Lebusa und Moritz Schleime ist eine eindrucksvolle Hommage an den legendären Trainer Alfred Kunze. Das Porträt vereint die Stile beider Künstler:innen zu einer harmonischen Komposition. Corinne von Lebusa bringt ihren unverwechselbaren, surrealen Stil ein, der durch ihre Zeichnungen bekannt ist. Moritz Schleime ergänzt das Werk mit der kraftvollen Darstellung der Fan-Stimmung und Fan-Hymnen der BSG, wodurch das Werk eine lebendige Dynamik erhält. Das Ergebnis der Symbiose zweier künstlerischer Handschriften ist eine bewegende Darstellung von Vereinsgeschichte und Fankultur.

Moritz Schleime studierte von 1998 bis 2004 Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Es ist eine bunte Fülle von Symbolik, die sich durch seine Werke zieht und von moderner Popkultur – Musik, Literatur und Kunstgeschichte, geprägt ist.

Corinne von Lebusa begann 1998 ihr Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und setzte es an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig fort, wo sie Meisterschülerin von Neo Rauch war. Lebusa ist bekannt als Vertreterin der zweiten Generation der „Neuen Leipziger Schule“.

‚Rückzieher’
Sebastian Gögel
40 x 30 cm, Linolschnitt, 2024

Sebastian Gögels Werke entführen die Betrachter in ein schwindelerregendes Labyrinth der menschlichen Psyche, durchdrungen von drastischen Szenarien und grotesken Protagonisten. Seine Zeichnungen, Malereien und Skulpturen faszinieren durch ihre kompromisslose Präzision und die schreckliche Schönheit, die sowohl anzieht als auch abstößt. Gögel schafft es, durch die Verwendung verschiedenster Materialien und Techniken, ambivalente Sinnbilder des universellen Kampfes um Form und Bedeutung zu kreieren, oft mit einem besonderen Sinn für grotesken Humor.

Für die BSG hat er einen dynamischen Linolschnitt eines Fallrückziehers geschaffen, der in seinem unverwechselbaren Stil gehalten ist, der an seine Tätowierungen erinnert. Neben seiner Arbeit auf Papier und Leinwand, ist Gögel auch als Tattoo-Künstler aktiv.

Sebastian Gögel wurde 1978 in Sonneberg geboren. Von 1997 bis 2005 studierte er Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo er im Jahr 2005 das Studium als Meisterschüler bei Professor Sighard Gille absolvierte.

www.sebgoegel.com

‚Jede Nacht träum ich von Chemie Leipzig‘
Anica Kehr und Henrike Pilz
50 x 40, Siebdruck, 2024

Die beiden Künstlerinnen Anica Kehr und Henrike Pilz arbeiteten zusammen und ließen die besondere Atmosphäre und die Fangesänge des Alfred-Kunze-Sportparks auf sich wirken. Im Siebdruck ‚Jede Nacht träum ich von Chemie Leipzig‘ verschmelzen ihre individuellen künstlerischen Ansätze auf völlig neue Art zu einer einzigartigen Arbeit, die von intensiver Emotion und atmosphärischer Tiefe geprägt ist.

Anica Kehr kombiniert in ihren Arbeiten meist Fotografien, spontane Schnappschüsse oder Scans mit Zitaten aus Filmen und Instagram-Affirmationen. In harmonischer Symbiose erinnert dieses Zusammenspiel von Bild und Wort bewusst an die tägliche Praxis des Instagram-Scrollens und eröffnet Kehr in ihrer künstlerischen Arbeit die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen.

Kehr schloss 2015 ihr Studium als Meisterschülerin bei Prof. Katharina Grosse an der Kunstakademie Düsseldorf ab und lebt in Leipzig.

Henrike Pilz‘ Zeichnungen bilden eigenständige Kunstwerke, die über klassische Formprinzipien hinausgehen. Sie arbeitet bewusst langsam und sorgfältig, wobei jede Handbewegung eine tiefe inhaltliche und formale Dichte in ihren Arbeiten erzeugt. Dieses langsame Zeichnen ermöglicht ihr, die geistige Grundlage hinter den visuellen Informationen sichtbar zu machen. Sie schloss ihr Studium 2015 als Meisterschülerin bei Ulrike Grossarth an der HfBK Dresden ab und lebt ebenfalls in Leipzig.

Für die BSG Chemie Leipzig haben die beiden Künstlerinnen einen wunderschönen Siebdruck geschaffen. Dieses Werk zeigt den bekannten Liedtext „Ich träume jede Nacht von Chemie Leipzig“, der fast geisterhaft über einem zarten Wirbelsturm zu schwebend scheint.

http://henrikepilz.com/

‚1964‘
Bond Truluv
30 x 40, Linolschnitt, 2024

Bond Truluv startete zu Beginn des neuen Jahrtausends seine Reise in die Welt des Graffiti-Schreibens und hat seitdem eine beeindruckende Bandbreite an kalligrafischen Ausdrucksformen und Stilen entwickelt. Seine Werke spiegeln seine ständige Suche nach Veränderung und sein Experimentieren mit verschiedenen Materialien und Techniken wider.

Als vielseitiger Multimedia-Künstler nutzt er Leinwände, Installationen, Videomapping und Langzeitbelichtungsfotografie. Kürzlich hat er als erster Graffiti-Künstler Augmented-Reality-Animationen in seine Arbeiten integriert, wodurch spektakulär lebendige Bilder entstehen, die Realität und Dimensionen verschmelzen lassen.

Für Chemie Leipzig hat Bond Truluv ein Werk geschaffen, das das Meisterjahr 1964 ehrt. Dieser Linolschnitt, der in seinem unverkennbaren, perspektivischen Stil gestaltet wurde, ist ein eindrucksvolles Zeugnis seiner künstlerischen Vision und Technik.

Nach dem Abschluss seines MA in Anthropologie im Jahr 2010 und einem Stipendium an der Universität der Künste (ISI) in Yogjakarta, Indonesien, reist er als internationaler Multimedia Artist weltweit von Wand zu Wand.

https://truluv.de

‚Betonelf’
Georg Brückmann
40 x 30 cm, Siebdruck, 2024

Mit Porträtfotografien der Betonskulpturen der Meisterelf mit Trainer Alfred Kunze versammelt der Künstler Georg Brückmann die Leutzscher Meister auf einer Kartei. Sie wirken fast wie kostbare Sticker in einem Sammelheft, eine Rarität aus vergangenen Zeiten. Diese spannende Mischung aus Fotografie und digitaler Kunst wurde im Siebdruckverfahren von Hand gedruckt.

Georg Brückmann arbeitet mit einem philosophischen Blickwinkel, sucht und findet Muster, Zusammenhänge und Kreisläufe und deckt Möglichkeiten sowie Unmöglichkeiten auf. Ein Schwerpunkt seines fotografischen Schaffens ist es, das realistische Erbe der Fotografie als Abbild der Wirklichkeit zu hinterfragen. Er fotografiert selbst erschaffene fiktive Räume, die offensichtlich konstruiert sind, und nutzt dabei realistische Fragmente zur Irritation des Betrachters. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er ausschließlich Referenzen zur Malerei, Skulptur und Installation sucht. Indem er an den Grenzen der Abbildbarkeit von Wirklichkeit arbeitet, befragt er das Medium Fotografie selbst und untersucht dessen Eigenschaften.

Georg Brückmann studierte ab 2001 Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie an der Universität-Gesamthochschule Essen. 2003 nahm er das Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig auf, das er 2009 mit einem Diplom mit Auszeichnung bei Tina Bara abschloss. Von 2009 bis 2012 folgte ein Meisterschülerstudium, das er ebenfalls bei Tina Bara absolvierte.

https://www.georg-brueckmann.de/

‚Spätromantik‘
Rigo Schmidt
30 x 40, Linolschnitt, 2024

Rigo Schmidt schuf mit seinem Werk „Spätromantik“ eine fesselnde und detaillierte Arbeit für Chemie Leipzig und beleuchtet dabei auch die Ultra-Fanszene. Neben den bekannten Fahnen der Ultras zeigt er in der Spiegelung der anonymisierenden Sonnenbrille auch das Polizeiaufgebot, das einige Spiele begleitet. Durch diese Darstellung offenbart er die rauere Seite der Spieltage und fängt die vielschichtige Atmosphäre der Fußballkultur ein.

Von 1996 bis 2004 studierte Rigo Schmidt Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig bei Professor Arno Rink. Heute lebt und arbeitet er in Leipzig und untersucht in seiner Malerei die Beziehung der Menschheit zur Natur und die Versuche, sich durch Kultur und Wissenschaft abzugrenzen.
Seine Werke reflektieren die konstruierte Natur der wissenschaftlichen Weltanschauung und die Inszenierung von Objekten in Museen. Er verwendet kleine, fein gearbeitete Formate, um die Beobachtung der Beobachtung zu thematisieren und die Darstellung von Realität als suggestiven Trick zu hinterfragen. Schmidts Malerei zeigt, wie die Menschheit durch die Domestizierung der Natur versucht, sich ein Bild zu machen und dieses als eigene Darstellung präsentiert.

‚Chemie’
Christoph Ruckhäberle
30 x 40, Tusche auf Büttenpapier, 2024

Christoph Ruckhäberle schuf für Chemie Leipzig eine 64er Auflage von handgezeichneten Tuschezeichnungen. In seinem unverkennbaren Stil zeichnete er immer das gleiche Motiv eines dynamischen Fußballspielers in Komposition mit einem Ball. Jede Zeichnung dieser Edition variiert leicht, wodurch jedes Blatt einzigartig ist und individuelle Nuancen aufweist.

Ruckhäberles Werke zeichnen sich durch eine figürliche Malweise aus, die oft mit geometrischen Mustern und intensiven Farbkontrasten kombiniert wird.
Seine Bilder erinnern an die Ästhetik der 1920er und 1930er Jahre, sind jedoch stark durch eine zeitgenössische Perspektive geprägt. Die dargestellten Szenen wirken auf den ersten Blick alltäglich, doch bei genauerer Betrachtung offenbaren sie komplexe Geschichten und zwischenmenschliche Dynamiken.
Seine Arbeiten wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt und sind in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

Ruckhäberle absolvierte ein Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) bei Professor Arno Rink, einer der zentralen Figuren der sogenannten ”Neuen Leipziger Schule“.

‚The kicked one’
Ruth Unger
56×39, Prägung, 2024

Die Leipziger Künstlerin Ruth Unger schuf für Chemie Leipzig eine Prägung in einer 64er Auflage. Dabei experimentierte sie mit Fragmenten eines echten Fußballs, um dessen einzigartige Struktur als Basis ihrer Maske ”The Kicked One” zu transformieren und als Relief auf Papier abzubilden. Diese minimalistische Maske, bestehend aus einfachen Formen und Punkten, die ein Gesicht andeuten, verwendet Unger regelmäßig als Ausgangspunkt ihrer Arbeit.

In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sich Ruth Unger vor allem mit alltäglichen Oberflächen und Sehgewohnheiten. Sie imitiert, setzt neu zusammen und verfremdet diese, indem sie Materialien aus ihrer unmittelbaren Umgebung verwendet. Diese Herangehensweise nutzt sie, um gesellschaftspolitische und religiöse Themen zu behandeln und sie als fragiles Konstrukt darzustellen. Ungers Werk bewegt sich zwischen Tradition, Trash und Schatz, reflektiert dabei eine Gesellschaft in Bewegung und zeigt die Schnittstellen eines kollektiven Weltverständnisses auf.

Ruth Unger studierte ab 2011 Bildhauerei bei Prof. Carl Emanuel Wolff an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und schloss ihr Studium 2021 als Meisterschülerin ab. Während ihrer Studienjahre entwickelte sie eine lebendige Bildsprache, die zwischen einengender Konformität und energetischem Ausbruch oszilliert.

‚Feld’
Peter Busch
40 x 30, Linolschnitt, 2024

Ein besonderes Werk von Peter Busch ist der Linolschnitt mit dem Titel ”Feld”. Dieses Werk zeigt einen Fußballspieler, der mit dem Rücken zum Betrachter steht und über das Spielfeld auf ein Tor blickt. Die horizontalen Linien dominieren den Bildraum und geben in Kombination mit der präzisen Setzung von Licht und Schatten eine besondere Tiefe.

Buschs Werke zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Kombination aus figurativer Malerei und surrealen Elementen aus. Seine Bilder sind oft von einer geheimnisvollen Atmosphäre durchdrungen und laden den Betrachter dazu ein, in komplexe, narrativ dichte Szenen einzutauchen. Typisch für seine Kunst ist die intensive Farbgebung und der Einsatz von Licht und Schatten.

Ein zentrales Thema in Peter Buschs Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit menschlichen Beziehungen und gesellschaftlichen Strukturen. Durch seine Werke hinterfragt er traditionelle Rollenmuster und öffnet den Raum für neue Perspektiven und Interpretationen.

Peter Busch begann 1992 sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo er bei Professor Arno Rink und später bei Neo Rauch studierte. Er schloss sein Studium 1999 als Meisterschüler ab und gehört zur ersten Generation der „Neuen Leipziger Schule“.

’Leichtkraft’
Ulf Puder
36,3 x 31, Fine Art Print, 2024

Ulf Puder zeigt in seiner Arbeit einen kleinen Schuss für einen Menschen. Dass dieser im Fußball die ganze Welt bewegen kann, ist kein Geheimnis. Seine Zeichnung „Leichtkraft“ erscheint als Fine Art Print in einer limitierten Auflage von 64 Exemplaren.

Ulf Puders Werke sind meist in eine Landschaft eingebettet und zeigen Objekte wie Häuser, Garagen, Tunnel, Stege und Wäscheleinen. Architektur und Gebrauchsgegenstände verdrängen das Natürliche, doch die vermeintliche Kühle des Funktionell-Rationalen wird durch die malerisch freie Ausführung gemildert. Sichtbare Pinselstriche und oft durchschimmernde Leinwand verleihen seinen Werken eine besondere Tiefe. Die weichen Farben mildern den Gegensatz von Industrie und Natur und versöhnen mit dem Geometrisch-Zweckmäßigen, während der Kontrast aus harten Umrissen und warmer Farbgebung seinen Bildern ihren einzigartigen Reiz verleiht.

Ulf Puder studierte von 1984 bis 1992 Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Dietrich Burger und Bernhard Heisig. Nach seinem Abschluss folgte 1992 ein Meisterstudium an derselben Hochschule. Heute lebt und arbeitet Ulf Puder in Leipzig.

o.T.
Peter Fahr
21 x 27, Fine Art Print, 2024

Peter Fahr ist ein freischaffender Künstler und Tätowierer, der in Leipzig lebt und arbeitet. Bekannt für seine surrealistischen Tattoos und Kunstwerke in einer markanten schwarz-rosanen Farbgebung, hat er für die Chemie Leipzig eine beeindruckende Malerei geschaffen, die als Fine Art Print in einer signierten 64er Auflage erscheint.

Das Werk zeigt zwölf Blöcke, die in ihrer Abstufung an die Fans auf der Tribüne, gleichzeitig aber auch an eine Mannschaft samt Trainer erinnern. Diese Blöcke stehen in einem dichten Block auf dem Spielfeld und sind „unterirdisch“ miteinander verbunden, was symbolisiert, dass alle „aus dem gleichen Holz geschnitzt“ sind. Fahr bringt in seinem Werk prägnant zum Ausdruck, was einen Verein ausmacht: Zusammenhalt.

Seine surrealen Werke zieren nicht nur die Wände in Berlin und Leipzig, sondern sind auch als Tattoos sehr gefragt. Geprägt von einer Kombination aus detaillierter Zeichnung und experimentellen Techniken zeigen seine Kunstwerke oft alltägliche Szenen, die durch überraschende Elemente und ungewöhnliche Perspektiven verfremdet werden. Durch den Einsatz verschiedener Materialien und Techniken schafft er Werke, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch konzeptuell tiefgründig sind.

https://www.peterfahr.de/

‚ALF – Der Außerirdische (Alfred Kunze – 1964) II’
Corinne von Lebusa und Moritz Schleime
20×28, High-End Digitaldruck, 2024

Eine Arbeit von Corinne von Lebusa und Moritz Schleime haben wir bereits vorgestellt. Auch ihr zweites Porträt von Alfred Kunze ist eine beeindruckende Hommage an den legendären Trainer. Das Werk vereint die charakteristischen Stile beider Künstler zu einer harmonischen Komposition.

Corinne von Lebusa bringt ihren unverwechselbaren, surrealen Stil ein, der durch ihre Zeichnungen bekannt ist. Moritz Schleime ergänzt das Werk mit kraftvollen Darstellungen der Fan-Stimmung und Hymnen der BSG, wodurch das Bild eine lebendige Dynamik erhält. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine bewegende Darstellung von Vereinsgeschichte und Fankultur.

Moritz Schleime studierte von 1998 bis 2004 Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Es ist eine bunte Fülle von Symbolik, die sich durch seine Werke zieht und von moderner Popkultur – Musik, Literatur und Kunstgeschichte, geprägt ist.

Corinne von Lebusa begann 1998 ihr Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und setzte es an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig fort, wo sie Meisterschülerin von Neo Rauch war. Lebusa ist bekannt als Vertreterin der zweiten Generation der „Neuen Leipziger Schule“.

https://www.corinnevonlebusa.de/
https://www.instagram.com/moritzschleime/

‚Eckfähnchen‘
David Schnell
40 x 30, Linoldruck, 2024

David Schnells Malerei reflektiert die Formen einer Natur, die von unserer urbanen Umgebung durchdrungen wird. Architektonische Elemente dominieren die Bildfläche der Landschaften, wobei sie entweder subtil oder deutlich in Erscheinung treten.

Er präsentiert eine abstrahierte Natur, die sich jenseits jeglicher Wiedererkennbarkeit oder konkreter Erfahrungen befindet. Diese Abstraktion zeigt sich in der malerischen Auflösung architektonischer Strukturen und den oft konkurrierenden Fluchtpunkten.
Das Verfremden, Auflösen, Zersetzen und anschließende Verbinden charakterisiert sein prozesshaftes Vorgehen.

Auch der Linoldruck für Chemie Leipzig folgt diesem Ansatz. Der Norddamm mit den wehenden Fahnen des Spieltages wird verfremdet, aufgelöst und neu zusammengesetzt, wodurch ein dynamisches, flirrendes Werk entsteht.

1995 begann David Schnell sein Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, das er 2000 abschloss. Von 2000 bis 2002 war er Meisterschüler bei Arno Rink und zählt zur ersten Generation der „Neuen Leipziger Schule“.

’90‘ Nord Damm‘
Matthias Weischer
30 x 36,5, Fine Art Print, 2024

Matthias Weischers Kunst bewegt sich zwischen abstrakter und gegenständlicher Malerei. Für die BSG schuf er einen Fine Art Print in einer limitierten Auflage von 64 Exemplaren, der den Alfred-Kunze-Sportpark aus einer faszinierenden Perspektive zeigt. In seinem unverkennbaren Stil fängt Weischer das Stadion während eines Spiels ein.

Weischers Gemälde entstanden oft als menschenleere, bühnenartige Innenräume in ungewöhnlichen Perspektiven, verfremdet durch abstrakte Elemente. Mobiliar, Alltagsobjekte und großflächige Dekore erinnern stilistisch und farblich an die 1950er und 1960er Jahre. Die collageartigen Elemente seiner Werke gehen komplexe, mehrdeutige Beziehungen ein und haben oft Zitatcharakter. Seine konstruierten Interieurs weichen zunehmend offenen Raumdarstellungen in kleineren Formaten mit helleren Farben, in denen natürliche und künstliche Elemente sowie fiktiver und realer Raum ineinander übergehen. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören auch skulpturale Arrangements.

1995 begann er sein Malerei-/Grafikstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB), das er 2000 mit dem Diplom abschloss. Von 2000 bis 2003 war er Meisterschüler bei Sighard Gille und gehört zur ersten Generation der „Neuen Leipziger Schule“.

‚Chemie‘
Paule Hammer
30 x 40, Linolschnitt, 2024

Paule Hammers künstlerische Arbeiten sind oft Teil umfangreicher und großdimensionierter Installationen. Sein Werk umfasst Malerei, Installation und eine komplexe Auseinandersetzung mit Sprache und Musik. Eine besondere Grundlage seiner Kunst sind seine handschriftlich geführten, umfangreichen Aufzeichnungen, die seit Jahren entstehen. Mit der in seinen Werken stets präsenten Schrift erweitert Hammer den Erzählraum seiner Kunst und erhöht deren Komplexität.

Für Chemie Leipzig schuf Hammer eine Druckgrafik, die Chemie als eine Pille darstellt, die zwischen Fingern und Lippen präsentiert wird und gleich eingeworfen werden soll.

Hammer begann 1997 sein Malerei-/Grafikstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der Fachklasse bei Sighard Gille und schloss es 2002 mit dem Diplom ab. Von 2002 bis 2004 war er Meisterschüler bei Sighard Gille.

Seit 2010 ist Paule Hammer neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch Dozent für Zeichnen und Naturstudium im Fachbereich Buchkunst/Grafikdesign an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

https://paule-hammer.de/

‚12‘
Frank Moll
39 x 28, Lithografie, 2024

Frank Moll eignet sich die nüchterne und konkrete Ästhetik statistischer Datensätze an, die er in Diagrammen und Graphen visualisiert. Oft dominieren einzelne, monochrome Striche die gesamte Leinwandoberfläche und versperren den Blick auf etwaige Hintergründe. Über diese Linien dokumentiert und konserviert Moll die Zeit, die im Kollektiv eine große Gesamtkomposition bildet. Der Inhalt der Statistiken bleibt dem Betrachter meist verborgen, doch die Präsenz dieser Daten bleibt stets beim Werk. Moll erfindet keine fiktiven Datenwerte, sondern überträgt persönliche Konstruktionen, die den Rhythmus und Zyklus des alltäglichen Lebens definieren, in seine Bilder. Dadurch fungieren seine Werke als subjektiver und intimer Spiegel seiner Existenz.

Auch in seiner Arbeit für Chemie Leipzig bleibt Moll seiner Methode treu. Die 12 Säulen, die auf seiner Lithografie zu sehen sind, stellen die Größen der Spieler der Meistermannschaft sowie des Trainers Alfred Kunze dar. Mitunter treten die Striche in Molls Arbeiten sehr reduziert auf und lassen dem Hintergrund Raum. Dessen atmosphärischer, freier Charakter tritt in Dialog und Kontrast zur exakten Vordergrundstruktur.

Frank Moll absolvierte 2019 seinen Meisterschüler bei Gregor Hildebrandt an der Akademie der Bildenden Künste (AdBK) München. Zuvor studierte er als Gasthörer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig und absolvierte 2015 seinen Abschluss in Malerei an der AdBK München. Heute lebt und arbeitet Frank Moll in Leipzig und München.

www.frank-moll.de

o.T.
Bernhard Martin
30 x 40, Offsetdruck, 2024

Bernhard Martin, geboren in Hannover, verlegte 2014 sein Atelier von London nach Berlin, wo er seither lebt und arbeitet.

Für die BSG schuf er einen Offsetdruck, der auf humoristische Weise die Verbindung von Kunst und Fußball thematisiert. Das Werk zeigt eine Ateliersituation – einen Künstler, der die Meistermannschaft auf einem Gemälde verewigt.

Martins Kunst, zu der vor allem Ölmalerei, Skulpturen und Buntstiftzeichnungen gehören, verbindet Bildmaterial aus Kunstgeschichte und Popkultur in surrealen Kompositionen, in denen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen. Seine komplexen Erzählstrukturen, beeinflusst von verschiedenen Quellen, versetzen den Betrachter in eine alternative Welt. Hierin unternimmt er eine tief persönliche Dekonstruktion des Mediums. Seine Gemälde lassen sich als psychologisch-philosophische Beobachtungen lesen, in denen der Künstler seine Sicht auf Technologie, Umwelt, Geschlechter- und Klassenverhältnisse, Politik und Wirtschaft darstellt, ohne zu moralisieren.

Von 1983 bis 1989 studierte Martin an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel und absolvierte sein Diplom bei Harry Kramer. Er war Gastprofessor an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, in der Villa Arson in Nizza und an der Haute École d’Art et de Design Genève.

‚Blick auf Leutzsch‘
Jurek Rotha
56,5 x 73, Lithografie auf Büttenpapier, 2024

Jurek Rotha lebt und arbeitet in Leipzig und ist seit 1988 autodidaktisch als Künstler tätig. In seinem Atelier in Leutzsch widmete er sich über Jahre hinweg gegenständlichen Themen, wobei er heruntergekommene Industriegebäude und Zivilisationsabfall zum Thema wählte. Verwüstete Räume, zerfledderte Fassaden und hinterlassener Müll sind wiederholt in seinen Gemälden zu finden. Für die BSG schuf Rotha eine Lithografie, die dasselbe Motiv wie sein versteigertes Ölbild „Im Flutlicht“ aufgreift. Das Motiv, das von seinem Atelierfenster aus zu sehen ist, zeigt die historischen Fabrikgelände Leutzschs mit einem präsenten Graffiti, das den Stadtteil mit „Chemie“ markiert.

Rothas jüngste Arbeiten zeigen morbide Bildwelten und Landschaftsporträts, die die Schlucht zwischen Aversion und Affektion erkunden und feine Brücken schlagen. Proportionsverschiebungen, Verzerrungen, Verschachtelungen, Zerfall und Wiedergeburt prägen seine Werke. Akribische Gesten, oft wie einem stillen Plan folgend, flirren in dämmrigen Kompositionen, die einen ungewissen Umbruch anzudeuten scheinen. Maschinen, Tiere, Menschen, Dinge und Landschaften sind sowohl in ihrer Eindeutigkeit klar als auch in ihren Attributen bis zur Abstaktion aufgelöst.

https://www.jurekrotha.de/

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