Die Chemiker um Cyrill Akono feierten gegen Eilenburg den sechsten Sieg in Serie und damit den Klassenerhalt. (Foto: Christian Donner)
Unsere BSG hat dank des sechsten Sieges in Folge den Klassenerhalt erreicht. In einem turbulenten wie ansehnlichen Spiel behielten die Fünfeckträger die Punkte in Leutzsch. Somit sahen die 4999 Zuschauer:innen im ausverkauftem Alfred-Kunze-Sportpark ein 3:2 (2:1) zwischen der BSG Chemie Leipzig und dem FC Eilenburg.
Fünf Tage nach dem furiosen 4:0-Auswärtserfolg in Meuselwitz konnten die Chemiker mit einem Sieg gegen Eilenburg das große Ziel, den Klassenerhalt, auch rechnerisch erreichen. Die Gäste von der Mulde wollten nach einer 0:6-Niederlage gegen Greifswald für Wiedergutmachung sorgen. Im Vergleich zum Spiel in Meuselwitz nahm Alexander Schmidt eine Änderung vor: Kay Seidemann ersetzte den gesperrten Tim Kießling.
Dominante erste Hälfte
Die Grün-Weißen begannen schwungvoll und belohnten sich direkt: Nils Lihsek zirkelte einen Freistoß aus etwa 25 Metern in den Winkel – ein absolutes Traumtor (8.)! Fast wäre der BSG der Doppelschlag gelungen, aber Kay Seidemann scheiterte an Niclas Edelmann (11.).
Auch im Anschluss blieben die Chemiker die gefährlichere Mannschaft. Tim Hoops köpfte nach einer Ecke knapp daneben (22.), auf der Gegenseite landete ein Abschluss von Adrian Jarosch am Außennetz (23.). Kurz darauf erhöhte Chemie: Nach einem Fehler im Aufbau der Gäste traf Cyrill Akono zum 2:0 (32.).
Nach dem Treffer wurden die Eilenburger agiler und trafen kurz vor der Pause: Marcus Niemitz setzte sich auf der linken Seite durch und erzielte aus spitzem Winkel den Anschlusstreffer (43.). Danach ging es in die Pause.
Wilder Schlagabtausch in Durchgang zwei
Die Partie verlor auch nach der Pause nicht an Intensität und knüpfte nahtlos an die chancenreiche erste Hälfte an. Stanley Ratifo gelang fast der dritte Treffer für die BSG, aber Edelmann parierte glänzend kurz vor der Linie (49.). Auf der anderen Seite ging ein Schlenzer von Moritz Kretzer knapp daneben (55.).
Nach etwas mehr als einer Stunde erhöhte Chemie den Druck. Erst scheiterte Akono aus guter Position an Edelmann (62.), dann köpfte Hoops einen Freistoß von Fynn Seidel an die Latte (67.). Etwas später gelang dann aber der BSG der Treffer: Nach einem Foul von Timo Mauer gab es Elfmeter für Chemie. Ratifo verwandelte diesen souverän zum 3:1 (74.).
In den Schlussminuten spielten die Fünfeckträger befreit auf und hatten mehrere gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Erst parierte Edelmann einen Schlenzer von Valon Aliji (80.), dann war der Eilenburger Keeper gleich doppelt zur Stelle: Zuerst gegen den eingewechselten Julius Hoffmann und kurz danach bei einem Distanzschuss von Aliji (84.). Die Gäste aus Eilenburger kamen aber doch noch zum erneuten Anschlusstreffer: Niemitz setzte den eingewechselten Corvin Kosak in Szene, der frei vor Marcel Bergmann zum 3:2 traf (88.). Chemie musste noch kurz zittern, brachte aber die Führung über die Ziellinie.
Damit konnten die Chemiker nicht nur zum sechsten Mal in Serie dreifach punkten, sondern auch den Klassenerhalt feiern. Ein überragender Lauf zum Saisonende sorgte für den frühzeitigen Klassenerhalt. Auch die sechs Siege in Folge sind in der Regionalliga ein neuer Rekord für die Leutzscher. Das nächste Spiel der BSG ist kommenden Samstag, den 16.05.2026. Dann sind die Chemiker zum Saisonabschluss beim FSV Zwickau gefordert. Anpfiff ist um 14 Uhr.
BSG CHEMIE LEIPZIG – FC EILENBURG 3:2 (2:1)
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Julian Bell, Marc Enke, Tim Hoops, Philipp Wendt (MK) – Kay Seidemann (58. Julius Hoffmann), Nils Lihsek, Fynn Seidel, Valon Aliji – Cyrill Akono (64. Jean-Marie Nadjombe), Stanley Ratifo (75. Janik Mäder); Trainer: Alexander Schmidt
FC Eilenburg: Niclas Edelmann – Patrick Aguilar (75. Kurt Pestel), Adrian Jarosch (46. Corvin Kosak), Vincent Zaruba, Lukas Griebsch – Franco Schädlich (57. Nick Poser), Tom Weiß (MK), Moritz Kretzer, Marcus Niemitz – Noah Baumann (75. Aaron Henkel), Timo Mauer; Trainer: Karsten Oswald
Tore: 1:0 Nils Lihsek (8.), 2:0 Cyrill Akono (32.), 2:1 Marcus Niemitz (43.), 3:1 Stanley Ratifo (74. Foulelfmeter), 3:2 Corvin Kosak (88.)
Gelbe Karten: Julian Bell, Nils Lihsek, Philipp Wendt (gesperrt beim FSV Zwickau), Marc Enke, Fynn Seidel / Tom Weiß, Moritz Kretzer, Patrick Aguilar, Vincent Zaruba
Schiedsrichter: Franziska Wildfeuer (Viehtach), Matthias Lämmchen, Lucas Leihkauf
Zuschauer: 4999 im Alfred-Kunze-Sportpark (davon ca. 50 Gäste-Fans)



