100 Jahre alt wäre heute unser ehemaliger Meisterspieler Heinz Fröhlich geworden.
Mit der legendären Mannschaft um Rose, Brembach und Busch wurde der Mittelfeldspieler 1951 DDR-Meister mit der BSG Chemie.
Vor dem Zweiten Weltkrieg spielte er als Jugendlicher bei der Spielvereinigung Leipzig, die 1945 zur Sportgemeinschaft Lindenau-Hafen wurde. Als 1948 die SG in der neu gegründeten Zentralen Sportgemeinschaft Industrie Leipzig aufging, kam Fröhlich nach Leutzsch. Ein Jahr später gewann die Mannschaft die DDR-Fußballmeisterschaft. Heinz Fröhlich wurde in allen 36 Meisterschaftsspielen eingesetzt und erzielte als linker Halbstürmer sieben Treffer.
Im Jahr darauf eroberten die Chemiker den 3. Platz in der Meisterschaft.
SED-Mitglied Heinz Fröhlich gehörte dann im Dezember 1952 zu den sieben Chemie-Spielern, die sich der Mannschaft von Vorwärts Leipzig anschlossen. Später wurde das Team nach Berlin versetzt und stieg aus der Oberliga ab. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg holte Vorwärts auch den FDGB-Pokal, beim 2:1 über Motor Zwickau erzielte Fröhlich per Elfmeter das Siegtor.
1954 kehrte Fröhlich zurück nach Leipzig und schloss sich dem SC Lokomotive an, der nun anstelle der herabgestuften BSG Chemie in der Oberliga spielte. Am 22. Dezember 1957 stand er zum zweiten Mal in seiner Karriere in einem Pokalendspiel, und wieder erzielte er per Elfmeter das 2:1-Siegtor, diesmal gegen Empor Rostock. 1960 beendete er im Alter von 34 Jahren seine Karriere mit 211 Oberligaspielen, in denen er 50 Tore erzielte. Zudem absolvierte er zwei Länderspiele für die DDR.
Nach seiner Fußballerkarriere studierte er an der Moskauer Lomonossow-Universität Staatswissenschaften und wurde später in Leipzig zum 1. Sekretär der SED-Stadtleitung berufen. In dieser Position, die er lange Jahre bekleidete, war er der wichtigste Entscheidungsträger der zweitgrößten Stadt der DDR.
Mein Opa, der rote Fußballer



