Foto: Moritz Heidenblut
Die Chemiker haben den ersten Ligasieg der Saison eingefahren. Beim Aufsteiger Tasmania Berlin erwiesen sich die Fünfeckträger in einem torreichen Spiel als die effizientere Mannschaft. Somit sahen die 1968 Zuschauer:innen im Werner-Seelenbinder-Sportpark von Neukölln ein torreiches 2:5 (2:3).
Fünf Tage nach dem späten Punkt gegen den FSV Zwickau wollten die Chemiker ihren Schwung beibehalten und bei Tasmania Berlin den ersten Ligasieg feiern. Auch der Aufsteiger aus der Hauptstadt erwischte einen schwierigen Saisonstart. Im Vergleich zum 2:2 gegen Zwickau änderte Alexander Schmidt seine Elf: Luis Jakobi lief von Beginn an auf, David Pfeil nahm auf der Bank Platz.
Torreigen in Halbzeit eins
Die Partie begann mit einer einminütigen Protestaktion gegen die gescheiterte Regionalliga-Reform. Danach übernahmen die Leutzscher aber sofort das Zepter. Der erste Abschluss gehörte Malick Sanogo, der an Mateusz Mika scheiterte (7.). Die anschließende Ecke führten die Chemiker kurz aus: Elias Kratzer drang in den Strafraum ein und gab an der Grundlinie in den Rückraum zu Darijan Silic, der den Ball ins Tor hämmerte (8.)!
Auch danach blieben die Grün-Weißen weiterhin druckvoll und ließen Tasmania kaum Platz zur Entfaltung. Nach einem hohen Ballgewinn steckte Silic auf Sanogo durch, der mit einem gekonnten Haken seinen Gegenspieler stehen ließ und ins lange Eck traf – 2:0 Chemie (15.)! Fast wäre der BSG sogar der dritte Treffer gelungen, aber Mika rettete im letzten Moment gegen Hoops (17.).
Die Chemiker hatten das Spielgeschehen fest unter Kontrolle, aber Tasmania kam wie aus dem Nichts zurück: Nach einem Fehler im Aufbauspiel traf Jamilu Collins zum Anschluss (21.). Der Treffer sorgte für Rückenwind bei den Hausherren: Erst scheiterte Konstantinos Grigoriadis aus der Distanz an Marcel Bergmann (25.), dann grätschte Philipp Wendt im letzten Moment Erich Berko ab (35.).
Kurz vor der Pause gab es dann aber Elfmeter für Chemie: Philipp Kühn wurde im Strafraum gelegt. Willi Reincke verwandelte souverän für die BSG (44.). Allerdings blieb dies nicht der letzte Treffer im ersten Durchgang: Nach einer Flanke von Youssef Labbouz setzte sich Berko mit beiden Armen gegen Hoops durch und köpfte zum erneuten Anschlusstreffer ein (45.). Die letzte Szene in der ersten Hälfte.
Tasmania drückt, Chemie kontert
Im zweiten Durchgang drängten die Gastgeber auf den Ausgleich. Chemie kam in dieser Phase kaum aus der eigenen Hälfte. Jedoch hatten die Chemiker die große Chance auf den nächsten Treffer, allerdings scheiterte der eingewechselte Rudolf Sanin an Mika (65.). Auf der Gegenseite verzog Ex-Chemiker Rintaro Yajima nur knapp aus der Distanz (67.). Die anschließende Ecke köpfte Fatih Baca am Tor vorbei (67.).
In den Schlussminuten nahm der Druck der Berliner immer mehr zu. Der eingewechselte Abdulkadir Beyazit schoss aus Nahdistanz über das Tor (74.). Auf der anderen Seite sorgte Chemie für klarere Verhältnisse: Einen Einwurf von Wendt verlängerte Marc Enke auf Kühn, der den Ball per Fallrückzieher artistisch ins Tor beförderte (84.)!
Den Schlusspunkt setzten die Leutzscher in der Nachspielzeit: Der eingewechselte Valon Aliji legte im Anschluss eines Konters zielgenau auf Kühn ab, der Mika aus Nahdistanz keine Chance ließ – 5:2 Chemie (90.+5)! Gleichzeitig war das der Endstand.
Die BSG feierte einen am Ende verdienten Sieg beim Aufsteiger aus Berlin-Neukölln. Vor allem offensiv zeigten sich die Grün-Weißen torhungrig und erspielten sich viele Chancen. Das nächste Spiel der Chemiker ist bereits kommenden Sonntag, den 20.09.2026. Dann empfängt die BSG den Chemnitzer FC. Anpfiff im Alfred-Kunze-Sportpark ist um 18 Uhr.
SV TASMANIA BERLIN – BSG CHEMIE LEIPZIG 2:5 (2:3)
SV Tasmania Berlin: Mateusz Mika (MK) – Felix Rehder, Kerem Yayla, Fatih Baca, Youssef Labbouz (84. Amar Numic) – Luka Janes (80. Tahsin Cakmak), Rintaro Yajima – Konstantinos Grigoriadis (57. Pedro Vitor), Jamilu Collins, Shean Mensah – Erich Berko (57. Abdulkadir Beyazit); Trainer: Pardis Fardjad-Azad
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Rajk Lisinski (72. Julius Hoffmann), Marc Enke, Tim Hoops, Philipp Wendt (MK) – Darijan Silic, Luis Jakobi (46. Rudolf Sanin), Willi Reincke (59. Valon Aliji) – Malick Sanogo (66. Bradley Lokilo), Philipp Kühn, Elias Kratzer (66. Robin Friedrich); Trainer: Alexander Schmidt
Tore: 0:1 Darijan Silic (8.), 0:2 Malick Sanogo (15.), 1:2 Jamilu Collins (21.), 1:3 Willi Reincke (44., FE.), 2:3 Erich Berko (45.), 2:4 Philipp Kühn (84.), 2:5 Philipp Kühn (90.+5)
Gelbe Karten: Konstantinos Grigoriadis, Amar Numic / Philipp Wendt, Marc Enke, Robin Friedrich
Schiedsrichter: Marvin Tennes (Hamburg), Andy Stolz, Lennard Jasper Brenmoehl
Zuschauer: 1968 im Werner-Seelenbinder-Sportpark Berlin (davon ca. 900 Chemie-Fans)


