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Doppelschlag in den Schlussminuten: Chemie dreht Spiel gegen Chemnitz!

By 5. März 2026No Comments

Foto: André L.

Die Chemiker haben den ersten Sieg im Jahr 2026 eingefahren! Im Sachsenduell gegen den Chemnitzer FC liefen die Fünfeckträger lange einem Rückstand hinterher, ehe zwei späte Treffer für die ersten drei Punkte unter der Leitung von Alexander Schmidt sorgten. Somit sahen die 4999 Zuschauer:innen im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark ein 2:1 (0:1) zwischen Chemie und dem Chemnitzer FC.

Nach der enttäuschenden 0:2-Pleite gegen den Halleschen FC waren die Grün-Weißen direkt gegen das nächste formstarke Team gefordert. Mit dem Chemnitzer FC empfing man eine Mannschaft, die im neuen Jahr bisher jedes Spiel gewann und somit mit gehörig Selbstvertrauen nach Leutzsch reiste. Um die Serie der Himmelblauen zu beenden, änderte Alexander Schmidt seine Elf auf drei Positionen: Rudolf Sanin, Maxime Langner und Janik Mäder begannen für Tim Hoops, Lorenz Hollenbach (Gelbsperre) und Cyrill Akono.

Bitteres Eigentor bringt Chemie in Rückstand

Die Gäste aus Chemnitz nahmen ihren Schwung aus den letzten Spielen mit und begannen die Partie direkt druckvoll. Erst parierte Marcel Bergmann einen Freistoß von Leon Damer per Flugeinlage (4.), dann lag der Ball im chemischen Netz: Eine Flanke von Maurizio Grimaldi prallte von Julian Bells Kopf, der nur seinen Gegenspieler im Visier hatte, unhaltbar in den Winkel des eigenen Tores (10.).

Chemie war sichtlich damit beschäftigt, sich von diesem kuriosen Gegentreffer zu erholen. Erst nach knapp einer halben Stunden zeigten die Leutzscher Akzente in der Offensive. Nils Lihsek fehlte nicht viel bei seinem Distanzschuss (29.), auch Stanley Ratifo köpfte knapp über den Kasten (38.). Große Aufregung kurz vor der Pause: Janik Mäder ließ den heranstürmenden Niclas Walther aussteigen und wurde von diesem getroffen. Doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm, sehr zum Unmut der Anhänger auf den Rängen. Danach war Pause.

Per Elfmeter und Distanzhammer zum Sieg

Die Himmelblauen hatten auch im zweiten Durchgang die erste Aktion: Grimaldi legte sich den Ball artistisch selbst vor und legte das Spielgerät danach knapp am langen Pfosten vorbei (51.). Auf der Gegenseite wurde Fynn Seidel nach einer Ecke beim Abschluss geblockt (64.).

Wenig später schwächte sich der CFC selbst: Tom Baumgart sah nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte (67.). Von nun an nahm der Druck der BSG im Minutentakt zu. Zweimal kam Ratifo nach einer Flanke zum Kopfball. Erst ging der Ball drüber (76.), dann senkte sich sein Abschluss hinter das Kreuzeck (79.). Auch Kay Seidemann fehlte kurz danach bei seinem Abschluss das nötige Glück (81.).

Vier Minuten später wurde Ratifo im Strafraum vom eingewechselten Felix Müller gezogen – Elfmeter! Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher (85.). Chemie wollte nun mehr – und erreichte das auch! Rudolf Sanin eroberte den Ball am gegnerischen Sechzehner, drehte sich und zog wuchtig ab – der Ball flatterte ins untere, linke Eck (87.)!

Danach Ekstase pur! Die Leutzscher brachten den Vorsprung über die Zeit und fuhren die immens wichtigen drei Punkte ein!

Vor allem im zweiten Durchgang ließen die Chemiker ihr Herz auf den Rasen und kämpften sich in das Spiel. Am Ende brachte ein Doppelschlag inklusive erstem Chemie-Tor für Rudolf Sanin die ersehnten drei Punkte. Bereits kommenden Sonntag, den 08.03.2026, geht es für Chemie weiter. Dann ist man bei Rot-Weiß Erfurt gefordert. Anpfiff ist um 14 Uhr.

BSG Chemie Leipzig – Chemnitzer FC 2:1 (0:1)

BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Julian Bell, Rudolf Sanin, Marc Enke, Valon Aliji – Janik Mäder (MK), Maxime Langner (80. Julius Hoffmann), Fynn Seidel, Nils Lihsek, Kay Seidemann (90+1. Cyrill Akono) – Stanley Ratifo; Trainer: Alexander Schmidt

Chemnitzer FC: Daniel Adamczyk – Tom Baumgart, Dario Gebuhr, Julius Bochmann, Niclas Walther – Tobias Müller (MK, 78. Artur Mergel), Roman Eppendorfer – Domenico Alberico, Maurizio Grimaldi (78. Tobias Stockinger), Leon Damer (70. Felix Müller) – Dejan Bozic (30. Jonas Marx); Trainer: Benjamin Duda

Tore: 0:1 Julian Bell (10., Eigentor), 1:1 Stanley Ratifo (85., Foulelfmeter), 2:1 Rudolf Sanin (87.)

Gelbe Karten: Maxime Langner, Julian Bell, Alexander Schmidt (Trainer) / Roman Eppendorfer, Tobias Müller, Niclas Walther, Felix Müller, Julius Bochmann

Gelb-rote Karte: Tom Baumgart (wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Marvin Tennes (Rostock), Florian Strübing, Ole Donner, Maxime Kluge

Zuschauer: 4999 im Alfred-Kunze-Sportpark (davon ca. 500 Gäste-Fans)

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