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Ersatzgeschwächte Chemiker mit Remis gegen Sandersdorf

By 20. Januar 2026No Comments

Foto: Sebastian Bloch

Im dritten Testspiel trennten sich die Chemiker von Union Sandersdorf 1:1 (1:0) unentschieden. Gespielt wurde abermals auf dem Kunstrasen im Alfred-Kunze-Sportpark.

Wegen zahlreicher Personalausfälle musste Trainer Alexander Schmidt bei der Aufstellung improvisieren. Neben Tim Bunge stürmte Tim Kießling, Julius Hoffmann und Stanley Ratifo fehlten krankheitsbedingt.

Auf dem Kunstrasen nahm die Partie wieder viel Tempo auf, beide Teams hatten früh mehrere Halbchancen. Ein Kopfball von Rajk Lisinski nach Nils Lihseks Halbfeldflanke segelte knapp am Union-Gehäuse vorbei, vorher hatten die Gäste eine gefährliche Einschussgelegenheit (15.). Kurz darauf steckte der im ersten Durchgang sehr offensive Lisinski auf Kießling durch, der im Eins-gegen-eins an SGU-Schlussmann Yann-Erik Räthel scheiterte (16.). Später setzte Kießling Bunge gekonnt in Szene, dessen Heber jedoch knapp übers Gebälk ging (25.). Fast im Gegenzug landete eine direkt getretene Sandersdorfer Ecke fast im Chemie-Tor, Florian Horenburg kratzte den Ball noch von der Linie (26.). Der Leutzscher Schlussmann blieb gefragt, musste einen harten Abschluss der Gäste mit den Fingerspitzen über die Latte lenken (30.) und einen weiteren Distanzschuss parieren (37.). In einem Eckball-Gewühl bekamen die Grün-Weißen das Leder erst in allerhöchster Not geklärt (40.). In der stärksten Phase der Unioner im ersten Durchgang stach die BSG zu. Probespieler Anton Bulland steckte auf Lisinski durch, der vor dem Tor die Nerven behielt und die Chemie-Führung besorgte (41.).

Nach dem Seitenwechsel ging beiden Teams die Präzision abhanden. Wegen zu vieler Fehlpässe im Spielaufbau neutralisierte man sich weitgehend. Chemie hatte in den ersten zehn Minuten einige Gelegenheiten von der Strafraumgrenze, doch die Zielgenauigkeit fehlte. Bei Flanken in den Strafraum machte sich in der Boxbesetzung das Fehlen vieler Offensivkräfte bemerkbar. So blieb der Oberligist im Spiel – und durfte bald selbst jubeln. Scheinbar aus dem Nichts kam Maximilian Scheibe an der Sechzehnergrenze frei zum Abschluss, schlenzte den Ball gezielt ins linke Toreck (78.). Die Leutzscher drängten in den Schlussminuten noch mal auf den Siegtreffer. Kießlings Hinterhaltschuss nach starker Einzelaktion von Jean-Marie Nadjombe ging allerdings über das Tor (83.), Bunges Abstauber nach Lisinskis 20-Meter-Schuss wurde wegen Abseits aberkannt (90.). Danach beendete das umsichtig leitende Schiedsrichtertrio eine fairen Testvergleich mit leistungsgerechtem 1:1-Ausgang.

Positiv fiel ins Auge, dass Chemie zwar erneut gegnerische Möglichkeiten zuließ, frühe Gegentore aber diesmal vermeiden konnte. Im Angriff setzte man wieder auf spielerische Befreiungen aus Drucksituationen, ließ aber zu oft die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen oder brachte sich durch falsche Entscheidungen im letzten Zuspiel um weitere aussichtsreiche Chancen. Mehr Aufschlüsse könnte der kommende Testvergleich gegen Nord-Regionalligist FSV Schöningen (Samstag, 24.01.2026, 14:00 Uhr) geben, wenn hoffentlich weitere Leistungsträger auf den Platz zurückkehren.

BSG Chemie Leipzig – SG Union Sandersdorf 1:1 (1:0)

BSG Chemie Leipzig: Florian Horenburg, Lorenz Hollenbach (C), Marc Enke, Probespieler, Lukas Griebsch, Rajk Lisinski, Rudolf Sanin, Valon Aliji, Nils Lihsek, Tim Kießling, Tim Bunge; Ersatzbank: Tom Eisfeld, Lasse Krohn, Philipp Wendt, Jean-Marie Nadjombe, Anton Bulland, Rodriguez Fantozzi

SG Union Sandersdorf: Yann-Erik Räthel, Cedric Sponholz, Pascal Sauer, Dennis Brunner, Maximilian Scheibe, Kai Wonneberger, Erik Exner, Lennart Jauck, Sebastian Seifert (C), Marius Ihbe, Paul Hamella; Ersatzbank: Janne Kamenz, Miguel Mittmeier, Oliver Koto’O Djouokou, Louis Walter, Akam Sabah Choschnau

Tore: 1:0 Rajk Lisinski (41.), 1:1 Maximilian Scheibe (83.)

Schiedsrichter: Christine Weigelt, Benjamin Seidl, Jakob Reiche

Zuschauer: 135 im Alfred-Kunze-Sportpark (Kunstrasen)

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