Die BSG um Marcel Bergmann feierte gegen Hertha BSC II den ersten Heimsieg der Saison. (Foto: Christian Donner)
Unsere BSG hat den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Dabei belohnten sich die Fünfeckträger für einen couragierten Auftritt in der zweiten Halbzeit. Somit sahen die 4999 Zuschauer:innen im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark ein 2:0 (0:0) zwischen der BSG Chemie Leipzig und der Hertha BSC II.
Nach dem Punktgewinn im Leipziger Stadtderby empfingen die Chemiker den nächsten direkten Konkurrenten im AKS. Die U23 von Hertha BSC erwischte einen ähnlich durchwachsenen Saisonstart wie die BSG. Im Vergleich zum 2:2 beim 1.FC Lok änderte Alexander Schmidt seine Elf auf einer Position: Anton Bulland begann für den gelbgesperrten Valon Aliji.
Ereignisarme erste Hälfte
Die Partie begann mit einer einminütigen Protestaktion gegen die gescheiterte Regionalliga-Reform. Im Anschluss übernahmen die Gäste aus der Hauptstadt die Spielkontrolle. Elijas Aslanidis prüfte Marcel Bergmann, aber dieser parierte den Schuss aufs kurze Eck (7.). Wenige Minuten später musste die BSG früh wechseln: David Pfeil ersetzte den verletzten Kapitän Philipp Wendt – Gute Besserung (10.).
Die Berliner blieben weiter druckvoll. Liam Kannewurf wurde bei seinem Abschluss von der Sechzehnerkante geblockt (14.). Chemie brauchte, bis sie in die Partie fanden. Erste gefährliche Aktionen über Julius Hoffmann (25., Schuss geblockt) und Malick Sanogo (31., Hereingabe geklärt) führten aber nicht zum Erfolg. Die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs gehörte dennoch der BSG: Hoffmann scheiterte aus Nahdistanz an Konstantin Heide (41.). So blieb es torlos zur Pause.
Druckvolle BSG bringt Führung
Den zweiten Durchgang begannen die Leutzscher druckvoll. Sanogo kam zweimal zum Abschluss. Erst traf er im Anschluss eines Konters nur das Außennetz (51.), dann ging sein Distanzschuss knapp daneben (55.). Wenige Minuten später belohnte sich Chemie: Sanogo setzt Willi Reincke in Szene, der aus der Distanz wuchtig abschloss und unhaltbar in den oberen rechten Winkel traf – 1:0 Chemie (59.)!
Das Spiel wurde nun hektischer. Nach einem Foul an einen Berliner Abwehrspieler sah der bereits ausgewechselte Philipp Wendt aufgrund von Meckern die Rote Karte (63.). Fast wäre den Herthanern der Ausgleich gelungen, aber Bergmann reagierte überragend per Fußparade aus Nahdistanz gegen Aslanidis (66.). Auf der anderen Seite erhöhte die BSG: Nach einem Freistoß von Reincke traf Tim Hoops erst die Latte, den Abpraller verwertete Sanogo aber zum 2:0 (70.).
Die Grün-Weißen hatten in den Schlussminuten mehrere Kontergelegenheiten. Eine diese vergab Philipp Kühn, als er knapp über den Querbalken schoss (79.). Wenige Sekunden später war er allerdings leider bei einem Schreckmoment involviert: Nach einem Kopfballduell blieb Kühn verletzt liegen und musste nach einigen Minuten Behandlungszeit gestützt verletzungsbedingt den Platz verlassen – Gute Besserung (85.)! Luca Bürger kam für ihn.
Aufgrund der langen Unterbrechung bei der Kühn-Verletzung gab es eine üppige Nachspielzeit von neun Minuten. Die Gäste liefen an und kamen kurz vor Ende fast zum Anschluss, allerdings schoss Sebastian Weiland aus Nahdistanz über das Tor (90.+7). Auf der Gegenseite verpasste Hoffmann den dritten Treffer, Heide parierte (90.+9). Kurz darauf war Schluss.
Chemie feierte den ersten Heimsieg der Spielzeit. Aufgrund der druckvollen zweiten Halbzeit ein verdienter Erfolg. Das nächste Spiel der Chemiker ist kommenden Sonntag, den 01.11.2026. Dann ist die BSG beim Greifswalder FC gefordert. Anpfiff ist um 14 Uhr.
BSG CHEMIE LEIPZIG – HERTHA BSC II 2:0 (0:0)
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Elias Kratzer, Lorenz Hollenbach, Tim Hoops, Philipp Wendt (MK, 10. David Pfeil) – Willi Reincke, Anton Bulland, Luis Jakobi, Julius Hoffmann – Malick Sanogo (73. Tyron Profis), Philipp Kühn (86. Luca Bürger); Trainer: Alexander Schmidt
Hertha BSC II: Konstantin Heide – Sebastian Weiland, Mustafa Kourouma, David Schopper, Filip Brekalo (80. Leon Gruschwitz) – Jermaine Ngwa, Shalva Ogbaidze (MK, 80. Maris Schößler) – Jelani Ndi (69. Mikail Karbuzoglu), Liam Kannewurf, Elijas Aslanidis (69. Tarek Zornic) – Yannick Müller (57. Theophilus Akoto); Trainer: Rejhan Hasanovic
Tore: 1:0 Willi Reincke (59.), 2:0 Malick Sanogo (70.)
Gelbe Karten: David Pfeil, Philipp Kühn, Luis Jakobi / Konstantin Heide
Rote Karte: Philipp Wendt (Meckern)
Schiedsrichter: Florian Lukawski (Oranienburg), Henry Müller, Maurice Schmidt
Zuschauer: 4999 im Alfred-Kunze-Sportpark (davon keine Gäste-Fans)



