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Gute Leistung wird nicht belohnt: Chemie unterliegt Jena

By 15. August 2026No Comments

Die BSG um Valon Aliji zeigte eine starke Leistung gegen Jena – belohnte sich allerdings nicht. (Foto: Christian Donner)

Unsere BSG muss weiter auf den ersten Sieg der neuen Saison warten. Dabei zeigten die Fünfeckträger eine kämpferisch wie spielerisch starke Leistung gegen den Staffelmitfavoriten Carl-Zeiss Jena, standen am Ende aber dennoch mit leeren Händen da. Somit sahen die 4999 Zuschauer:innen im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark ein 0:1 (0:0) zwischen der BSG Chemie Leipzig und dem FC Carl-Zeiss Jena.

Knapp eine Woche nach dem ersten Punkt der neuen Spielzeit bei Aufsteiger Stahnsdorf wollten die Chemiker nachlegen. Mit Carl-Zeiss Jena begrüßte die BSG den nächsten Titelanwärter der Saison im AKS. Der Vorjahreszweite startete durchwachsen in die neue Saison. Im Vergleich zum Spiel in Stahnsdorf änderte Alexander Schmidt seine Elf auf zwei Positionen: Lorenz Hollenbach und Philipp Kühn begannen für Marc Enke und Anton Bulland.

Intensive Partie

Die Partie begann mit einer einminütigen Protestaktion gegen die gescheiterte Regionalliga-Reform. Es dauerte allerdings nicht lange bis zum ersten Aufreger, als den Chemikern nach wenigen Minuten ein Elfmeter verwehrt wurde (7.). Kurz darauf prüfte Timon Burmeister erstmals Marcel Bergmann im BSG-Tor, der seinen Distanzschuss parierte (11.).

Im Anschluss entwickelte sich eine offene Partie. Die Gäste aus Thüringen hatten zwar mehr Ballbesitz, aber die Chemiker machten die Räume eng und hielten stark dagegen. Fast wäre den Grün-Weißen auch der Führungstreffer gelungen, allerdings verpassten sowohl Julius Hoffmann als auch Philipp Kühn eine Flanke von Rajk Lisinski (21.). Somit ging es torlos in die Kabinen.

Chancenwucher in Halbzeit zwei

Die Gäste von den Kernbergen kamen besser in den zweiten Durchgang. Erst parierte Bergmann einen Schuss von Jannes Werner (55.). Danach scheiterte Sören Reddemann mit einem Kopfball nach einer Ecke (69.). Wenige Sekunden später lag der Ball aber im Netz: Manassé Eshele traf per Hacke zur Führung für den FCC (69.).

Nach dem Treffer wollten die Chemiker eine direkte Antwort. Auch die Zweikämpfe wurden weiterhin mit einer hohen Intensität geführt. Wie etwa zwischen Eshele und Lorenz Hollenbach an der Strafraumgrenze, als die Pfeife des Schiedsrichters zum Ärger der Jenaer stumm blieb. Der Mannschaft von Trainer Marco Grote wäre jedoch fast der zweite Treffer gelungen, allerdings klärte die chemische Defensive im Verbund drei Abschlüsse der Gäste in Folge (73.).

In den Schlussminuten drängten die Fünfeckträger auf den Ausgleich. Erst wäre Bergmann fast ein Sensationstor gelungen, als sein Freistoß aus der eigenen Hälfte nur etwa einen Meter über den Querbalken zischte (76.). Dann ging auch ein Kopfball des eingewechselten Bradley Lokilo nur knapp über den Kasten (90.).

Die Leutzscher rannten weiter an und erarbeiteten sich weiter Chancen: Der eingewechselte Tyron Profis traf nach Hereingabe von Philipp Wendt den Ball nicht richtig, wodurch Marius Liesegang im FCC-Tor zupacken konnte (90.+1). Auch die letzte Gelegenheit blieb ungenutzt: Erst scheiterte Luis Jakobi per Freistoß an der Jenaer Mauer, dann mit seinem Nachschuss an Liesegang (90.+8).

Die Chemiker verloren äußerst bitter gegen Carl-Zeiss Jena und konnten sich nicht für eine ansprechende Leistung belohnen. Dennoch war eine Steigerung vor allem in der Chancenqualität zu erkennen. Die nächste Chance auf drei Punkte gibt es in anderthalb Wochen, am Dienstag, den 25.08.2026. Dann ist die BSG bei der Zweitvertretung des 1.FC Magdeburgs gefordert. Anpfiff ist um 19 Uhr.

BSG CHEMIE LEIPZIG – FC CARL-ZEISS JENA 0:1 (0:0)

BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Rajk Lisinski, Rudolf Sanin (46. Anton Bulland), Lorenz Hollenbach (74. Bradley Lokilo), Philipp Wendt (MK) – Elias Kratzer (80. Tyron Profis), Luis Jakobi, Valon Aliji, David Pfeil – Julius Hoffmann, Philipp Kühn; Trainer: Alexander Schmidt
FC Carl-Zeiss Jena: Marius Liesegang – Timon Burmeister, Miguel Boog, Sören Reddemann, Nils Butzen (MK) – Jannes Werner (57. Maurice Hehne, 68. Dion Ajvazi), Moritz Fritz – Kevin Lankford, Elias Löder (80. Marcel Hoppe), Elias Munser (68. Tristan Teuber) – Manassé Eshele (80. Luca Wollschläger); Trainer: Marco Grote
Tore: 0:1 Manassé Eshele (69.)
Gelbe Karten: David Pfeil, Rudolf Sanin, Lorenz Hollenbach, Valon Aliji, Luis Jakobi, Trainer Alexander Schmidt / Elias Löder, Kevin Lankford, Dion Ajvazi
Schiedsrichter: Lukas Pilz (Halle), Johannes Schipke, Luis Paul, Miriam Schwermer
Zuschauer: 4999 im Alfred-Kunze-Sportpark (davon 900 Gäste-Fans)

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