Im zweiten Spiel ihrer Vorbereitung ist den Chemiker der erste Sieg gelungen. Gegen den VfB Eichstätt, Siebter der Regionalliga Bayern 2025/26, gewann die Mannschaft von Alexander Schmidt mit 1:3 (1:2).
Beide Vereine, Chemie und der Verein aus Oberbayern, trafen sich „unterwegs“ im fränkischen Lauf an der Pegnitz, auf dem Sportgelände des früheren SK Lauf. Die leicht angeschlagenen Florian Horenburg, Luis Jakobi und Marc Sodji blieben zu Hause, auch der VfB Eichstätt musste auf einige Akteure verzichten. Trainer Schmidt ließ erneut zwei verschiedene Chemie-Aufgebote, diesmal neu zusammengemixt, ran.
Die Leutzscher legten auch gleich richtig los. Luca Bürger, im Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt, bekam 30 Meter vor dem Tor Platz zum Schießen und jagte das Leder ebenso sehenswert wie unhaltbar in den rechten Torwinkel (7.). Kurz darauf rollte der nächste Angriff über die rechte Seite. Rajk Lisinski fand mit seiner Flanke Julius Hoffmann, der mit gekonnter Volleyabnahme auf 0:2 erhöhte (9.).
Die Partie wurde intensiv geführt, beide Mannschaften nahmen die Sache durchaus ernst. Chemie versuchte nach Ballgewinnen, durch vertikale Pässe und Vorstöße schnell ins letzte Drittel zu kommen. Nach einer Viertelstunde hatten auch die Eichstätter ins Spiel hineingefunden und konnten von da an eigene Akzente setzen. Nicht unverdient fiel denn auch der Anschlusstreffer durch Lucas Schraufstetter, der Marcel Bergmann mit einem Lupfer überwand (31.).
Im zweiten Durchgang wurde die Chemie-Elf der ersten Halbzeit annähernd vollständig ersetzt. Die „Neuen“ mussten erst einmal etwas ankommen, sodass die klaren Torsituationen eine Weile ausblieben. Eine Eichstätter Kopfball-Großchance blieb ungenutzt. Stattdessen stachen die Grün-Weißen zu: Nach einem guter Angriffsaktion über links schlug Elias Kratzer den Ball scharf vors Tor. Das Spielgerät, durch den Regen in der Halbzeit nass geworden, rutschte dem Eichstätter Torhüter unglücklich durch die Finger – 1:3 (57.).
In der Folge hatten beide Teams Gelegenheiten für weitere Tore. Auf Chemie-Seite ging ein Distanzschuss von Valon Aliji nur knapp über die Querlatte, Anton Bulland traf von der Strafraumgrenze den Außenpfosten. Ein weiteres Highlight: Robin Friedrich kehrte nach seiner Kreuzbandverletzung im September vergangenen Jahres erstmals auf das Spielfeld zurück. Mögen deine Mitspieler und du künftig verschont von schweren Verletzungen bleiben! Über weitere Teile des zweiten Durchgangs blieb die BSG aber optisch überlegen, auch wegen der Robustheit bei der Zweikampfführung im Mittelfeld.
Am Ende waren beide Vereine zufrieden mit dem Vergleich. Chemie zeigte Ansätze auch in der Variabilität ihrer Spielanlage, spielte flache Pässe durch das Mittelfeld vor den Strafraum des Kontrahenten, suchte aber auch den Weg über die schnellen Außenspieler und streute wohldosiert lange Diagonalbälle hinein. So waren die Fünfeckträger für den Gegner schwer ausrechenbar.
VfB Eichstätt – BSG Chemie Leipzig 1:3 (1:2)
Chemie spielte mit: Marcel Bergmann, Rudolf Sanin, Philipp Wendt (C), David Pfeil, Rajk Lisinski, Luca Bürger, Hector Hink, Christoph Maier, Elias Kratzer, Tyron Profis, Julius Hoffmann; Fabian Bentzel, Tim Hoops, Lorenz Hollenbach, Marc Enke, Daniil Turchyn, Robin Friedrich, Valon Aliji, Anton Bulland, Conner Schulze, Bradley Lokilo
Tore: 0:1 Luca Bürger (7.), 0:2 Julius Hoffmann (9.), 1:2 Lucas Schraufstetter (31.), 1:3 Elias Kratzer (57.)
Schiedsrichter: Peter Dotzel, Kenny Abieba, Maximilian Kroepfl
Zuschauer: etwa 80 auf der Sportanlage Schützenstraße (darunter etwa 30 Chemie-Fans)



