Die Chemiker um Julius Hoffmann belohnten sich spät gegen Zehlendorf. (Foto: Christian Donner)
Unsere BSG hat den vierten Sieg in Folge eingefahren. Gegen Schlusslicht Hertha Zehlendorf sorgte ein später Doppelschlag für die nächsten drei Punkte. Somit sahen die 4999 Zuschauer:innen im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark ein 4:2 (2:0) zwischen der BSG Chemie Leipzig und Hertha 03 Zehlendorf.
Eine Woche nach dem späten Sieg bei Hertha II trafen die Fünfeckträger auf die nächste Berliner Mannschaft. Die Gäste aus Zehlendorf waren unter der Woche nach einer 2:3-Niederlage beim BFC Preussen abgestiegen, aber Trainer Alexander Schmidt warnte vor den Gästen. Im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg in der Hauptstadt gab es vier Änderungen in der Startelf: Fynn Seidel, Kay Seidemann, Tim Kießling und Cyrill Akono begannen für Valon Aliji, Anton Bulland, Rajk Lisinski und Julius Hoffmann.
Chemie münzt Überlegenheit in Tore um
Die Chemiker knüpften an die zuletzt gezeigten Leistungen an und begannen mit viel Selbstvertrauen. Bereits nach wenigen Minuten köpfte Cyrill Akono an die Latte (3.). Auf der Gegenseite zischte ein Freistoß von Niklas Doll über den Kasten (4.).
Mit Verlauf der ersten Halbzeit wurden die Leutzscher dominanter. Erst parierte Alexios Dedidis im Zehlendorfer Tor noch überragend gegen Stanley Ratifo (24.), dann war er machtlos – nach einem weiten Einwurf traf Ratifo aus Nahdistanz (28.).
Die Chemiker blieben aber weiter hungrig und legten direkt nach: Ratifo eroberte den Ball im Mittelfeld und setzte mit einem Heber-Pass über die Abwehr Kay Seidemann in Szene, der den Ball frei von Dedidis an diesem vorbeischob – 2:0 (30.).
In den Schlussminuten des ersten Durchgangs blieb das Spiel munter. Erst parierte Marcel Bergmann aus spitzem Winkel gegen Noah Jones (37.), dann hielt Dedidis einen Schuss von Cyrill Akono (40.). Die letzte Gelegenheit in Halbzeit eins hatte Louis Schulze für die Gäste, aber sein Distanzschuss ging nur an die Latte (41.). Dann war Pause.
Später Doppelpack kontert Doppelschlag
Kurz nach Wiederanpfiff hatte Akono die große Chance auf den dritten Treffer, scheiterte aber an Dedidis (46.). Postwendend gelang den Berlinern der Anschluss: Jones traf aus der Distanz (48.). Kurz darauf egalisierten die Hauptstädter sogar die Partie: Der eingewechselte Diren-Mehmet Günay erzielte aus Nahdistanz den Ausgleich (49.). Bitter: Vor dem Ausgleich verletzte sich Rudolf Sanin – gute Besserung!
Von dem plötzlichen Ausgleich mussten sich die Chemiker kurz erholen, drängten dann aber wieder auf die erneute Führung. Zweimal wäre diese Akono fast gelungen: Erst schoss er knapp daneben (54.), dann ging sein Abschluss drüber (70.). Auch Fynn Seidel fehlte das Glück bei seinem Distanzschuss, den Dedidis parierte (75.).
Chemie blieb trotz der vergebenen Chancen weiter dran – und belohnte sich: Einen Freistoß von Nils Lihsek köpfte der eingewechselte Julius Hoffmann ins Tor (84.). Direkt im Anschluss gelang dem chemischen Stürmer gar der Doppelpack: Nach Vorlage von Lihsek traf er abgefälscht zum 4:2-Endstand.
Die BSG feierte damit den vierten Sieg in Folge und hat drei Spiele vor Ende mindestens Platz 16 sicher. Wieder einmal zeigten die Fünfeckträger Moral und belohnten sich in den Schlussminuten. Das nächste Spiel der Chemiker ist kommenden Sonntag, dem 03.05.2026. Dann sind die Leutzscher beim ZFC Meuselwitz gefordert. Anpfiff ist um 14 Uhr.
BSG CHEMIE LEIPZIG – FC HERTHA 03 ZEHLENDORF 4:2 (2:0)
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Julian Bell, Tim Hoops, Rudolf Sanin (52. Marc Enke), Philipp Wendt (MK) – Kay Seidemann (65. Valon Aliji), Fynn Seidel, Nils Lihsek, Tim Kießling (65. Janik Mäder) – Cyrill Akono (76. Julius Hoffmann), Stanley Ratifo; Trainer: Alexander Schmidt
FC Hertha 03 Zehlendorf: Alexios Dedidis – Shinji Yamada, Jake Wilton (MK), Ron Wachs, Louis Schulze – Jules Hasenberg, Iba May (88. Nicolas Hebisch), Cenker Yoldas (63. Nathan Wicht), Ben Schulz (46. Diren-Mehmet Günay) – Niklas Doll, Noah Jones (88. Patrick-Emmanuel Abé); Trainer: Nikolai Klarkowski
Tore: 1:0 Stanley Ratifo (28.), 2:0 Kay Seidemann (30.), 2:1 Noah Jones (48.), 2:2 Diren-Mehmet Günay (49.). 3:2 Julius Hoffmann (84.), 4:2 Julius Hoffmann (86.)
Gelbe Karten: Rudolf Sanin, Trainer Alexander Schmidt / Jake Wilton, Noah Jones, Shinji Yamada, Iba May, Diren-Mehmet Günay
Schiedsrichter: Chris Rauschenberg (Hörselberg-Hainich), Eugen Ostrin, André Blank
Zuschauer: 4999 im Alfred-Kunze-Sportpark (davon keine Gäste)



