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Foto: Franz Engler
In einem Testvergleich auf Augenhöhe trennten sich Chemie und Nord-Regionalligist FSV Schöningen leistungsgerecht mit 1:1 (1:1). Cyrill Akono traf zum Einstand, die 347 Zuschauer rund ums Kunstrasenfeld im Alfred-Kunze-Sportpark sahen eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den vergangenen Partien.
Die Chemiker suchten bei gefühlten minus zehn Grad von Beginn an den Weg nach vorn, probierten mit den Neuzugängen eine neue Positionsbesetzung in der Offensive – mit wärmendem Erfolg, denn gleich mehrfach legten die spielfreudigen Stanley Ratifo, Julius Hoffmann und Cyrill Akono einander die Bälle für Schussgelegenheiten auf. Nachdem Akono zunächst noch knapp am Tor vorbei zielte, klappte es kurz darauf besser: Ratifo setzte sich im Mittelfeld stark durch, schickte Akono, der eher am Ball war als der Gegner und zum 1:0 traf (18). Dabei hätten die Gäste zuvor durchaus in Führung gehen müssen. Philipp Harant, bei den Schöningern im Sturm eingesetzt und neben Luca Marino mit grün-weißer Vergangenheit, hatte auf Federico Palacios aufgelegt, der aus 15 Metern aber nur die Lattenoberkante traf (16.). In der Folge kam der Nordstaffelvertreter immer besser ins Spiel, kombinierte gefällig – und glich folgerichtig aus. Erneut war es Harant, der nach zu inkonsequentem Defensivverhalten Palacios in Szene setzte, der diesmal nichts anbrennen ließ (27.). Die Partie blieb im Anschluss abwechslungsreich, mit Angriffsgelegenheiten auf beiden Seiten.
Nach der Halbzeit stellte Chemie ebenso um, alle Ersatzspieler kamen zum Einsatz. Schöningen brachte Christian Beck, der Harants Rolle als Zielspieler einnahm. Nach reichlich Geschehen zwischen den Strafräumen ohne klare Tormöglichkeiten (zu verdanken auch der insgesamt schon stabileren Leutzscher Verteidigung und mehr Struktur auf dem ganzen Feld) war es ebenjener Beck, der die Riesenchance zur Gästeführung ungenutzt ließ, nach einem Stellungsfehler nur den Pfosten traf (71.). In der Schlussphase waren eher die Chemiker am Drücker. Angetrieben vom starken Nils Lihsek, sprangen mehrere gute Situationen heraus. Die besten hatten Jean-Marie Nadjombe nach guter Vorarbeit von Julius Hoffmann (82.) und Lorenz Hollenbach mit seinem etwas zu hohen Abschluss nach einer Ecke (87.).
Eine ordentliche Vorstellung und vor allem klare Leistungssteigerung gegen einen spielerisch und physisch starken Gegner, auch ohne nach wie vor angeschlagene Stammkräfte der Hinrunde wie beispielsweise Janik Mäder, Julian Weigel oder Philipp Wendt (gute Besserung!).
BSG Chemie Leipzig – FSV Schöningen 1:1 (1:1)
BSG Chemie Leipzig: Florian Horenburg, Tim Hoops, Lorenz Hollenbach, Marc Enke, Rodriguez Fantozzi, Julian Bell, Anton Bulland, Nils Lihsek, Stanley Ratifo (C), Julius Hoffmann, Cyrill Akono; Ersatzbank: Marcel Bergmann, Tom Eisfeld, Rajk Lisinski, Jean-Marie Nadjombe, Valon Aliji, Tim Kießling, Fynn Seidel, Lasse Krohn
FSV Schöningen: Philipp Steinke, Brian Behrendt, Luca Marino, Christian Skoda (C), Federico Palacios, Tom-Luca Winter, Ousman Touray, Nils Bremer, Yannik Möker, Philipp Harant, Jordi Njoya; Ersatzbank: Johann Dahncke, Johannes Lutz, Christian Beck, Gianluca Evers, Osman Mansaray, Maxim Safronow, Ayhan Cankor, Willi Evseev, Dimitar Milushev
Tore: 1:0 Cyrill Akono (18.), 1:1 Tom-Luca Winter (27.)
Schiedsrichter: Johannes Schipke (Halle/Saale), Henry Schmidt, Philipp Keith
Zuschauer: 347 im Alfred-Kunze-Sportpark (Kunstrasen)


