Unsere BSG hat einen weiteren Zähler geholt. Im Auswärtsspiel beim Greifswalder FC sorgte eine stabile Defensive für den Punkterfolg. Somit sahen die 1248 Zuschauer:innen im Volksstadion ein 1:1 (1:1) zwischen dem Greifswalder FC und der BSG Chemie Leipzig.
Eine Woche nach dem ersten Heimsieg der Saison wollten die Fünfeckträger nachlegen. Auch weiterhin sorgte die aktuelle Verletztenmisere für eine enge Personaldecke. Im Vergleich zum 2:0-Erfolg gegen Hertha II änderte Alexander Schmidt seine Elf auf zwei Positionen: David Pfeil und Valon Aliji ersetzten den gesperrten Philipp Wendt und den kurzfristig ausgefallenen Elias Kratzer.
Kurioses Eigentor führt zum Ausgleich
Die Gastgeber begannen mit enorm viel Druck und liefen die Chemiker schon früh an. Bereits mit der ersten Chance erzielten die Hausherren die Führung: Ex-Chemiker Kay Seidemann bediente Robert Leipertz, der aus Nahdistanz zum 1:0 traf (9.). Fast postwendend gelang den Chemikern der Ausgleich: Einen langen Ball der Leutzscher bugsierte Lion Semic unglücklicherweise ins eigene Tor – 1:1 (11.)!
Die Greifswalder zeigten sich allerdings unbeeindruckt und erspielten sich weiter gute Gelegenheiten. Erst schoss McMoordy Hüther aus knapp elf Metern über das Tor (17.), dann bügelte Marcel Bergmann nach einem Ballverlust seinen Fehler mit einer Parade gegen Leipertz wieder aus (21.).
Nach etwas mehr als einer halben Stunde fanden die Grün-Weißen besser in die Partie und ließen weniger Chancen der Greifswalder zu. Allerdings blieben die Hausherren in Kontersituationen gefährlich. So gelang Grace Bokake fast die erneute Führung, scheiterte am glänzend reagierenden Bergmann (37.). Auch Semic verpasste den Treffer für den GFC, als er einen Abpraller neben das Tor setzte (41.). Danach war Pause.
Chemie verteidigt den Punkt
Im zweiten Durchgang standen die Chemiker noch stabiler und ließen wenig zu. Vor allem in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte sammelten die Fünfeckträger mit Ballbesitz Spielkontrolle. Es dauerte bis zur ersten Möglichkeit in Halbzeit zwei, jedoch fehlte Luis Jakobi bei seinem Abschluss nur wenige Zentimeter (72.).
In den Schlussminuten erhöhten die Greifswalder den Druck und drängten die Chemiker tief in die eigene Hälfte. Fast wäre den Leutzscher auch ein Eigentor unterlaufen, aber Valon Aliji klärte in letzter Sekunde auf der Linie (80.). Auch Marcus Niemetz hatte eine gute Chance zur Führung, verzog allerdings über den Querbalken (90.+1). In den Schlussminuten schwanden die Kräfte der Chemiker, weswegen sogar Ersatz-Torwart Florian Horenburg als Feldspieler in der Nachspielzeit kommen musste. Es blieb die letzte Szene des Spiels.
Die Chemiker punkteten dank einer stabilen Defensive im zweiten Durchgang und blieben das fünfte Mal in Folge ungeschlagen in der Fremde. Das nächste Spiel der Leutzscher ist kommenden Freitag, den 06.11.2026. Dann empfängt die BSG den Spitzenreiter FC Rot-Weiß Erfurt. Anpfiff im Alfred-Kunze-Sportpark ist um 19 Uhr. Tickets bekommt ihr HIER.
GREIFSWALDER FC – BSG CHEMIE LEIPZIG 1:1 (1:1)
Greifswalder FC: Jakub Jakubov – Lion Semic (77. Elias Oke), Lukas Walchhütter, Joel Awuah, Marcus Niemetz – Alexander Seidel – McMoordy Hüther (63. Felix Heim), Michael Sternberg – Grace Bokake, Robert Leipertz (MK, 86. Fodelcio Gomes Pereira), Kay Seidemann (63. Colin Kroll-Thiel); Trainer: Alain Karim
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann (MK) – Valon Aliji, Lorenz Hollenbach, Tim Hoops, David Pfeil – Julius Hoffmann, Anton Bulland (46. Luca Bürger), Luis Jakobi, Malick Sanogo (81. Bradley Lokilo) – Willi Reincke (67. Tyron Profis), Philipp Kühn (90.+3. Florian Horenburg); Trainer: Alexander Schmidt
Tore: 1:0 Robert Leipertz (9.), 1:1 Lion Semic (11., Eigentor)
Gelbe Karten: McMoordy Hüther, Michael Sternberg / Philipp Kühn, Tyron Profis
Schiedsrichter: Julius Hanft (Berlin), Leander Dietz, Tom Rösler
Zuschauer: 1248 im Volksstadion Greifswald (davon ca. 600 Chemie-Fans)



