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Punkteteilung im Derby: Chemie holt Zähler beim Ortsrivalen

By 18. Oktober 2026No Comments

Die BSG um Willi Reincke überzeugte mit einer kämpferisch überragenden Leistung im Stadtderby. (Foto: Moritz Heidenblut)

Unsere BSG hat beim Stadtrivalen aus Probstheida einen Punkt eingefahren. Dabei überzeugten die Fünfeckträger vor allem mit defensiver Stabilität und einem kämpferisch überragenden Auftritt. Somit sahen 9711 Zuschauer:innen im Bruno-Plache-Stadion ein 2:2 (1:2) zwischen dem 1.FC Lokomotive Leipzig und der BSG Chemie Leipzig.

Nach der zuletzt enttäuschenden Leistung gegen den FSV Luckenwalde stand für die Chemiker das Leipziger Stadtderby an. Die Gastgeber erwischten einen ähnlich durchwachsenen Start in die Saison. Im Vergleich zur Pleite gegen Luckenwalde änderte Alexander Schmidt seine Elf auf zwei Positionen: Lorenz Hollenbach und Luis Jakobi begannen für David Pfeil und Darijan Silic.

Chemie eiskalt, Lok mit dem Anschluss

Die Gastgeber begannen die Partie mit mehr Ballbesitz, allerdings ohne dabei in die gefährlichen Räume zu kommen. Die Leutzscher hingegen standen defensiv sicher und versuchten über Konter Nadelstiche zu setzen. Den ersten dieser Vorstöße nutzte man direkt für die Führung: Einen weiten Einwurf von Philipp Wendt, der seinen 200. Pflichtspiel-Einsatz für Chemie feierte, wurde verlängert, ehe Malick Sanogo präzise aufs Tor köpfte. Jonas Wendlinger im FCL-Tor konnte noch parieren, beim Nachschuss von Willi Reincke war er allerdings machtlos – 1:0 Chemie (22.)!

Die Hausherren reagierten wütend, aber die Chemiker waren defensiv sattelfest. Bis auf einen Schuss von Jonas Arcalean, den Marcel Bergmann parierte, ließ Grün-Weiß nix zu (36.). Wenige Minuten später lag der Ball dann aber im Netz, allerdings auf der anderen Seite: Nachdem sich Sanogo gegen mehrere Gegenspieler durchsetzen konnte, legte er für Luis Jakobi ab, der den Ball aus der Distanz unhaltbar ins Tor schoss – 2:0 Chemie (39.)!

Die letzten Minuten des ersten Durchgangs wurden hektischer. Erst verfehlte Djamal Ziane knapp per Kopf den Anschluss (42.), dann verpasste Julius Hoffmann um Haaresbreite eine Hereingabe von Sanogo (43.). Quasi mit dem Pausenpfiff gelang den Gastgebern allerdings doch noch der Anschlusstreffer: Nach einer starken Einzelaktion von Eren Öztürk traf Arcalean zum 1:2 (45.+2). Der Ball wurde noch unhaltbar abgefälscht, sodass Bergmann im Chemie-Tor keine Chance hatte.

Blau-Gelbe Druckphase in Halbzeit zwei

Lok kam mit viel Druck aus den Kabinen, aber die chemische Defensive stand weiterhin sattelfest, wodurch die Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner nur selten zu klaren Abschlüssen kam. Es dauerte bis in die Schlussminuten, ehe die Gastgeber gefährlich vom chemischen Tor auftauchten.

Erst scheiterte der eingewechselte Artur Mergel aus Nahdistanz an Bergmann (80.), dann gelang dem FCL doch noch der Ausgleich: Im Anschluss eines Freistoßes kam Ayodele Adetula an den Ball, dessen Schuss zur Vorlage für den eingewechselten Ricky Bornschein wurde, welcher per Kopfball-Bogenlampe zum 2:2 traf (85.).

Fast gelang den Hausherren sogar noch der dritte Treffer, allerdings verhinderte Bergmann diesen mit einer glänzenden Parade gegen Mergel (90.+3). So blieb es bei der Punkteteilung.

Am Ende ein verdientes Remis in einem rasanten Derby. Vor allem kämpferisch überzeugten die Leutzscher auf ganzer Linie. Dazu bewies man im ersten Durchgang auch Effektivität in der Offensive. Das nächste Spiel der Chemiker ist kommenden Sonntag, den 25.10.2026. Dann empfängt die BSG die Zweitvertretung von Hertha BSC. Anpfiff im Alfred-Kunze-Sportpark ist 14 Uhr.

1.FC LOKOMOTIVE LEIPZIG – BSG CHEMIE LEIPZIG 2:2 (1:2)

1.FC Lokomotive Leipzig: Jonas Wendlinger – Simon Schierack (62. Tobias Dombrowa), Pepe Böhm, Alexander Siebeck, Eliyas Strasner – Farid Abderrahmane (46. Dorian Cevis), Nils Kaiser – Jonas Arcalean, Eren Öztürk (76. Artur Mergel), Ayodele Adetula – Djamal Ziane (MK, 62. Ricky Bornschein); Trainer: Torsten Ziegner
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Elias Kratzer, Lorenz Hollenbach, Tim Hoops, Philipp Wendt (MK) – Julius Hoffmann, Valon Aliji, Luis Jakobi, Willi Reincke (82. David Pfeil) – Malick Sanogo (62. Tyron Profis), Philipp Kühn (57. Bradley Lokilo; 82. Anton Bulland); Trainer: Alexander Schmidt
Tore: 0:1 Willi Reincke (22.), 0:2 Luis Jakobi (39.), 1:2 Jonas Arcalean (45.+2), 2:2 Ricky Bornschein (85.)
Gelbe Karten: Willi Reincke, Philipp Kühn, Tim Hoops, Julius Hoffmann, Anton Bulland, Luis Jakobi, Valon Aliji (gesperrt gegen Hertha BSC II)
Schiedsrichter: Eugen Ostrin (Eisenach), Jens Klemm, Benjamin Seidl, Marko Wartmann
Zuschauer: 9711 im Bruno-Plache-Stadion (davon 1300 Chemie-Fans)

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