Foto: André L.
Die Chemiker haben einen phänomenalen Sieg bei Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue gefeiert. In einem zunächst wilden, später von Abwehrkampf geprägten Spiel überzeugten die Fünfeckträger mit Effizienz und defensiver Stabilität. Somit sahen die 11.756 Zuschauer:innen im Erzgebirgsstadion ein 1:2 (1:1) zwischen dem FC Erzgebirge Aue und der BSG Chemie Leipzig.
Eine Woche nach der unglücklichen Niederlage gegen den Chemnitzer FC waren die Chemiker beim nächsten Schwergewicht der Staffel gefordert. Mit dem FC Erzgebirge Aue wartete der Drittliga-Absteiger auf die Grün-Weißen. Im Vergleich zum 1:3 gegen den CFC änderte Alexander Schmidt seine Elf auf zwei Positionen: Valon Aliji und Luis Jakobi begannen für Bradley Lokilo und Marc Enke. Zudem musste Tim Hoops kurzfristig passen. Für ihn startete David Pfeil.
Eckballtor kontert Schlenzer
Die Gastgeber aus dem Lößnitztal begannen erwartbar druckvoll und schnürten die Chemiker in die eigene Hälfte. Erst verpasste Christoph Pauling eine Hereingabe nur knapp (6.), dann schlenzte Tim Maciejewski den Ball unhaltbar ins lange Eck (14.). Wenige Sekunden später hätte Aue fast erhöht, allerdings verzog Willi Kamm aus Nahdistanz (17.).
Dennoch reagierten die Leutzscher auf den frühen Rückstand: Ecke Willi Reincke, Kopfball Rudolf Sanin – der Ausgleich (20.)! Wenige Minuten später musste der Abwehrmann allerdings verletzt ausgewechselt werden – Gute Besserung! Mit dem Remis ging es in die Pause.
Jokertor bringt drei Punkte
Die BSG kam gut aus der Kabine. Zweimal musste Aue-Keeper und Urgestein Martin Männer gegen Elias Kratzer zupacken: Erst bei einem Distanzschuss (48.), dann bei einem Abschluss aufs kurze Eck (51.).
Aber auch die Gastgeber aus dem Erzgebirge blieben gefährlich. Ex-Chemiker Nils Lihsek setzte einen Freistoß abgefälscht neben das Tor (53.), dann parierte Marcel Bergmann einen ebenfalls abgefälschten Schuss von Simon Skarlatidis glänzend (57.).
Die Hausherren übernahmen nun immer mehr das Zepter und drängten die Chemiker tief in die eigene Hälfte, jedoch waren es die Grün-Weißen, die den Treffer erzielten: Der eingewechselte Julius Hoffmann traf im Anschluss eines Freistoßes aus dem Halbfeld per Kopf gegen die Laufrichtung von Männel in die Maschen (68.).
Aue sorgte nun für noch mehr Bedrängnis, allerdings verteidigten die Chemiker aufopferungsvoll und ließen kaum etwas zu. Fast sorgte die BSG für klarere Verhältnisse, aber der ebenfalls eingewechselte Bradley Lokilo traf nur die Latte (82.). Es blieb die letzte Gelegenheit in der Partie.
Die Chemiker belohnen sich für eine überragende Leistung. In der Offensive erwies man sich als äußerst effizient, während man defensiv dem Favoriten aus dem Erzgebirge kaum Platz zur Entfaltung gab. Das nächste Spiel der Chemiker ist kommenden Sonntag, den 04.10.2026. Dann ist die BSG im Sachsenpokal in Hoyerswerda gefordert. Anpfiff ist um 14 Uhr.
FC ERZGEBIRGE AUE – BSG CHEMIE LEIPZIG 1:2 (1:1)
FC Erzgebirge Aue: Martin Männel – Maxim Burghardt, Patrick Kapp (MK), Bastian Strietzel, Stylianos Kokovas (74. Daniel Fisl) – Devin Angleberger – Willi Kamm (63. Linus Queißer), Nils Lihsek (74. Paul Wagner) – Simon Skarlatidis (84. Finn Heidrich), Christoph Pauling (74. Aurel Loubongo), Tim Maciejewski; Trainer: Kvicha Shubitidze
BSG Chemie Leipzig: Marcel Bergmann – Valon Aliji, Rudolf Sanin (31. Lorenz Hollenbach), Philipp Wendt (MK), David Pfeil – Luis Jakobi, Darijan Silic – Willi Reincke (77. Anton Bulland) – Malick Sanogo (46. Bradley Lokilo), Philipp Kühn (56. Julius Hoffmann), Elias Kratzer; Trainer: Alexander Schmidt
Tore: 1:0 Tim Maciejewski (14.), 1:1 Rudolf Sanin (20.), 1:2 Julius Hoffmann (68.)
Gelbe Karten: Bastian Strietzel, Stylianos Kokovas / Elias Kratzer, Luis Jakobi (gesperrt gegen den FSV Luckenwalde), Darijan Silic
Schiedsrichter: Johannes Drößler (Gotha), Daniel Bartnitzki, Paul Drößler, Leon Metz
Zuschauer: 11.756 im Erzgebirgsstadion (davon 1800 Chemie-Fans)



