Foto: Ralf Polotzek
Als weiteren Test bestritt Chemie gleich zwei Spiele über 60 Minuten gegen Vertreter der Regionalliga Bayern, die gastgebende SpVgg Ansbach 09 und die SpVgg Bayreuth. Da die beiden fränkischen Vereine zwischendurch auch noch gegeneinander spielten, war es ein Dreier-Turnier jeder gegen jeden. Dank zweier Siege gingen die Chemiker als Turniersieger hervor.
SpVgg Ansbach 09 – BSG Chemie Leipzig 0:1
Auf dem Kunstrasen des Xaver-Bertsch-Sportparks ging es zunächst gegen die in grün spielenden Gastgeber aus Ansbach. Von Beginn an dominierte Chemie gegen sehr bissige Franken das Spiel. Nicht einmal eine Zeigerumdrehung brauchte es zur ersten Großchance für Kay Seidemann, dessen Ball aber nur das Gewühl in der Mitte fand. Zwei Minuten später schlenzte Valon Aliji sehenswert, aber der Torhüter lenkte den Ball noch um den Pfosten. Starke Paraden zeigte der Ansbacher Schlussmann auch bei Schüssen von Valon Aliji in der 15., Fynn Seidel in der 22., im Eins-gegen-eins gegen Stanley Ratifo in der 28. und bei einem Schuss von Kay Seidemann in der 37. Minute.
Währenddessen ließen die Leutzscher in ihren schwarzen Ausweichtrikots fast gar nichts zu. Lediglich ein Fernschuss nach neun Minuten war im Laufe der Partie mit den Nullneunern gefährlich. Unsere Abwehr war extrem aufmerksam und hatte immer einen Fuß dazwischen. Zudem wurden noch weitere Chancen ausgelassen, bei denen Rodriguez Fantozzi, Fynn Seidel und zweimal Tim Bunge den Ball neben oder über das Tor köpften bzw. schossen. So musste ein klares Foul an Bunge, der sich gut im Strafraum drehte, mit dem folgenden Strafstoß den hochverdienten Siegtreffer bringen. Seidemann verwandelte in der 51. Minute sicher in die linke untere Ecke und schoss damit sein Premierentor für die Chemiker, die mit mehr Gefahr bei den eigenen, zahlreichen Standards noch weitere Treffer hätten erzielen können. So blieb es beim knappen 1:0 für Chemie bei der SpVgg Ansbach.
SpVgg Bayreuth – BSG Chemie Leipzig 1:2
Nun spielte Chemie mit komplett neuer Elf in den Heimtrikots gegen die in schwarz gekleidete Mannschaft aus der “Oldschdod”. Von Anfang an setzte die BSG die SpVgg aus Bayreuth unter Druck. Nach schöner Vorarbeit von Rajk Lisinski und Tim Bunge stand Julius Hoffmann allein vor dem Torhüter und schob überlegt in der zweiten Minute zum 1:0 ein. Die ersten Minuten gehörten nur den Leutzschern. Die erste Ecke der Franken konnte dann nur zu kurz geklärt werden und ein Bayreuther schoss von der Strafraumgrenze unhaltbar ins linke untere Eck zum 1:1-Ausgleich. Damit war die Dominanz zunächst gebrochen und die SpVgg verlagerte das Spiel mehr in unsere Hälfte. Es fehlte oft nur die Genauigkeit, um noch gefährlicher vor unserem Tor aufzukreuzen. Erst mit einer Großchance von Julius Hoffmann, der nach starkem Diagonalball von Maxime Langner mit einem Lupfer allein vor dem Bayreuther Torhüter scheiterte, übernahm Chemie in der 24. Minute wieder das Kommando. Bayreuth wurde regelrecht am und im Strafraum gefesselt. Nach einer Ecke von links, konnten die Schwarz-Gelben nur auf Maxime Langner klären, der dann aus 25 Metern mit einem strammen Schuss hoch ins Gebälk den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Hüter überwand (29.).
Danach war es ein Kampf um jeden Ball im Mittelfeld. Unser Pressing klappte oft gut. Leider konnten vorne keine großen Chancen aus den Ballgewinnen mehr erarbeitet werden. Bei kleinen Nachlässigkeiten und etwas schwächerer Zweikampfführung kamen dann die Altstädter noch zu einigen Halbchancen. Am Ende brachte Chemie den 2:1-Sieg gegen die SpVgg Bayreuth sicher über die 60 Minuten.
Zwischen den Chemie-Spielen hatte sich die SpVgg Bayreuth mit 2:0 gegen die SpVgg Ansbach durchgesetzt, sodass der Sieg im letzten Spiel für den Turniersieg notwendig war. Glückwunsch dazu an die Mannschaft. Beide Spiele machen Mut und erhöhen das Selbstvertrauen für den Punktspielbetrieb!



