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Gerhard Richter wäre heute 110 Jahre alt geworden

By 10. Februar 2026Februar 12th, 2026No Comments

Heute vor 110 Jahren wurde ein Mann geboren, der in Leutzsch eine Rolle spielte, obwohl er seine größten Erfolge für den Lokalrivalen aus Probstheida feierte.

Gerhard Richter gewann 1937 den Tschammerpokal mit dem VfB Leipzig, spielte 1935 bis 1944 in der Gauliga Sachsen und kam nach der Gründung der sogenannten Zonen-Liga, der späteren DDR-Oberliga, zur ZSG Industrie Leipzig.
Er bestritt, inzwischen 33 Jahre alt, 24 Spiele als rechter Läufer und wurde Tabellenachter in dieser ersten DDR-Meisterschaft. Dabei sorgte er am 25.9.1949 für ein absolutes Novum, der er war der erste Spieler, der in der DDR-Oberliga des Feldes verwiesen wurde. Im Spiel der ZSG gegen Erfurt (0:4) hatte er Schiedsrichter Kurt Liebschner (Weißenfels) in den Schlussminuten beleidigt. Ursprünglich gehörte Richter auch zum Kader der folgenden Saison, doch er beendete dann doch seine Laufbahn und brachte sich so um den Gewinn der DDR-Meisterschaft 1950/51.
Als Trainer war er dann lange im Bereich der Armeesportvereinigung Vorwärts tätig, wo er bei ASK Vorwärts Berlin, bei der ASV Vorwärts Leipzig und bis 1956 bei der ASG Vorwärts Cottbus tätig war. Auch Motor Schkeuditz war eine Station. 1962/63 erreichte Richter mit dem DDR-Ligisten Chemie Zeitz das Endspiel um den DDR-Pokal, das mit 0:3 gegen den Oberligisten Motor Zwickau verloren ging. Der SC Potsdam und dessen Nachfolger Motor Babelsberg folgten als Trainerstationen ebenso wie Nordhausen, Chemie Wolfen, Motor Steinach, Rotation Leipzig 1950, später kehrte er als Trainer nach Schkeuditz zurück.

Um Chemie Leipzig machte er sich noch auf andere Art verdient, denn seine Söhne Peter und Manfred gehörten 1963/64 zur ruhmreichen Mannschaft, welche die Meisterschaft nach Leutzsch holte.
Der Begründer dieser Fußballerfamilie verstarb am 7. Mai 1995.

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