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MV 2025: finanzieller Überschuss erzielt und neuer Vorstand gewählt

By 16. Juni 2025No Comments

Bei der Mitgliederversammlung der BSG Chemie Leipzig haben die Mitglieder einen neuen Vorstand gewählt. Der Verein präsentierte ein positives Jahresergebnis. Mehr als 400 Mitglieder waren in den Kupfersaal in der Leipziger Innenstadt gekommen. Die Mitgliederversammlung dauerte beinahe sieben Stunden.

Vor dem Wahlprozedere wurde es emotional. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Frank Kühne, seit Oktober 2012 Vorsitzender des Vereins, und Dirk Skoruppa, ebenfalls seit 2012 Vorstandsmitglied, wurden mit stehenden Ovationen verabschiedet. Frank Kühne erhielt von hunderten Mitgliedern unter Fangesängen Blumen überreicht.

In seinem Geschäftsbericht ging der Vorstand auf das emotionale Jubiläumsjahr 2024 (125 Jahre Fußballgeschichte in Leutzsch und 60 Jahre Meisterschaft 1964) ein und dankte den Verantwortlichen, thematisierte aber unter anderem auch die zunehmend unbefriedigende sportliche Situation, die im Dezember zur Übertragung der sportlichen Leitung an Uwe Thomas und David Bergner und bald darauf zur Freistellung von Cheftrainer Miroslav Jagatic führte.

Positiv das Jahresergebnis: Chemie erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Überschuss von 41.000 Euro bei einem Rekordertrag von insgesamt über drei Millionen Euro. Der Verein ist damit seiner seriösen Linie der wirtschaftlichen Stabilität treugeblieben.

Im Zuge der Geschäftsberichte von Vorstand, Aufsichtsrat und Revisoren nutzten die Mitglieder die Gelegenheit des kritischen Austauschs mit den Gremien über die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Miroslav Jagatic. Diese begründeten ihren Entschluss mit der Hoffnung auf eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem im Juni 2024 eingestellten Steffen Ziffert und Miroslav Jagatic, die sich nicht erfüllt hatte. Zudem appellierten die Mitglieder an ein künftig wieder stärker geschlossenes Auftreten und Handeln der Gremien sowie eine nachvollziehbarere Kommunikation. Verbunden mit diesem Auftrag, erteilten sie Vorstand und Aufsichtsrat ihre Entlastung und folgten damit der Empfehlung der Revisoren.

Im Anschluss präsentierte der Vorstand die Vision für die Vereinsentwicklung in den kommenden Jahren. Schwerpunkte sind:

  • die Etablierung im oberen Tabellenbereich der Regionalliga und die Fähigkeit, junge Talente für die erste Mannschaft auszubilden
  • die Professionalisierung der Strukturen und das Ziel, Eigentümer eines nachhaltig restaurierten Alfred-Kunze-Sportparks zu werden
  • ein stabiles finanzielles Fundament und die Vermeidung existenzgefährdender Abhängigkeiten
  • Bewahrung der Identität als wertebasierter Exot in Leipzig-Leutzsch bei gleichzeitiger Entwicklung bundesweiter Strahlkraft

Danach stand die Wahl des Vorstands für die kommenden drei Jahre auf der Tagesordnung. Acht Kandidaten stellten sich zur Wahl. Die meisten Stimmen erhielten Gerd Kroll, Christian Friedrich, Gregor Schoenecker, Bastian Pauly und Marc Walenta, die ihre Wahl zum neuen Vorstand annahmen.

Chemie bedankt sich bei den drei nicht-gewählten Kandidaten Ronny Leitzke, Thomas Heier und Pierre Bonnet. Der neue Vorstand lud die drei Kandidaten dazu ein, sich unabhängig vom Wahlergebnis aktiv in die Entwicklung des Vereins einzubringen.

In diesem Zusammenhang interessant: Eine Satzungskommission befasst sich im Rahmen einer Erneuerung des in die Jahre gekommenen Satzung auch mit der Möglichkeit, die Plätze von Vorstand und Aufsichtsrat zu erweitern, um künftig mehr Kräfte innerhalb der Gremien zu bündeln. Noch in diesem Jahr sollen die Vorschläge zur Satzungsänderung in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Abstimmung gebracht werden.

Anträgen über die Schaffung einer Museums-Infrastruktur zur Sammlung von Artefakten, Fotos und Archivalien in Vereinshand sowie über die zeitnahe Prüfung der Bildung eines zweiten Frauenteams in Spielgemeinschaft mit dem TuS Leutzsch erfuhren die Zustimmung der Mitglieder.

Vor der Verabschiedung ehrte der Vorstand engagierte Mitglieder aus verschiedenen Feldern, stellvertretend für den ehrenamtlichen, unverzichtbaren Einsatz hunderter Mitglieder und Fans für ihren Verein – und ermunterte die Mitglieder zur aktiven Beteiligung auf allen Ebenen.

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