„Wird es im Osten immer dunkler,
erstrahlt im Sportpark Leutzsch das Licht!“

Am Sonntag, den 6. September 2026, wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt.

Diese Wahl geht uns alle an.

Von Leipzig bis zur Landesgrenze sind es nur wenige Kilometer. Viele Menschen aus Sachsen-Anhalt gehören zu unserer grün-weißen Familie. Sie feiern und fiebern mit uns im Alfred-Kunze-Sportpark, begleiten Chemie auswärts, arbeiten und leben in unserer Region. Was in Magdeburg, Dessau oder Weißenfels entschieden wird, betrifft nicht nur Sachsen-Anhalt.

Wir erleben, wie der Ton rauer wird. Wie Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihrer Behinderung, ihrer sexuellen Identität oder ihrer Lebensweise angegriffen und ausgegrenzt werden. Wie versucht wird, Angst, Wut und Spaltung zum politischen Programm zu machen.

Das ist keine Entwicklung, an die wir uns gewöhnen dürfen. Und sie ist nicht unumkehrbar.

Bei der Landtagswahl wird mitentschieden, ob unsere Vereine, Schulen, kulturellen Einrichtungen und Nachbarschaften Orte des Respekts und der Freiheit bleiben. Ob etwa Kinder mit Behinderung selbstverständlich dazugehören. Oder ob Menschen wieder gegeneinander ausgespielt, Freiräume eingeschränkt und demokratische Bildungsarbeit geschwächt werden.

Das Licht bleibt an

Unser Fangesang ist kein Lippenbekenntnis:

„Wird es im Osten immer dunkler, erstrahlt im Sportpark Leutzsch das Licht.“

Dieses Licht steht für eine Haltung. Für Menschen, die nicht wegsehen. Für eine Kurve, einen Verein und eine große Familie, für die feststeht, dass Zusammenhalt stärker als Ausgrenzung ist. Demokratie lebt nicht allein in Parlamenten. Sie lebt im Jugendclub, am Arbeitsplatz, in der Schule, auf dem Feld und auf den Rängen.

Dieses Licht brennt nicht nur in Leutzsch. Es brennt überall dort, wo Menschen sich organisieren, widersprechen, füreinander einstehen und ihre Freiheit verteidigen.

Nutzt eure Stimme

Zuschauen, Kopfschütteln und Hoffen reichen nicht. Wer eine offene, freie und solidarische Gesellschaft will, muss sie verteidigen.

  • Geht wählen: Nutzt am 6. September euer Wahlrecht. Jede demokratische Stimme zählt.
  • Sprecht darüber: Redet mit Familie, Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen. Macht deutlich, was auf dem Spiel steht.
  • Stärkt die, die vor Ort handeln: Unterstützt Vereine, Jugendprojekte, Kulturorte und Initiativen, die demokratisches Miteinander jeden Tag möglich machen – durch Spenden, Mitgliedschaft oder ehrenamtliches Engagement.
  • Widersprecht: Lasst rassistische Sprüche, antisemitische Hetze und menschenfeindliche Parolen nicht unwidersprochen – weder am Stammtisch noch in der Umkleide, weder im Chat noch auf der Tribüne.

Wofür wir stehen

Chemie ist mehr als Fußball. Unser Verein lebt von Menschen, die anpacken und mitdenken, die streiten können und zusammenhalten. Von Ehrenamtlichen und Mitgliedern, von Fans und Angestellten, von Partnern und Sponsoren. Von allen, die den AKS zu einem Ort machen, an dem Vielfalt nicht erklärt werden muss, sondern gelebt wird.

Unser Leitbild verpflichtet uns: Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Identität oder anderer Merkmale ausgrenzt oder herabwürdigt, hat bei Chemie keinen Platz. Wir stehen für Respekt, Gleichberechtigung und demokratisches Miteinander – unabhängig von Herkunft, Glauben, Behinderung, Geschlecht, sexueller Identität oder Lebensentwurf. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass diese Werte in unserer Region und überall im Land gelebt werden.

Wir überlassen unsere Heimat, unsere Vereine und unsere Zukunft nicht denen, die Menschen gegeneinander ausspielen wollen.