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Viele Chancen, keine Punkte: Chemie bringt sich um den Lohn

By 11. März 2024No Comments

Foto: Christian Donner

Verkehrte Welt in Leutzsch: Trotz klaren Feldvorteilen und vielen Chancen konnte sich unsere BSG im Sachsenduell mit dem FSV Zwickau nicht belohnen und verlor sogar noch durch einen individuellen Fehler. Somit sahen die 4999 Zuschauer:Innen im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark ein 1:2 (0:0) in der Partie zwischen der BSG Chemie Leipzig und dem FSV Zwickau.

Nach einer turbulenten Sommerpause und einem schwierigen Saisonstart hat sich der heutigen Gegner aus Westsachsen, der FSV Zwickau, gefangen. Die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt ist zusammengewachsen und hat sich aus dem Tabellenkeller gekämpft. Zuletzt feierte man sogar vier Siege in sechs Spielen und ist im Tabellenmittelfeld der Staffel angekommen. Zwar setzte es zuletzt eine bittere 0:2-Niederlage gegen Energie Cottbus, aber fußballerisch war man definitiv auf Augenhöhe. Somit hatten unsere Chemiker mit der drittbesten Rückrundenmannschaft ein echtes Brett zu bohren.

Unsere Chemiker hingegen wollte die Niederlage in Berlin bei der Viktoria vergessen machen. Zwar ist man seit Jahresbeginn nur zweimal geschlagen wurden, aber oftmals brachte man sich aufgrund der schlechten Chancenverwertung um die Punkte. So hat man sich noch nicht vollends aus dem Tabellenkeller verabschiedet und muss noch weiter Punkte sammeln. Damit dies gelingt, änderte BSG-Trainer Miroslav Jagatic seine Elf auf drei Positionen: Manuel Wajer, Philipp Wendt und Timo Mauer begannen für Vin Kastull, Florian Brügmann und Florian Kirstein.

Die Partie begann ausgeglichen. Chemie hatte mehr Ballbesitz, während die Gäste tief standen und auf Defensivarbeit bedacht waren. Trotzdem gehörte die erste Chance den Schwänen, als Veron Dobruna am linken Pfosten vorbei köpfte. (10.) Danach aber erarbeiteten sich unsere Leutzscher mehrere Möglichkeiten. Erst hielt Benjamin Leneis einen Schuss von Janik Mäder fest (13.), dann landete ein Distanzschuss von Marcel Hilßner auf dem Tordach. (19.) Allgemein ließ Zwickau aufgrund der tief stehenden Abwehrreihe viel Platz im Rückraum, den unsere Grün-Weißen versuchten zu nutzen, wie auch Lucas Surek, aber sein Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei. (23.) Mit zunehmender Spielzeit wurde der Druck auf das FSV-Tor immer größer. Wieder war es Surek, der auf der linken Seite durchbrach, aber aus spitzem Winkel an Leneis scheiterte. (27.) Auch Denis Jäpel fehlte es bei seinem Schlenzer an Zielwasser. (35.) Die letzte Chance im ersten Durchgang hatte Philipp Wendt, der vor dem Spiel für sein 150. Pflichtspiel für Chemie (gegen den BAK) geehrt wurde, aber seine abgerutschte Flanke von der rechten Seite landete nur an der Latte. (45.) Somit ging es torlos in die Pause.

Zum Anfang des zweiten Durchgangs kam Zwickau offensiver aus den Kabinen. Zimmermann hatte direkt eine Top-Chance, schoss aber freistehend aus fünf Metern über den Kasten. (47.) Wenig später musste Bellot sein Können beweisen, als er glänzend gegen den durchgebrochenen Martens parierte. (53.) Nun aber kamen unsere Chemiker wieder besser ins Spiel und hatten durch den agilen Surek wieder zwei Chancen, aber abermals war der Zwickauer Abwehrblock entscheidend dran und störte bei den Abschlüssen. (55., 59.) Auf der Gegenseite wurde es dann strittig: Dobruna und Wendt stießen zusammen; der Ball war dabei schon weg. Zum Unmut unserer Mannschaft zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt – Elfmeter Zwickau. Herrmann trat an traf mit viel Glück, denn Bellot hatte die Ecke gehabt. (63.) Im direkten Gegenzug gelang unsere BSG aber postwendend der Ausgleich: Hilßner flankte von der rechten Seite und Lucas Surek schob aus Nahdistanz ein. (64.) Mit dem Treffer im Rücken hatten unsere Leutzscher direkt wieder das Heft in der Hand. Es rollte nun ein Angriff nach dem anderen auf das FSV-Tor. Erst wurde ein Schuss von Wajer kurz vor der Linie geklärt (74.), dann wurde ein Schuss vom eingewechselten Brügmann aus fünf Metern geblockt. (80.) Es war nun ein Spiel mit offenen Visier, in dem auch die Gäste immer wieder Nadelstiche setzten, da das Mittelfeld unserer Chemiker oft unbesetzt war. So kam der ebenfalls eingewechselte Luis Klein frei vor Bellot zum Abschluss, scheiterte aber an diesem. (81.) Dann aber wurde es kurios: Paul Horschig spielte völlig unbedrängt einen Fehlpass direkt in die Füße von Yannic Voigt. Der Joker blieb frei vor Bellot cool und traf zum 1:2 für die Gäste. (87.) Der Spielverlauf war wieder auf den Kopf gestellt. Unsere Chemiker gaben sich aber nicht auf. Zwar hatte Zimmermann kurz danach die Entscheidung auf dem Kopf, scheiterten aber wieder an Bellot (90.), danach aber kam man durch einen Distanzschuss von Harant, den Leneis glänzend parierte, fast zum wiederholten Ausgleich. (90+3.) Auch die letzte Chance von Maximilian Jagatic, der zum Fallrückzieher ansetzte, wurde vom stark aufgelegten Gäste-Keeper gehalten. (90+4.) Somit verlor unsere BSG trotz toller Leistung unverdient mit 1:2 gegen den FSV Zwickau.

Eine alte Fußball-Floskel besagt: Wer seine Dinger vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein. So war es für unsere Chemiker. In der Offensive fehlte es an Genauigkeit, während man in einer wilden Schlussphase defensiv nicht konzentriert auftrat. So blieb man an diesem Spieltag ohne Punkte und rutscht auf Platz 13 ab. Die nächste Chance auf Punkte gibt es kommenden Freitag. Dann muss unsere BSG zur VSG Altglienicke. Anpfiff ist um 19 Uhr.

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BSG Chemie Leipzig: Benjamin Bellot (MK) – Paul Horschig, Philipp Harant, Philipp Wendt – Manuel Wajer (84. Luca Biagio Marino), Denis Jäpel, Dennis Mast, Lucas Surek – Janik Mäder (72. Florian Brügmann), Marcel Hilßner (79. Maximilian Jagatic), Timo Mauer (79. Elias Ndukwe Oke); Trainer: Miroslav Jagatic
FSV Zwickau: Benjamin Leneis – Philipp Heller, Kilian Senkbeil, Sandro Sengersdorf, Lloyd Addo Kuffour – Felix Schlüsselburg (82. Lucas Albert ) – Theo Gunnar Martens (82. Yannic Voigt), Mike Könnecke, Jahn Herrmann, Veron Dobruna (69. Luis Klein) – Marc-Philipp Zimmermann (MK); Trainer: Rico Schmitt
Tore: 0:1 Jahn Herrmann (63., Foulelfmeter), 1:1 Lucas Surek (64.), 1:2 Yannic Voigt (87.)
Gelbe Karten: Janik Mäder, Philipp Wendt, Paul Horschig / Veron Dobruna
Schiedsrichter: Florian Butterich (Adelhausen), Daniel Bartnitzki, Johannes Drößler (Thüringen)
Zuschauer: 4999 im Alfred-Kunze-Sportpark (davon 900 Gäste)

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