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Jahr der Leutzscher Legenden

By 17. Februar 2024Februar 23rd, 2024No Comments

Jahr der Leutzscher Legenden – 125 Jahre Fußballgeschichte

Unser Verein feiert in diesem Jahr ein eindrucksvolles Jubiläum: 125 Jahre lässt sich die Geschichte der ersten Vorläufer der BSG Chemie zurückverfolgen. Eine Zeit, in der viele Legenden entstanden und über der die Meister von 1964 thronen, die in diesem Jahr 60-jähriges Jubiläum feiern. Aber auch die Vorgänger von der Tura schrieben Geschichte, ebenso die Generation von 1951, die ebenfalls die Meisterschaft gewann. Oder das Team von 1984, das gegen den 1. FC Union Berlin die legendären Relegationsspiele um den Klassenerhalt bestritt und gewann. Aus diesem Grunde plant die BSG eine ganze Reihe von Aktivitäten und Veranstaltungen unter dem Titel „Jahr der Leutzscher Legenden – 125 Jahre Fußballgeschichte“, die sich über das gesamte Jahr verteilen werden.

Neben einem Konzert, der Veröffentlichung eines Tonträgers sowie einem Festakt am 10. Mai wird in verschiedenen Formaten die vielfältige Geschichte des Leutzscher Fußballs aufgezeigt – und diskutiert. Nicht zuletzt sollen dabei auch Brüche, Verwerfungen und Widersprüche thematisiert werden.

Schon die erste Veranstaltung wird eine sehr spannende sein. „Von der Britannia zur Tura – wer sind wir?“ lautet der Titel der Diskussion, an der gleich mehrere hochspannende Gäste beteiligt sind. Rainer Hertle, ehemaliger Präsident des Leipziger Fußballverbandes, die Kulturwissenschaftler und AutorInnen Britt Schlehahn und Alexander Mennicke, Autor Ray Schneider sowie Autor und Vereins-Chronist Jens Fuge diskutieren die im Raum stehende Fragestellung: Wie weit reichen die Wurzeln des heutigen Vereines zurück? Wie kann und soll man mit all den Brüchen und Rissen, den Umbenennungen, Verschmelzungen und Vereinigungen, teils freiwillig, teils unter Zwang, umgehen? Unterschiedliche Lesarten und Deutungen existieren, und es ist spannend zu sehen, wie sich langsam, aber sicher eine Debatte um die Ursprünge des Vereines entwickelt.
Die Uralt-Linie der Britannia, gegründet von den Ahnen der Leutzscher Familien-Dynastie Krauß, gilt als ältester Quell des heutigen Vereines. Spätere Verschmelzungen und Fusionen (Britannia mit Hertha 05) ließen erst den Leipziger Sportverein 1899, dann 1938 durch die Fusion mit der Tura den Turn- und Rasensportverein 1899 entstehen. Wie freiwillig geschah gerade die letztere Verschmelzung, gab es Druck der Nationalsozialisten, denen die progressive Haltung der Turaner ein Dorn im Auge war?
Diese Auftakt-Veranstaltung findet am 17.2.24, 18 Uhr im Kaiserbad (Karl-Heine-Straße 93, 04229 Leipzig) statt. Der Eintritt ist frei.

Themen der folgenden Veranstaltungen (geplant):

2.3.24, Capa-Haus, Haus (Jahnallee 61, 04177 Leipzig), 18 Uhr
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Chemie wurde 1954 zum Spielball der Politik und verlor durch „Umgestaltungen“ seinen Platz in der höchsten Spielklasse des Landes – als Vizemeister!
Zuvor schon gab es die unglaublichsten Vorgänge, wie z.B. die „Delegierung“ von gleich sieben Stammspielern zur Armee-Mannschaft SV Vorwärts, oder die Aberkennung eines 6:3-Sieges gegen Stahl Thale. Wie funktionierte das? Warum war so etwas möglich? Wie war die Situation in der damaligen DDR? Wie machte Chemie weiter?

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