AppnewsVEREIN

Stürmer mit großem Potential, aber noch größerem Verletzungspech: Klaus-Dieter Gosch wird 60

By 22. April 2021No Comments

Foto: Pampel

Geboren am 22. April 1961, spielte Klaus-Dieter Gosch zwischen 1979 und 1986 für die BSG Chemie Leipzig. In seiner ersten Saison bestritt er vier Liga- und drei Aufstiegsspiele (1 Tor), seine stärkste Saison erlebte er 1979/80, als er 16 Oberligaspiele (1 Tor) bestritt. Durch Armee-Zeit und schwere Verletzungen spielte „Goschi“ leider keine große Rolle mehr bei Chemie, ab 1986 kickte er in Markkleeberg (40 Ligaspiele, 5 Tore). Nach insgesamt 20 Oberligaspielen (1 Tor), 54 DDR-Liga-Spielen (6 Tore) und 9 Aufstiegsspielen (torlos) beendete Klaus-Dieter Gosch seine Laufbahn als Leistungssportler. Im Geburtstags-Interview anlässlich seines „60.“ spricht er über seine Jugendliebe Chemie, über das familiäre „Aus“ in Leutzsch, die tragische Karriere seines Bruders Peter und sein eigenes riesiges Verletzungspech.

Ich begann 1969 mit Fußballspielen bei Chemie, mein erster Trainer war Herr Schulze, dann hatte ich Herrn Stieglitz und später Frank Engel als Trainer. Das war die Mannschaft, in der Hansi Leitzke als Torwart spielte.

Wir waren ja zu Hause eine Fußballer-Familie, wir haben den ganzen Tag nur Fußball gespielt als Kinder. Ich gehöre noch zu der Generation, die im Hinterhof von mittags bis abends nur Fußball gespielt hat. Es gab einen großen Sportplatz in der Schillerschule in Gohlis, da haben meine Brüder Peter, Lothar und ich gespielt. Wir sind altersmäßig jeweils fünf Jahre auseinander.
Ich bin dann von Gohlis durchs Rosenthal zum Training mit dem Fahrrad alleine gefahren, zutage ist das unvorstellbar, ich war ja erst zehn Jahre! Mit Hans Leitzke und Frank Illge spielte ich da in den Kindern zusammen, auch Uwe Zötzsche war dabei, wir vier haben es später bis in die Oberliga geschafft.

Dann bin ich 1974 zu Rotation gewechselt. Das war eine Entscheidung meiner Eltern. Hans-Günter Hänsel, der damalige Sektionsleiter, hatte etwas gegen lange Haare. Mein Bruder Lothar, der damals auch bei Chemie spielte, sollte sich die Haare schneiden lassen. Das hat er natürlich nicht gemacht, und hat sich abgemeldet bei Chemie. Mein großer Bruder Peter kam zur gleichen Zeit von der Armee zurück, aber Hänsel wollte den nicht mehr haben. Also haben meine Eltern und wir gesagt: dann eben nicht – und haben mich auch abgemeldet. Da waren wir alle drei plötzlich nicht mehr in Leutzsch. Peter und ich haben dann bei Rotation gespielt, bis 1979. Manfred Walter hat mich dann mal beobachtet und dann ging es ganz schnell, und ich war wieder bei Chemie.

Eigentlich sollte das schon früher losgehen, im Februar war ich mit meinem Bruder Peter zum Training und wir sollten beide kommen. Peter war ja ein genialer Fußballer, beidbeinig, umsonst hat er ja nicht Juniorennationalmannschaft gespielt. Vielleicht hat er den Biss nicht gehabt, sich durchzusetzen. Chemie wollte uns im Doppelpack holen, da war sicher mein Bruder mit seiner Erfahrung – er war ja schon 28 – begehrter. Er hat aber keine Freigabe bekommen. Das kam, weil er in Frankfurt unehrenhaft entlassen wurde, und man hat ihn daraufhin anderthalb Jahre für die Liga und lebenslang für die Oberliga gesperrt. Chemie hat ein Gnadengesuch gestellt, aber das hat nichts genützt.

Trainer Dieter „Hechter“ Sommer war mein absoluter Förderer, er hat immer mit dem Training auf mich gewartet, wenn ich aus der Berufsschule kam. Der hat damals Übungen gemacht, die würde heute kein Profi mehr mit sich machen lassen. Wir mussten uns auf den Boden legen, die Luft anhalten und dann hat er uns fünf Mal den Medizinball auf den Brustkorb gehauen, aber so richtig! Das war der „Hechter“, das waren seine Methoden. Das hat einen geprägt. Das waren eben seine Methoden, das hat sich eingeprägt. Für mich war er ein Förderer – trotz dieser Qualen.

Menschlich war der „Hechter“ vom allerfeinsten. Ich kann mich noch gut dran erinnern, da war ich gerade ein halbes Jahr bei Chemie, und wir hatten ein Vorbereitungsspiel. Zu der Zeit war ich 18, und ich habe absolut keinen Alkohol getrunken. Höchstens mal einen Eierlikör oder so… Ich habe in Gohlis gewohnt 18 Jahre und da war schräg gegenüber die Lipsia-Bar. Da sind wir also freitags vor diesem Vorbereitungsspiel rein, haben an der Seitentür geklopft, da ging die Tür auf – und der „Hechter“ stand drinnen. Mein Herz war in der Hose, als er mich zur Seite nahm und sagte: „Goschi, wir haben uns heute hier nicht gesehen, wir sprechen auch nicht mehr drüber, aber Mitternacht sehe ich dich hier nicht mehr.“ Das hat er auch gemacht.

Am 1. April 1979 habe ich das erste Ligaspiel gegen Eisleben gemacht, und am 19. Mai hatten wir das erste Aufstiegsspiel gegen Motor Suhl. Das letzte Aufstiegsspiel gegen Cottbus ist ja unvergessen, als wir 2:2 spielten und die Fans danach Wolfgang Lischke auszogen. Der „Lobe“, das war typisch für ihn. Der konnte auch feiern, singen und tanzen wie kein Zweiter. Bei Micha Meyers Polterabend ist er auf den Kachelofen geklettert und hat da oben ein Tänzchen hingelegt. Oder bei Chemie in der Gaststätte ist er mal auf den Ofen geklettert zur Weihnachtsfeier und hat zu Dschingis Khan sein Sektglas an die Wand geworfen. Aber er konnte sich, wie auch Lothar Paul, im Training auch richtig quälen, die waren da wirkliche Vorbilder. Auch, wenn die alle schon in den Dreißigern waren, gingen die immer vornweg. Auch Stefan Fritzsche gehörte dazu.

Nach dem Aufstieg sind wir die die „Boutique 79“ zum Feiern gegangen. Grandios! Das erste Spiel dann in der Oberliga 1979/80 war der Hammer. Dieter Sommer als Trainer hat mir erst am Spieltag gesagt, dass ich spielen werde. Da habe ich gleich wieder Gänsehaut. Als wir uns auf dem Platz 3 warm gemacht haben, standen da schon Tausende. Und zurück gings durch ein Spalier aus Menschen. Und dann gings in diesen Hexenkessel. Wahnsinn! Die Beine liefen von ganz alleine. Grandiose Zeiten. Leider Gottes habe ich, statt zu köpfen, einen Fallrückzieher probiert, der daneben ging. So haben wir am Ende nur 2:2 gespielt. Dann haben wir begonnen, Punkte zu sammeln. Gegen Jena 2:1 gewonnen. Das hat ja keiner gedacht, dass man gegen die gewinnt! Röpcke mit einem Supertor. Der hat im Training auch drei Tage mal nicht gesprochen, der war speziell, der Paul. Und Lischke wackelte mit dem Hintern, ließ den langen Grapenthin erst fallen und netzte dann ein, das war seine Spezialität. Und dann kam das unfassbare Spiel in Zwickau, als es nach sieben Minuten 3:0 stand. Deren Torwart Croy war konsterniert, so schnell hat der wahrscheinlich noch nie drei Stück kassiert.

Vor dem Ortsderby standen wir in der Tabelle erstmals seit vielen Jahren vor Lok. Da hätten wir vielleicht was reißen können, aber die waren natürlich viel zu stark mit all ihren Nationalspielern. Da haben wir fünf Stück bekommen. Die große Rivalität gab es zu unserer Zeit aber nicht. Ich habe mit Uwe Bredow im Haus gewohnt. Ich hatte eine Dreiraumwohnung, er eine Einraumwohnung. Montags hat man sich öfters im Eden getroffen, das war ein freundschaftliches Verhältnis. Montags war nur leichtes Training, Sauna, leichte Kompensation, dann ging es 16 Uhr in die Hainstraße in das Cafe, das war der erste Anlaufpunkt, dann gab es noch diverse Bierbars, und in aller Regel sind wir dann im „Eden“ gelandet. Dienstags war dann der Hauptbelastungstag. Das Thema Trainingssteuerung war damals weitgehend unbekannt, es war also hammerhart. Da ist der Alkohol wieder rausgekommen, dienstags war der schlechteste Tag der Woche. Das war aus meiner Sicht grenzwertig, dass wir uns die Schuhsohlen wundgerannt sind und am Wochenende harte Waden hatten. Wir haben sogar donnerstags noch teilweise Wendeläufe gemacht… Das war beim “Hechter“ so, aber auch bei allen anderen Trainern.

Bei Chemie in der Vorbereitung – davon brauchen wir gar nicht erst reden! Das war die Hölle, am zweiten Tag konnte man gar nicht mehr gehen. So kaputt war man, du hattest am  ganzen Körper Muskelkater! In Blankenburg im Trainingslager sind wir Serpentinen hochgerannt, wo uns die Trainer Struppert und Müller angefeuert haben. Oder die ominösen 10×400 Meter auf Zeit – wir waren Leichtathleten. Wahnsinn! Diese Leichtigkeit des Seins, was die heute haben, das hatten wir nie. Wir waren fit, aber anders fit. Wenn ich sehe, wie die heute 90 Minuten marschieren… Diese Spritzigkeit, diese Leichtigkeit, die wir heute sehen, das war bei uns anders.

Kommen wir zur zweiten Halbserie 1979/80. Da sind wir böse abgeschmiert, in der zweiten Serie bekam die Mannschaft keinen Fuß vor den anderen. Woran lags? Die Gegner haben uns nicht mehr so auf die leichte Schulter genommen, die haben uns ganz anders wahrgenommen dann und entsprechend beackert. Die Mannschaft war eigentlich intakt, daran lag es nicht. Ich kann es nicht sagen, woran das lag. Es ging von einer Niederlage in die nächste, die Fans blieben weg. Zum Ende kamen nur noch 5000 Zuschauer…

Gegen Union ging es draußen vor dem Stadion zur Sache. Da durften wir die Kabinen nicht verlassen, wir mussten drin bleiben. Aber das war auch gegen den BFC so. Wir standen kurz vor der Sensation, wenigstens einen Punkt zu holen. Dann gab es einen Pfiff des Schiedsrichters, Freistoß, das 2:1 für den BFC. Da sind dann draußen alle freigedreht. Aber das war vor dem Stadion, das haben wir nicht so mitgekriegt.

Im November 1980 musste ich ja zur Armee, das hätte ich gerne noch ein bisschen rausgeschoben. Damals war ich Stammspieler bei Chemie und dann bin ich halt zur Armee und habe in dieser Zeit für anderthalb Jahre in Ludwigsfelde gespielt. Ich glaube, das war Bezirksliga. Bei Lok wäre mir das nicht passiert, dass man mich zur Armee eingezogen hätte, während man in der Oberliga spielte. Ich habe auch noch ein passendes Schreiben, als meine Mutter an den DFV, den Deutschen Fußballverband, geschrieben hatte, ob ich nicht während der Armeezeit weiter Fußball spielen könnte. Die haben doch glatt geantwortet, dass sie keinen Einfluss darauf haben würden. Das war natürlich gelogen, die haben nur nicht gewollt.

Im April 1982 kam ich von der Armee zurück, und auf der Rückreise von Ludwigsfelde hat mich Sektionsleiter Jungnickel auf dem Hauptbahnhof abgepasst und mir meinen Pass abgenommen. Er hatte mich auch zweimal dort besucht, das hatte ich nicht erwartet. Als „Prämie“, dass ich zurückkam, gab es eine Dreiraumwohnung. Das war ja das größte! Das hat Karli Plättner eingerührt. Wir haben uns auch immer auf die Leipziger Messe gefreut. Da gab es immer Sachen aus dem Exquisit, da haben wir unsere Sporttaschen freigeräumt und die Dosen Ananas und Pfirsiche nach Hause geschleppt. Einmal brauchte ich ein Schlafzimmer. Ich also hin zu Karli und ihm gesagt: Ich brauche ein Schlafzimmer. Er so: Kriegen wir hin. Dann sind wir ins Werk nach Schmalkalden gefahren, mit einem kleinen Bus, haben uns umgeschaut und uns ein Schlafzimmer ausgesucht. Das war für mich ein richtiger Manager, ein echter Tausendsassa. Ich glaube, der hat doch im Konsument an der Blechbüchse gearbeitet, daher hatte er seine Beziehungen, denke ich.

Dann habe ich wieder gespielt, auch in der denkwürdigen Saison 1982/83, als wir nur ein Spiel verloren. Da hatte ich dann auch diese tolle Frisur. Im Friseur im Hotel Astoria hab ich mir diese Kaltwelle machen lassen, und mir war doch nicht bewusst, dass das ein paar Wochen hält. Ich habe mich noch zu Hause unter die Dusche gestellt, aber da kann man sich vorstellen, was in der Kabine los war. „Grauli“ hat sich da besonders hervorgetan. Da gab es einige Sprüche.

Vor den Relegationsspielen gegen Union habe ich das letzte Heimspiel, das 0:2 gegen Union, fast durchgespielt. Da bin ich um mein Leben gerannt, aber es hat ja bekanntlich nichts genutzt. In Berlin war ich dann nicht im Kader. Und beim zweiten Spiel saß ich auf der Bank, hab aber nicht gespielt. Was ich ganz gruselig fand, und das ist auch nicht wieder gutzumachen: wir mussten uns während des ganzen Spieles in der Halle warm machen. Ich habe von dem Spiel keine Sekunde gesehen! Wenn Henning Neidhardt kam, hat man immer gehofft, er holt mich jetzt, aber in dem Spiel leider nicht. Das war eben so festgelegt – traurig, aber wahr. Man hat den Jubel gehört, wusste aber immer erst mal nicht, wer ein Tor geschossen hat. Die Feier danach war unvergesslich. In der Boutique 79 ging es so richtig ab, der Chef Georg hat einen Whisky nach dem anderen eingegossen und endlos gesungen. Der hat ja immer gesungen, hatte später auch den Karaoke-Club.

Die Ausrüstung war auch so eine Sache. Man musste immer zur „Worle“ (Winfried Worlich) hoch, da hatten wir fürs Training rote Stoffschuhe, die gingen alle 14 Tage kaputt. Die Spielschuhe von Zeha oder Germina gingen ja noch. Aber mal einen neuen Trainingsanzug zu bekommen, war schwer, da wurde auch penibel Buch geführt. Spielgarnituren wurden mit Gold aufgewogen. Für ein paar gute Fußballschuhe musste die West-Oma herhalten. Meine ersten guten Schuhe hab ich von Uwe Bredow bekommen, der bei Lok spielte und in der Olympiaauswahl. Er hatte zum Glück auch Größe 41 wie ich, das hat er gemacht. Da war er wirklich Kumpel.

Danach kam es dann ganz dick für mich. Ende September 1983 begann mein Leidensweg. Zuerst hatte ich einen Meniskusschaden. Damals war das noch anders als heute, wo man recht schnell wieder spielen kann. Damals hat man uns noch mit Stopfnadeln die Blutergüsse rausgeholt. Daran hatte ich bis zur Vorbereitung auf die Rückserie zu knabbern, als die Vorbereitung im Februar lief. Ein Jahr später kam dann Kreuz- und Seitenband. Danach war ich ein dreiviertel Jahr weg. Hinten auf dem Schotterplatz, hinter dem Platz eins, am ersten Vorbereitungstag, hat sich im Zweikampf mit Heiko Scholz alles im Knie verdreht. Also vor in die Kabine auf die Pritsche, unser Arzt kam, meinte, es wäre eine starke Dehnung. Dabei war alles gerissen. Es hat noch eine Woche gedauert, bis ich endlich operiert war. Das war am 28.7.1985. Daran habe ich ganz lange geknabbert. Als es halbwegs wieder ging, bin ich nach Markkleeberg gewechselt. Für Chemie habe ich also nie wieder gespielt. In Markkleeberg bin nochmal richtig gut in Fahrt gekommen. Am 13.11.1988 hat es im Spiel „knack“ gemacht, da hatte ich einen Knorpelschaden. Das war es mit der Karriere. Der Doc hat gesagt, sei froh, wenn du mal wieder joggen kannst später. Das klappt zum Glück. Aber ich hatte ja auch zwischendurch immer wieder etwas. Mal war es eine Zerrung, mal war es der Knöchel – ganz verletzungsfrei war ich nur selten.

Somit war meine sportliche Karriere nur eine sehr kurze. Aber ich bin trotzdem sehr dankbar, dass man so unterwegs sein konnte in Leipzig. Dann kam ja eh die Wende. Da war ich noch ein halbes Jahr hauptamtlicher Mannschaftsleiter in Markkleeberg. Dann kam Karl Bühler, da haben alle gedacht, der hat einen Koffer voller Geld. Der erzählte zwar immer von seiner blauen Mauritius, aber Geld hatte er nicht wirklich. Er hatte da auch schon Schulden und gesundheitliche Probleme. Aber mit seiner Zigarre und seinem großen Buch, das er immer vor sich hatte – es stand zwar nichts drin – machte schon erst mal Eindruck.

Es wusste dann auch keiner, wie es weitergehen sollte nach der Wende. Ich bin in eine Werbeagentur gewechselt, zu Dr. Garbe und Partner. Da habe ich zehn schöne Jahre verlebt. Danach bin ich in die Getränkeindustrie gekommen und arbeite da seit 2001. Derzeit bin ich Gebietsverkaufsleiter bei Getränke Staude.

Später habe ich in Rückmarsdorf gespielt, da bekam ich noch einen guten Vertrag, neben der Arbeit natürlich. Ein paar Tore habe ich da noch gemacht, ich glaube, 26 in der ersten Saison. Bis 1995 ging das. Dann haben wir in Gerichshain gebaut, bis 2001 habe ich beim SV Tresenwald gespielt. Trainer Manfred Walter habe ich zwischendurch dorthin geholt. Bis 2004 war ich noch Trainer. Seitdem kicke ich nur noch ein bisschen bei den Alten Herren, aber das wars dann auch.

Teilen: