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Chemie schlägt Sandersdorf im Testspiel

By 11. Juli 2020 No Comments

Foto: Christian Donner

Chemie hat das erste Testspiel der neuen Saison 2020/21 erfolgreich bestritten. Im Sport- und Freizeitzentrum zu Sandersdorf siegte die Mannschaft von Trainer Miroslav Jagatic am Ende relativ ungefährdet mit 3:0 (1:0) und steigerte sich dabei in Durchgang Zwei. Zuschauer waren, bis auf die Offiziellen beider Mannschaften, nicht vor Ort.

Das Warten hat ein Ende: endlich rollt der Ball wieder in der Vorbereitung auf die neue Saison 2020/21. Den Auftakt der Vorbereitung machte unsere Regionalligamannschaft bei der SG Union Sandersdorf, gegen die man in der Vorbereitung nun fast schon traditionell auftritt.

Neben den drei Neuzugängen Tarik Reinhard, Benjamin Luis und Morgan Fassbender war Chemie auch mit gleich fünf Testspielern nach Sachsen-Anhalt gereist. Justin Huber, Filimon Gerezgiher, Tom Müller, Roman Kasiar und Niklas Schneider verstärkten das Team, das vollzählig angereist war. Bis auf Manuel Wajer (war mit dem linken Fuß im Training umgeknickt) und Tomáš Petráček (wurde nach der langen Verletzung und der ersten Vorbereitungswoche erst einmal geschont) waren auch alle Spieler des Kaders einsatzbereit.

Die BSG begann mit einer Mannschaft, bei der nur fünf Spieler bereits im letzten Spieljahr zum Kader gehörten. Folgerichtig war das Spiel in den ersten 45 Minuten über große Strecken nicht bis ins Letzte geordnet, stattdessen bestimmten kaum überraschende Abstimmungsschwierigkeiten das Spiel. Zunächst waren auf der linken Angriffsseite die Testspieler Huber, Gerezgiher und Schneider sehr aktiv, die sich natürlich alle durch eine gute Leistung empfehlen wollten. Echte Gefahr für das Sandersdorfer Tor vermochte dieses Trio jedoch nicht zu erzeugen. Stattdessen waren die Gastgeber nach einer Viertelstunde um ein Haar das Team, das den ersten Treffer erzielte: bei einem flachen Pass verschätzte sich Stefan Karau etwas mit der Ballannahme, sodass Erik Schlegel plötzlich frei durch war. Alleinstehend vor Benjamin Bellot verließen ihn jedoch die Ideen, sodass er am klasse reagierenden Leutzscher Schlussmann scheiterte.

Erst danach näherte sich Chemie Stück für Stück dem Sandersdorfer Tor an. Die ersten Versuche, zum Beispiel durch Niklas Schneider aus dem Rückraum (29.), gingen jedoch allesamt über oder neben das Tor. Chemie wurde dann aber immer besser. Neuzugang Tarik Reinhard scheiterte zunächst noch mit seinem Kopfball (31.), auch der Kopfball von Morgan Fassbender nach dem darauf folgenden Eckstoß blieb erfolglos und endete in den Armen des Sandersdorfer Torhüters. Wenige Minuten darauf startete eben jener Morgan Fassbender von der Mittellinie ein Dribbling, das erst im Strafraum der Sandersdorfer durch ein rüdes Foul von Tom Herrmann endete. Folgerichtig verhängte Schiedsrichter Martin Bärmann einen Strafstoß, den Benjamin Boltze sicher halbhoch links verwandelte (37.). Ein unmittelbar darauf folgendes Tor von Roman Kasiar wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

Im zweiten Durchgang wurde die Aufstellung der BSG ordentlich durchgewirbelt, nur Tarik Reinhard blieb zunächst noch auf dem Platz. Die erste Großchance hatten wieder die Gastgeber. Doch auch Julien Latendresse-Levesque ließ sich nicht überwinden und hielt (55.) gegen den allein durchgebrochenen Sandersdorfer. Anschließend zeigte sich immer mehr die Überlegenheit der Leutzscher, das Tempo wurde angezogen. Ein Schuss von Benjamin Luis nach guter Vorbereitung durch das Zentrum wurde noch gehalten (57.), auch Versuche von Alexander Bury, der von links in den Strafraum eindrang (58.) und Tarik Reinhard per Fernschuss (ebenfalls 58.) wurden gehalten bzw. geblockt.

Nach einer kurzen Atempause war es zweimal Max Keßler, der sein Glück versuchte, zunächst aber nicht fand. In der 70. Minute versuchte er es aus dem Gewühl – gehalten. Kurz darauf kam er nach einem Laufduell zum Schuss – rechts vorbei. So war es erneut ein Strafstoß, der dazu führte dass Chemie die Führung ausbauen konnte. Alexander Bury wurde im Strafraum zu Boden gestoßen, diesmal war Björn Nikolajewski der Vollstrecker, der auf 2:0 erhöhte. (80.) Den Schlusspunkt setzte schließlich der wiedereingewechselte Justin Huber, der nach Vorbereitung von Max Keßler durch eine flache Flanke von der rechten Seite mit seinem schwachen rechten Fuß das 3:0 erzielte. (84.) Sandersdorf zeigte sich nur noch einmal durch einen Kopfball des Ex-Chemikers Max Hermann. (82.)

Das 3:0 war in der Höhe insgesamt sicherlich verdient, wenn auch besonders im ersten Durchgang offensichtlich war, dass eine Mannschaft für die BSG auf dem Feld stand, die so noch nicht zusammengespielt hatte. Für das Trainerteam um Miroslav Jagatic und Christian Sobottka werden sich sicherlich dennoch einige wertvolle Eindrücke ergeben haben, sodass die Chemiefans gespannt sein können, welche Mannschaft am nächsten Wochenende in Taucha beim zweiten Testspiel auf dem Platz stehen wird.

SG Union Sandersdorf – BSG Chemie Leipzig 0:3 (0:1)

SG Union Sandersdorf: 1. Halbzeit: Tom Niclas Herrmann (46. Christopher Schulz), Erik Schlegel (19. Danny Wagner), Maximilian Schnabel, Mathis Böhler, Rico Gängel (MK), Timo Breitkopf, Martin Ludwig, Stefan Raßmann, Franz Bochmann, Paul Johannes Günther, Kai Wonneberger; 2. Halbzeit: Christopher Schulz, Moritz Ullmann, Alex Zoblofsky, Niklas Opolka, Max Hermann, Danny Wagner, Rico Gängel (62. Stefan Raßmann), Martin Ludwig (62. Maximilian Schnabel), Franz Bochmann (62. Paul Johannes Günther), Kai Wonneberger (62. Timo Breitkopf); Trainer: Thomas Sawetzki
BSG Chemie Leipzig: 1. Halbzeit: Benjamin Bellot, Stefan Karau, Andy Wendschuch, Tarik Reinhard, Morgan Fassbender, Justin Huber, Filimon Gerezgiher, Benjamin Boltze, Burim Halili, Roman Kasiar, Niklas Schneider; 2. Halbzeit: Julien Latendresse-Levesque, Björn Nikolajewski, Alexander Bury, Tarik Reinhard (60. Andy Wendschuch), Benjamin Schmidt, Philipp Wendt, Max Keßler (85. Benjamin Luis), Benjamin Luis (79. Justin Huber), Florian Schmidt, Tom Müller, Denny Krahl (79. Niklas Schneider); Trainer: Miroslav Jagatic
Tore: 0:1 Benjamin Boltze (37., Foulstrafstoß), 0:2 Björn Nikolajewski (80., Foulstrafstoß), 0:3 Justin Huber (84.)
Schiedsrichter: Martin Bärmann, Jonas Böttger, Stefan Cordes
Zuschauer: 40