ERSTE

Im Gespräch mit Thomas Hönemann

By 1. September 2011November 17th, 2020No Comments

Wer ihn schon einmal live in Aktion gesehen hat, für den liegt folgender Schluss nahe: „Höne“ kommt von „Hüne“! Unser Sturmtank Thomas Hönemann spricht über den guten Saisonstart der BSG.

Fünfeck: Hallo Thomas! Schön, dass wir Dich im Team der BSG begrüßen können. Du gehörst zu den erfahreneren Spielern im Kader und hast schon die eine oder andere Station mitgenommen. Was sind Deine bisher schönsten Erinnerungen als Fußballer und welche steckst Du lieber ganz tief in die untersten Schubladen?

Thomas: Meine schönsten Erinnerungen sind die Oberligajahre beim FC Eilenburg sowie beim SSV Markranstädt, wo wir lange im Aufstiegsrennen mithalten konnten, es aber leider immer knapp verpasst hatten, diesen Traum zu verwirklichen. Das wäre für beide Vereine schon eine Sensation gewesen…
Ein nicht so schöner Moment war, als wir das entscheidende Spiel mit dem FC Eilenburg gegen Energie Cottbus verloren und somit den Aufstieg verfehlten. Dabei spielte der Trainer Achim Steffens eine tragende Rolle, der mich nach meiner Einwechslung in der 58. Minute neun Minuten später wieder runter nahm.

Fünfeck: Seit dieser Saison ziert nun das Fünfeck Deine Brust. Was unterscheidet die BSG Chemie von anderen Vereinen?

Thomas: Die BSG Chemie ist für mich in Leipzig ein absoluter Traditionsclub und mit seiner Fankultur einmalig! Es ist schon Weltklasse, wie die Jungs uns immer anfeuern!! Dazu kommt noch, dass mein Vater mit Herz und Blut ein alteingesessener Chemiefan ist und es ihm damals besonders schwer gefallen sein wird, mir für meinen sportlichen Werdegang freie Hand zu lassen, als zwischen dem damaligen VfB Leipzig und dem FC Sachsen Leipzig entschieden werden musste.

Fünfeck: Kannst Du Dir vorstellen, länger hier zu bleiben?

Thomas: Ja, natürlich! Was gibt es schöneres, als jedes Wochenende vor solch einer Kulisse zu spielen?!

Fünfeck: Markranstädt wird in den Kreisen der Traditionsvereine oft als Wurzel allen Übels gesehen, weil sie es Red Bull ermöglichten, nach Leipzig zu kommen. Für beide Vereine hast Du schon gespielt. Wie siehst Du das?

Thomas: Tradition und Wirtschaft spielen nun mal eine große Rolle… Für die Region und solch eine sportbegeisterte Stadt wie Leipzig ist es ein Segen. Ich denke, wir können die wirtschaftliche Kraft von RB in unserer Stadt nutzen, aber das spielerische Potential zeigen wir auf dem Platz!!

Fünfeck: Jetzt bist Du aber zweifelsohne beim richtigen Verein angekommen. Dafür sind wir Dir sehr dankbar. Allein in der Vorbereitung hast Du ganze acht Tore geschossen. Hast Du Dir für diese Saison ein Ziel gesetzt?

Thomas: Ich kann mich entsinnen, dass mir das schon einer mal entlocken wollte. Aber ich halte mich da lieber bedeckt. Wenn wir so viele Spiele wie möglich für uns entscheiden können und ich dabei doch nicht die Zahl erreiche, die ich im Kopf anpeile, dann ist mir das egal. Aber ich werde mein Bestes geben!

Fünfeck: Wir haben jetzt zwei Siege in zwei Spielen gesehen. Die Euphorie ist groß. Wo siehst du die Mannschaft am Ende der Saison?

Thomas: Ich denke, wenn wir vom großen Verletzungspech und vielen Widrigkeiten verschont bleiben, dann können wir ein gutes Wörtchen mitreden. Aber wie ihr wisst, ist die Saison lang…

Fünfeck: Einer der Mitkonkurrenten ist die SG Leipzig-Leutzsch. Ein Verein, der im gleichen Stadion spielt und trainiert wie die BSG und sich ebenso das Erbe der Meistermannschaft von 1964 auf die Fahne geschrieben hat. Wie ist Deine Sicht auf die Dinge?

Thomas: Ich finde es schon traurig, dass man sich nicht einigen konnte oder wollte, um einen schlagkräftigen Verein in Leipzig-Leutzsch zu etablieren. Die Gründe für das Warum sind mir schleierhaft.

Fünfeck: In der Landesliga wird man als Spieler leider noch nicht reich. Was machst Du, wenn Du mal nicht das grün-weiße Trikot trägst?

Thomas: Aktuell bin ich dabei, für ein Investment-/ Wirtschaftsberatungsunternehmen den Standort Leipzig aufzubauen, in das ich neben dem Fußball sehr viel Zeit investiere. Es macht mir viel Spaß, mich und mein Unternehmen weiterzuentwickeln.

Fünfeck: Wie immer an dieser Stelle die Möglichkeit für Dich: Willst Du den Fans und der Welt noch etwas mitteilen?

Thomas: Unterstützt uns weiter so – aber immer sportlich fair!

Fünfeck: Vielen Dank, Thomas! Wir wünschen Dir eine angenehme und erfolgreiche Zeit bei uns.

 

20. August 2011