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Im Gespräch mit Martin Gröbel

By 12. Juli 2011Oktober 21st, 2020No Comments

Foto: Chemie Leipzig

Die Spannung rund ums Leutzscher Holz steigt und steigt, denn der Saisonauftakt kommt immer näher. Grund genug, einen Einblick ins Gefüge der neuen Mannschaft zu erheischen. Martin Gröbel steht Rede und Antwort.

Fünfeck: Hallo Martin, wir begrüßen Dich ganz herzlich im Team der BSG Chemie! Am Freitag war Trainingsauftakt und nur einen Tag später habt ihr gegen Grün-Weiß Piesteritz, die immerhin Oberliga spielen, 4:1 gewonnen. Wie bewertest Du diesen Sieg?

Martin: Bei Vorbereitungsspielen lege ich nicht viel Wert auf die Ergebnisse. Wichtig ist, dass die Mannschaft sich findet und die taktischen Vorgaben des Trainers umsetzt. Aber ich hoffe, wir haben den Fans etwas geboten, das Lust auf mehr macht!

Fünfeck: Du hast bereits in der Jugend des FC Sachsen und später sogar in der Ersten Mannschaft gespielt. Wie hast Du diese Zeit in Erinnerung und was war Dein schönstes Erlebnis beim FCS?

Martin: An die Jugendzeit habe ich nur positive Erinnerungen. Trainer und Mannschaft entwickelten einen vorbildlichen Zusammenhalt. In der Ersten fühlte ich mich nicht immer wohl, deswegen habe ich den Verein auch nach einem Jahr wieder verlassen. Mein größter Erfolg war der Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga in der Saison 2004/2005.

Fünfeck: Heute existiert der FC Sachsen leider nicht mehr und der grün-weiße Fußball teilt sich in BSG Chemie und SG Leipzig-Leutzsch. Was denkst Du über diese Teilung?

Martin: Ich finde es schade, dass man die Kräfte nicht bündeln konnte. Die Fanszene wird erneut aufgespalten und es wirft kein gutes Licht auf den Fußball in Leutzsch.

Fünfeck: Die BSG Chemie hat sich zusätzlich zu den vielen Spielern von Blau-Weiß Leipzig mit guten Spielern verstärkt, die auch schon höherklassig am Ball waren. Was meinst Du, auf welchem Tabellenplatz Du und deine Mannschaft am Ende der Saison landen werdet?

Martin: Ich glaube, dass man mit dieser Mannschaft gegen jeden Gegner der Landesliga bestehen kann. Mein persönliches Ziel ist es, so lange wie möglich um den Aufstieg mitzuspielen.

Fünfeck: Die Konkurrenz im Sturm ist enorm groß. Da tummeln sich neben Dir Spieler wie Norman Lee Gandaa, Matthias von der Weth, Thomas Hönemann, Tom Baumgart oder auch Marciano Voufack. Wie siehst Du da deine eigenen Chancen?

Martin: Es ist einfach großartig, mit solch hervorragenden Spielern trainieren und spielen zu können. Der Konkurrenzkampf ist groß – man muss sich in jeder Trainingseinheit anbieten. Selbstverständlich ist es mein Ziel, einen Platz in der Stammelf zu erlangen.

Fünfeck: In der Landesliga kann man mit Fußball keine Millionen verdienen. Was machst Du, wenn Du nicht gerade für Chemie auf dem Platz stehst?

Martin: Ich habe letztes Jahr mein Bachelorstudium im Sportmanagement erfolgreich abgeschlossen. Ein weiteres Studium kam für mich nicht mehr in Frage. Deswegen habe ich mich für eine Ausbildung als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz entschieden.

Fünfeck: Zum Schluss eine ganz wichtige Frage: Wie ist die Stimmung im Team?

Martin: Die Stimmung im Team ist fantastisch. Die Zusammensetzung von jugendlicher Leichtigkeit und Erfahrung passt einfach.

12. Juli 2011

Das Interview wurde uns freundlicherweise vom Fanclub Alcatraz zur Verfügung gestellt.