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Nachwuchskonzept der BSG Chemie Leipzig

Kleine Kinder sind grundsätzlich neugierig und sehr bewegungsfreudig, verlieren aber schnell die Geduld. Sie haben eine vollkommen selbstbezogene Perspektive. Das bedeutet, dass sie ganz im Mittelpunkt ihrer Welt stehen. Mit zunehmendem Alter, so etwa ab 10 Jahren lernen sie dann, über ihren „Tellerrand“ hinaus zu schauen. Dadurch bekommen sie auch ein anderes Verständnis für ihre Mitspieler, für Spielaufgaben und Spielsysteme: Abwehr, Mittelfeld, Angriff. Sie lernen, langfristiger zu denken und systematischer auf Erfolge hinzuarbeiten.

E-/F-Junioren (Bambinis)

Völlig selbstbezogene Perspektive „Nur ich bin wichtig“:
Das einzelne Kind in den Mittelpunkt seines Trainings stellen; Übungsformen in kleinen Gruppen (Spiel max. 3 gegen 3);Gelegenheiten bieten, persönliche Fähigkeiten zu zeigen

Hoher Bewegungsdrang:
Die Kinder sollen den größten Teil der Trainingszeit aktiv in Bewegung sein

Kinder wollen spielen:
Viele Spielformen anbieten

Lust neue Dinge selbst auszuprobieren:
Wenig Vorgaben machen, viele unterschiedliche Aufgaben stellen und die Kinder die Lösung selber finden lassen

Hohes Bedürfnis nach positiver Bestärkung von außen, hohe Anfälligkeit gegen Kritik:
Dem einzelnen Kind viel Beachtung und Lob zukommen lassen, auf Kritik möglichst grundsätzlich verzichten

Die eigene Wirksamkeit steht im Vordergrund:
Viele Erfolgserlebnisse ermöglichen z.B. Torschüsse

Gegner wird oft noch als Spielpartner angesehen:
Faires Verhalten verstärken, unfaires mit kurzer Begründung unterbinden

Kurze Aufmerksamkeitsfähigkeit:
Übungen viel variieren, nach wenigen Minuten etwas Neues anbieten (ca. 15 min)

Gering ausgebildete intellektuelle Kompetenz:
Kurze Erklärungen, sich auf das geistige Vermögen der Kinder einstellen

Wirksamster Lernmechanismus - Das Lernen am Vorbild:
Nach der Erklärung kurz vormachen

Stark ausgeprägter Gerechtigkeitssinn:
Alle Kinder gleich behandeln

Erfolgsdenken ist nachrangig:
„Nowinning Games“ einbauen, den Spaß am Spiel in den Vordergrund stellen

Starkes Sicherheitsbedürfnis:
Klare Führung, eindeutige Signale und Handlungsanweisungen geben

Sehr neugierig und wissbegierig:
Neue Erfahrungsmöglichkeiten und Grenzerweiterungen bieten

D-Junioren

Sinkender Anteil der individuellen Perspektive:
Positionsbezogenes Spiel einführen, aber noch keine Spezialisierung

Teamgedanke gewinnt an Bedeutung:
Mannschaftsdienliches Verhalten im Spiel stärken

Gemeinschaftliche Zielsetzungen haben höheren Stellenwert:
Vor der Saison, vor jedem Spiel gemeinsame benennen und altersgerecht visualisieren

Spielerlebnis ist oft noch wichtiger als der Erfolg:
Risikoreiches Verhalten unterstützen, die Leistung statt den Erfolg bewerten, Niederlagen sind erlaubt, den Spaß am Spiel betonen und manche Eltern mäßigen

Erkennen von Zusammenhängen: Entwicklung des Belohnungsaufschubs (heutige Anstrengung führt erst zum späteren Zeitpunkt zum gewünschten Resultat):
Lernschritte durch aufeinander aufbauende Übungen systematischer erarbeiten

Verbesserte Fähigkeit zur Problemlösung:
Lösungen für Spielsituationen selber finden / ausprobieren lassen

Gesteigerte Fähigkeit zur Selbstbewertung und –Kritik:
Nach Übungen/Spiel zuerst Selbstbewertung erfragen und diskutieren, dann durch Rückmeldung ergänzen

Erhöhte Konzentrationsfähigkeit:
Übungen mit erhöhter Anforderung an die Konzentration verwenden

Bedürfnis, Eigeninitiative zu entwickeln:
Kleine Aufgaben zuteilen und einzelne Trainingsaufgaben mitgestalten lassen

C-Junioren

Hier erleben die Jugendlichen einen inneren Konflikt zwischen dem Verlust der Kindheit und dem Streben in die Erwachsenenwelt. Diese Phase ist häufig besonders schwierig zu begleiten, zumal einige Spieler durch zu schnelle bzw. ausbleibende Wachstumsschübe zusätzliche Probleme erleben. Zugleich aber werden wichtige Grundlagen zur Persönlichkeitsentwicklung gelegt, so dass dem Spieler sehr viel Hilfe und Unterstützung zukommen gelassen werden muss.

B-Junioren

Anerkennung wird erwartet und eingefordert:
Zunehmend partnerschaftlichere Kommunikation

Stimmungsschwankungen (Launen) ,offen für (fast) alles und deshalb auch anfällig für Ablenkung:
Toleranz und Verständnis gegenüber den Schwankungen und auch dem verstärkten Einfluss von Gleichaltrigen zeigen Als Begleiter mit klaren Regeln und Grundsätzen fungieren, dessen eindeutiges Verhalten Orientierung bedeutet

Erhöhter Ehrgeiz und Siegeswille, Spaß am Vergleich mit anderen im Wettkampf:
Mit Lob und noch mehr mit Tadel zurückhaltend sein, dafür die eigene Motivation der Spieler fördern, Gemeinschaftliche und individuelle Zielsetzungen formulieren, aber noch nicht zu stark werten

Ansteigende Konzentrationsfähigkeit:
Übungen mit erhöhter Anforderung an die Konzentration verwenden

Anspruch auf höhere Eigenverantwortlichkeit:
Mehr Aufgaben übertragen, auch außerhalb des Trainings

Eigene Perspektive wird langfristiger:
Gemeinsam längerfristige Lernziele bestimmen

Zunehmende Teambindung und -fähigkeit:
Den Mannschaftsgeist auf und außerhalb des Platzes fördern

Bedürfnis nach individueller Verbesserung und Förderung:
Gleichwertige „Grundbehandlung“ für jeden, ansonsten stärkere individuelle Förderung

A-Junioren

Die Spieler sind jetzt gefestigt und in ihrem Verhalten konstanter. So muss der Trainer weniger Zeit mit der Beziehungsgestaltung verbringen und kann das Verhalten der Spieler auf und neben dem Platz optimieren. Die Spieler werden als Gleichberechtigte behandelt. Eigenverantwortung und Mitbestimmung sollen gefordert und gefördert werden. Dabei müssen die Führungsposition sowie der dem Trainer entgegenzubringende Respekt gewahrt bleiben.

Erhöhte Konzentrationsfähigkeit:
Komplexe technisch-taktische Übungen (Anschlussaktionen) anbieten

Gesteigerte Stressbewältigung:
Verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit Leistungsdruck vermitteln, wettkampfnahe Trainingsformen verwenden

Verbesserte Selbstwahrnehmung und Selbstbewertung:
Stärkere Orientierung auf mentale Anforderungen des Wettkampfes (Emotion, Willensstärke,Ausblenden von Störfaktoren), zur Selbstanalyse erziehen

Fähigkeit der eigenen Handlungskontrolle im Wettkampf:
Spieler in kurzen Spielformen konkrete Aufgaben für sich selber benennen lassen, dabei Störeffekte einbauen (z.B. erhöhter Zeitdruck, äußere Ablenkung, Einhaltung einer Ereignisprognose)

Voll Verantwortungsfähig:
Gemeinsame Regeln bestimmen und vom Team eigenständig regulieren lassen

Bedürfnis nach Kommunikation auf gleicher Ebene:
Von Erwachsenem zu Erwachsenem reden

Suche nach Rückhalt im Privat- und/oder Berufsleben:
Auch fussballfremde Aktivitäten einbauen, evtl. Grenzerfahrungen ermöglichen

Festigung der eigenen Identität:
Positive Gruppenidentität der Mannschaft fördern plus Möglichkeiten zum individuellen Ausdruck lassen

 
 
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